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Walls and Waves – in der Alten Dorfkirche Marienfelde

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„Die Sonne ist weg, das Cello tanzt“

 

Walls & WavesDer Kirchenraum als imaginäre Partitur

Am 14. September 2017 hat das zweite zeitgenössische Konzert in der alten Dorfkirche Marienfelde stattgefunden. Von „Innen nach Außen“ war die Fortsetzung des Konzertes vom 2. September mit dem Titel „Von Außen nach Innen.“ Ein Spiel zwischen Bewegung – Raum – Klang bei Tageslicht – Dämmerung – Nacht.

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 während des Konzertes, die drei Interpreten Ulrike Brand, Marcello Lussana, Thomas Noll

 

Es ist der Monat der zeitgenössischen Musik!

Die Solistin Ulrike Brand spielt auf ihrem Cello, Marcello Lussana bedient die Live Elektronik und Thomas Noll sitzt an der Orgel: Drei Instrumente: mobil, immobil, immateriell und sie improvisierten und philosophieren miteinander eine Stunde lang über die Akustik, Vergangenheit und Gegenwart dieser kleinen Kirche. Immer auf die Klänge der anderen Beiden eingehend, nehmen sie einen Ton auf, setzten ihn fort oder verarbeiteten ihn. Die ausgesprochen dicken Mauern und die Holzdecke geben dieser Kirche eine ganz besondere Akustik. Die Tür wird auch während des Konzertes nicht geschlossen, da der Aufführungsraum erst  mit einem am Baum hängenden Cello ca. 10 Meter vom Kircheneingang entfernt endet. Die Orgel steht nah an der Tür.

Ulrike Brand schreitet mit ihrem Cello die Kirche und den Außenbereich ab, als ob sie etwas suchen würde und lässt sich – immer akustikgesteuert – an unterschiedlichen Plätzen nieder. Die Zuhörer sind eingeladen, diese Bewegungen mitzumachen. Einmal sitzt sie dem Rücken zum Publikum, einmal direkt unter einem Kreuz und einmal erzeugt sie auf dem Cello kurz Glockentöne, dazu schwingt das Cello wie eine Pendeluhr.  Ulrike Brand spielt im Sitzen, Stehen, Gehend, Kniend und Liegend.

Mit dem langsam verschwindenden Licht verwandeln sich die lichten Tagtöne in dramatischere Nachttöne.

 

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Ulrike Brand während der Performance

 

Die Dorfkirche von Marienfelde, wo diese zwei Performance-Installations-Konzert stattgefunden haben,  stammt aus dem 12. Jahrhundert und gehört damit zu den ältesten Dorfkirchen in Berlin und der Mittelmark. Diese spätromanische Feldsteinkirche ist auf einem ehemaligen Friedhof erbaut und man geht davon aus, dass vor der Steinkirche eine Holzkirche dort stand. Die dicken Mauern und schlitzartigen Fenster lassen darauf hinweisen, dass diese Kirche auch eine Schutzfunktion inne hatte. Im 14. Jahrhundert wurde sie umgebaut bzw. erweitert und nach der Reformation auch innen umgestaltet. Im 20. Jahrhundert wurde sie von einem in Marienfelde ansässigen Architekten restauriert; den Zweiten Weltkrieg hat sie unbeschadet überstanden. Seit über 20 Jahren hat die Kirche eine neue, sehr gute Orgel mit 32 Register auf drei Manualen und Pedal.

Sie ist auch für Orgelkonzerte ein attraktiver und begehrter Aufführungsort.

 

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 Ulrike Brand und Marcello Lussana

 

Ulrike Brand hat die Konzertreihe, die durch die Dezentrale Kulturarbeit Tempelhof Schöneberg gefördert wurde, kuratiert.

 

Christa Blenk

 

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tanzendes Cello

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