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Der Klang der Ewigen Stadt anno 1511 – Luther in Rom

Juli2013 140
Fresken Villa Farnesina

 

Musik in Rom zu Zeiten Luthers

Während Raffael 1511 seine Stanzen nach über 3 jähriger Arbeit beendete, Michelangelo noch in der Sixtinischen Kapelle arbeitete, Erasmus von Rotterdam seine Lehrrede Lob der Torheit in Druck gab, der große Künstlerbiograf und Maler Giorgio Vasari geboren wird,  Papst Julius II  sich in der Heiligen Liga  mit Kaiser Maximilian I verbindet, die Spanier zuerst Las Indias entdecken und später zum ersten Mal das Landesinnere von Panama erforschten, Portugal sich die Straße von Malakka und damit den Gewürzhandel sicherte wurden in Rom und  Italien diese Motetten, Lauden und Frottolen komponiert, die das römische Ensemble Concerto Romano auf dieser CD verewigte. Trendsetter in dieser Zeit waren vor allem Musiker aus Flandern und Nordfrankreich die sich zuerst in Florenz tummelten und dann zum Teil nach Rom kamen und eigene, italienische, Akzente setzen. Italien war auf dem Wege, eines der wichtigsten musikalischen Zentren in Europa zu werden.

Musiker und Komponisten wie Josquin des Préz oder Desprez, Petrus Roselli oder Costanzo Festa arbeiteten und komponierten hier. Eine der beliebtesten Musikarten war die Frottola, so nannte man die italienische höfische Vokalmusik, sie war das Produkt der Zusammenarbeit von Dichtern und Komponisten, eine Art Liebesgespräch der königlichen Gesellschaft. Diese Musikgattung verbreitete sich wie ein Lauffeuer in Italien und in Europa. Zwischen 1504 und 1520 verlegte Petruci in Venedig umfangreiche Sammlungen von Frottolen. Dichter-Musiker wie Serafino dell’Aquila und Petrarca « Musica sopra le canzoni di Petrarca » waren die Hauptlieferanten für die Frottola. Nach 1530 sackte dieser Boom wieder ein und die Madrigale kam in Mode.  Bei der ursprünglich aus der Toscana kommenden Laude hingegen handelte es sich um eine Art einfacher Kirchenmusik, die vom betenden Volk oder einfachen Nonnen gesungen, aber auch als Begleitung bei Prozessionen gespielt wurde.

Der 28-jährige Augustinerbruder Martin Luther begleitete im Jahre 1511 den Prior Johann von Mecheln auf seiner Pilgerreise in die ewige Stadt und hat diese Musik während seines Aufenthaltes sicher gehört. Was er in Rom sah, hätte er sich wohl in seinen kühnsten Träumen nicht ausmalen wollen. Rom war ein unmoralischer Sumpf, ein Sodom und Gomorrha, die Hölle auf Erden. Was Rom zu bieten hatte, Kunst und die lichte Schönheit der Renaissance-Produkte, interessierten ihn nicht im geringsten! Er legte aber trotzdem die Generalbeichte ab und sammelte – wie alle anderen Pilger auch – Ablässe. Natürlich spielte dieser fundamentale und entsetzliche Aufenthalt in Rom für ihn eine wichtige Rolle für seine zukünftigen Entscheidungen und bahnbrechenden Reformationen.

palazzo borgia roma
Renaissance-Gebäude in Rom

Detailllierte Informationen über seine Reise gibt es leider nicht, aber in einigen Abschriften oder Briefen kommuniziert er sein Entsetzen über Privatmessen mit Kurtisanen. Diese begleiteten in der Renaissance Kunst, Musik und Wissenschaft und lebten und wirkten im Rom des 16. Jahrhunderts hauptsächlich mit und von weltlicher und religiöser Macht. Es ging so weit, dass der Begriff „Roma, caput mundi“ zu „Roma, cauda mundi“ wurde. Die Kurtisane nahm eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben ein, wie etwa die Hetäre im antiken Griechenland, und genoss hohes Ansehen. In Reiseberichten aus der Zeit kann man das nachlesen. Der Franzose  Villamont schrieb z.B. 1588: „Was ich am meisten bewundere ist, dass die vornehmen Herren von Rom,wenn sie an den Fenstern von Madame der Kurtisane vorbeikommen,sie mit solcher Unterwürfigkeit grüßen, ihr die Hände küssen und ihr die Aufwartung machen, als wären sie eine Prinzessin oder irgendeine große Dame“.

Pünktlich zum 500. Jahrestag von Luther in Rom hat das römische Ensemble Concerto Romano die CD “Luther in Rom – Der Klang der Ewigen Stadt  anno 1511” mit Motetten, Frottolen, Lauden und Kanzonen in der Zeit Luthers zusammen gestellt und herausgebracht und den Musikmarkt wieder mal um eine fantasievolle, wunderbar-bewegende, spielerische und abwechslungsreiche Preziose von religiöser aber auch paganer Tanz- und Spottmusik bereichert.  Ein musikalisches Stadtportrait von Rom, welches sich zu diesem Zeitpunkt in einem umgreifenden und wichtigen Veränderungsprozess – nicht nur musikalisch sondern auch architektonisch und künstlerisch – befand.

Petrus Rosellis Kyrie dalla messa Baysez moy eröffnet den Spaziergang. Ruhig, rein, besonnen und doch mit einem heiterem Ansatz wird es von einem tanzfähigen anonymen Instrumentalstück “Occelino” abgelöst. Luther hat auch den römischen Karneval erlebt und  Il canto delle Amazzoni von Filippo de Lurano, einer der Lieblingskomponisten der Papstfamilie Della Rovere, besingt die Freizügigkeit in den römischen Adelspalästen; eine weitere anonyme Kantate aus dem Medici-Florenz  Charitate amore Dei, verpönt sogar die Rom-Pilger, so wie Luther einer war. Abwechslungsreich geht es weiter mit Josquin Desprez’ (1450-1521) – Tu solus qui facis mirabilia oder mit dem  Ave Maria von Jean Mouton, erwähnenswert auch  eine festlich-ernste und zeremonielle Motette Hyrerusalem que occis von Costanzo Festa  (nach Matthäus 23.37)  im kontrapunktischen Stil nach flämischen Manier komponiert. Diese Kompositionstechnik hat eine wichtige Rolle in der Entwicklung der italienischen Polyphonie gespielt.  Mit einem fröhlichen und schon komplexen Lied für Chor, Solisten und Ensemble vom Veroneser Lautisten Michele Presenti Che faralla, che diralla endet die musikalische Reise. Wir schließen die Augen beim Zuhören und können sehen, wie sie fröhlich durch das Renaissance-Rom schwingen, tanzen, beten oder jemanden verspotten.

Für die polyphonen Werke hat Alessandro Quarta eine männliche Besetzung gewählt, Frottelen waren Frauenstimmen vorbehalten. Wobei natürlich die Interpretation eine persönliche Entscheidung der Musiker ist.

Im sehr informativen Begleitheft schreibt Alessandro Quarta dass er, um die Vokalität zu favorisieren, bewusst klassische Aspekte der Stimmbildung und Tongebung beiseite gelassen habe, um sich der Folkore Zentralitaliens anzunähern. Lirturgische Prozessionsgesänge, die  der Struktur der Laude ähneln, werden heute immer noch aufgeführt.

Die Vokal-Solisten Lucia Napoli (Mezzo-Soprano), Jacopo Facchini (Alt), Baltazar Zuniga (Tenor), Luca Cervoni (Tenor) und Giacomo Farioli (Bass) verzaubern  und das Ensemble Concerto Romano von Alessandro Quarta besticht mit Präzision und Einfühlsamkeit und bringt spielerisch diese so wenig bekannte Musik und seine Zeit dem Zuhörer so viel näher.

 Christa Blenk

PACOB2 Skulptur Paco Barón (Autoportrait)

 

 

 

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« Impressionen »-Highlights in 2013

Favoriten – Ausstellungen – Konzerte – Lesungen und Entdeckungen!

Hier also ein kunst-musikalisches Pot-Pourri! Hinter jedem Foto liegt der Text bzw. im Begleittext sind verweisende links eingebaut.

Blicke  auf Rom, vom Big Bamboo,  ins Mittelmeer (Ravello), von den Wolken (Cerro), auf den Atlantik (Gois), auf die Antike (Montemartini)

bigbamboo3P1120803Ravello 028nubeP1110863P1090926

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Der große Maestro Hans-Werner Henze ist am 27. Oktober 2012 in Dresden verstorben. Dort hielt er sich gerade auf, um bei der Aufführung von „Wir erreichen den Fluss“ dabei zu sein. Sein letztes Werk „Ouvertüre zu einem Theater“ wurde am 20.10.2012 in Berlin uraufgeführt! Pappano hat diese kleine Komposition dem Publikum  im Auditorium vor kurzem vor der Aufführung der  „Petite Messe“ seines Requieums im Auditorium in Rom am 10. März 2013 geschenkt.

Auch Geburtstag feierte Benjamin Britten mit Curlew River und in Florenz mit der Schändung der Lukrezia. Und natürlich Verdi und Wagner. Eine große Cellistin und Expertin für Zeitgenössische Musik ist Ulrike Brand.

Auditorium 007 Henze Requien im AuditoriumVersione italiana

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Projektkünstler Hannsjörg Voth hat in der Wüste von Marokko (Marha Ebene) drei faszinierende Großwerke in 20 Jahren errichtet. (Text Portrait Christa Blenk). Der Katalogtext von Emanuel Borja existiert in 5 Spachen.

Pace Barón ist ein landart-Künstler der anderen Art. Ein weiterer « hors série » Künstler war Marcel Duchamps – seine ready mades sind immer noch in der GNAM zu bewundern.

voth  Hannsjörg Voth und drei Projekte in der Marha Ebenetexte francaisversion españolaEnglish version of text –   Versione italiana

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QNG ist keine Abkürzung einer neuen internationalen Organisation oder ein Tippfehler, sondern steht für « Quartet New Generation » und so originell wie ihr Titel ist auch ihre Musik. Heide Schwarz, Susanne Fröhlich, Petra Wurz und Inga Klaucke kamen auf Einladung des Goethe Instituts nach Italien und nach einem Auftritt in Palermo und Neapel, standen sie am Samstag Abend in Rom in der Via Savoia auf der Bühne. Auch mit Flöte befasste sich ein Happening im Auditorium.

Flöte 006QNG Flötenkonzert – Phantasie und Symmetrie

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You can’t, you won’t, you don’t stop. Immer höher! Vor diesem Kunstwerk steht kein « bitte nicht anfassen »-Schild! Im Gegenteil: man soll dieses leicht transparente Geflecht sogar berühren und wenn man sich traut, darf man das hohe kolossale Monster – nach Unterschrift eines Haftungsausschlusses – sogar erklimmen. Wir haben den Berg, trotz Anfangszweifel, bis ganz oben bezwungen! Im MACRO wirden außerdem jedes Jahr der « Artist of the Year » der Deutschen Bank präsentiert. Um nicht mehr entkommen können geht es auch bei Blaubarts Burg.

bigbamboo2 025Big Bambou im MACRO Testaccio

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Die US-schweizerische Installationskünstlerin June Papineau, verbringt seit 2004 viel Zeit mit ihren Bäumen im Etournel. Umgeben von Elfen und Baumgeistern arbeitet sie an ihren « tree skins » bis sie abtransportiert und ausgestellt werden. Der nächste – great goyesco – wir 2014 in Lausanne zu sehen sein. Ein Besuch mit ihr in diesem Moor-Biotop war ein Abenteuer der ganz besonderen Art. Und Paola Romoli befasst sich mit den Mägen der großen Meeresbewohner.

Auch mit einer Nase hat sich Schostakowitsch beschäftigt. Seine Oper wurde in Rom – Regie Peter Stein – aufgeführt. Eine weitere starke Amerikanerin war Louise Nevelson.

etournel 043 Great Goyesco – Zwischen Moorgeistern und Laubfrauen

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Helena Aikin ist fasziniert von Labyrinthen und ihren Geschichten und baut sie in verschiedenen Größen und Plätzen der Welt nach. Eines ihrer Werke ist im Kunst- und Naturpark Cerro Gallinero in der Nähe von Avila in Spanien zu begehen.

evora1Walkable Labyrinths

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Faszinierende Ausstellung der Werke von Pierre Soulages in der Villa Medici in Rom. Die französische Akademie organisiert ausserdem Konzerte meistens mit zeitgenössischer Musik wie dieses Portrait des XXI Jahrhundets z.B. Das Romaeuropa Festival hat auch in der Villa Medici stattgefunden. Ein Abend für Stockhausen.

Theatermässig war das Festival ebenfalls sehr aktiv u.a.mit den Wohlgesinnten, Hedda und dem Kulturquizz  The power of theatrical madness. Mit Theater befasst sich auch Isabelle Huchet

Soulages2 002Soulages in der Villa Medici

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Der italienische Tenor Marcello Nardis singt die Wesendonck Lieder in Ravello und verzaubert in Klingsors Garten das Publikum – am Klavier wunderbar Laura de Fusco.Vor kurzem hat er hier in Rom die « Winterreise » vorgetragen. Hier gibt es mehr Infos über Marcello Nardis.

Pina Bausch in Neapel rundete die Ravello Reise ab.

Ravello 067 Marcello Nardis a Ravello

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Eugen Ruge schreibt ein Buch über Cabo de Gata und hat damit alte Erinnerungen geweckt. César Borja hat zum Cabo auch eine besondere Beziehung. Eine andere Lieblingsecke von mir ist am Atlantik – der Gois und dort gibt es eine Besonderheit: die Barrieren in der Vendée.

SAN2 Cabo de Gata -  Buchbesprechung Eugen Ruge

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Tizian ist der Größte, die Ausstellung in den Scuderien del Quirinale in Rom hat das wieder einmal gezeigt. Samson und Dalila hat er auch einmal gemalt. Aber hier geht es um Musik.

Zur Zeit zeigen die Scuderien die Ausstellung über Augustus und Cleopatra. Dazu passt dann ein Besuch beim Centrale Montemartini.

Tizian in den Scuderien – Großausstellung in Rom

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Sibylle Lewitscharoff las in der Casa di Goethe aus ihrem Buch « Blumenberg » vor und alle wünschten sich anschließend auch einen Löwen! Sie ist 2013 Stipendiatin der Villa Massimo – die Musikstipendiaten dieses Jahr waren ebenfalls sehr aktiv und Casa di Goethe hat nun eine Reihe mit Dichterlesungen begonnen. Giuliana Morandini lebt zwar nicht über Berlin – schreibt aber am liebsten über Mitteleuropa. Und die wunderbaren Holzskulpturen sind Werke von Emanuel Borja.

borjaprimordial 011Blumenberg – Lesung Casa Goethe

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The Cast im MAXXI. Clemens von Wedemeyer befasst sich mit dem italienischen Kino und entführt uns ins besetzte Teatro Valle und nach EUR. Dort hat schon des öfteren Tiziana Morganti ausgestellt. Von Wedemeyer  ist dieses Jahr ebenfalls Stipendiat der Villa Massimo. Ebenfalls im MAXXI die Ego-Reise Stigmata.

P1120848The Cast im MAXXIversione italiana

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Der russische Pianist Mikhail Rudy hat in der Aula Magna die  Originalversion von 1928  für Piano und synchronisierter Videoinstallation vorgetragen. Ein akkustisches und visuelles Erlebnis. Das Programm der Aula Magna ist aber auch sonst immer aufregend und speziell, so gab es eine Reise mit Steve Reich, ein  Konzert zu Ehren Luciano Berio und Paul Angus mit Zauberei und Mythos.

Kandinsky Musorgsky con pianoforteInspirationen: Hartmann – Mussorgsky – Kandinsky

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Entdeckung

Spurensuche Wohin 2013 KopieDie Entdeckung in der Künstlerszene ist die Fotokünstlerin  Christa Linossi und ihre Spuren kann sie ab jetzt nicht mehr verwischen. Auch entdeckt haben wir die Sammlung Netter und natürlich die DVD der neuen Oper von Elzbieta SikoraMadame Curie!

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und als Special

Vernissage-Tiziana 075natürlich die Vernissage Tiziana Morganti im Juni

Portrait für KULTURA EXTRA

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Aber nicht nur über Veranstaltungen in Rom und Italien wurde berichtet. In Paris gibt es  eine Ausstellung über Poliakoff, über den flämischen Maler Jordanes und über die wunderbare Ausstellung Renaissance und der Traum.

In München wurde die Neue Pinakothek wieder eröffnet,

Paris 1900 André Boudreaux

Ende der Highlights

Vielen Dank an Brigitte Mayer, Jean Noel Pettit, Irmi und Dan Feldman, sie haben an den verschiedenen Übersetzungen gearbeitet.

Kommentare über Ihre persönlichen Highlights sind herzlich willkommen!

Christa Blenk

Modigliani, Soutine e gli artisti maledetti

Bericht (gekürzt) über die Ausstellung für KULTURA EXTRA

 

La Belle Epoque oder Die Legende von Montparnasse

 

Modigliani, Soutine e gli artisti maledetti: Die Jonas Netter-Sammlung

Letztes Jahr gingen die 120 Meisterwerke der Sammlung Netter zum ersten Mal auf Reisen und nach einem Riesenerfolg 2012/2013 in Paris und Mailand, ist diese faszinierende Kollektion seit November 2013 in der Fondazione Roma Museo – Palazzo Cipolla in Rom zu bestaunen. Allesamt Gemälde, die in den „verrückten Jahren“ (les années folles) und zwischen den zwei Kriegen im Zentrum der Avantgarde in Montparnasse entstanden sind.

Jahrelang gehörte sie ihm alleine. Nun hat sich Jonas Netters Sohn, Gérard, im Alter von 86 Jahren schließlich entschlossen, die Sammlung seines Vaters der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Viele der nun ausgestellten Exponate wurden seit 1933 nicht mehr gezeigt, darunter Werke von Derain, Modigliani, Soutine, Utrillo, Valadon, Vlaminck, Kisling sowie Arbeiten von weiteren Vertretern der ersten Schule von Paris.

Jonas Netter gehörte zu den zahlreichen Elsässern, die nach dem Krieg 1870/71 das deutsch gewordene Elsass verließen, um sich in Paris niederzulassen. Aber wie kam dieser nicht sehr wohlhabende Handelsvertreter nun dazu, eine dermaßen große Kunstsammlung anzulegen? Seine Geschichte hört sich fast wie eine Legende an: Netter musste in Paris seine Papiere erneuern lassen, begab sich zur Präfektur und wurde von Kommissar Zamaron in dessen Büro empfangen. Hinter seinem Schreibtisch hing ein Bild von Utrillo, für den der Kommissar schwärmte. Netter, der eigentlich lieber Impressionisten gesammelt hätte, aber nicht genug Geld dafür hatte, war sofort fasziniert von dem Werk und, anstatt über Papiere zu reden, sprachen sie über Kunst und Montparnasse und Kommissar Zamaron brachte Netter schließlich zu einem polnischen Exil-Poeten, Leopold Zborowski, der sich als Kunsthändler sein Auskommen suchte und all diejenigen Künstler vertrat, die sonst keiner haben sollte. Das warder Beginn einer wunderbaren und fruchtbaren Freundschaft » und legte den Grundstein für eine der wichtigsten Sammlungen die zwischen den zwei Kriegen entstanden ist.

Ob Netter seine Papiere bekommen hat, wissen wir nicht, man kann aber wohl davon ausgehen!

Netter war Zborowskis bester Kunde und kaufte so gut wie alles von ihm. Schon während des Ersten Weltkrieges erwarb er Bilder von Utrillo und von dessen Mutter Suzanne Valadon, von Modigliano und Soutine. Alles Maler, für die sich der große Sammler Paul Guillaume nicht interessierte. Der Amateur Netter besaß den Mut und hatte das Vertrauen in sich selber, auch von völlig Unbekannten zu kaufen, und wenn ihm ein Maler gefiel, erwarb er alles von ihm! Die Sammlung dokumentiert wunderbar und pur das Werden und Leben einer Kunstsammlung in der auch mal Werke aufgenommen werden, weil der Sammler den Maler mochte. Nicht alles ist wirklich gut und viele seiner Künstler gingen nicht in die Kunstgeschichte ein, umso spannender ist aber dieser Fundus.

Am Eingang hängt ein Ganzportrait von Jonas Netter, gemalt von Moise Kisling. Es zeigt einen eher bürgerlichen Mann mit Krawatte, bescheiden und melancholisch sitzt er da. Er war ein Epikureer“ sagt sein Sohn „Er liebte die kleinen Freuden des Lebens, ohne von jemandem zu profitieren“.

Im ersten Saal drei Gemälde von André Derains, darunter „Les grandes Baigneuses“ von 1907, seit 1945 war es in der Öffentlichkeit nicht mehr zu sehen. Es ist eines seiner Hauptwerke und wird von den Kunstexperten als seine „Demoiselles d’Avingnons“ betrachtet. Eine Anzahl von Werken von gänzlich unbekannten Malern wie Hayden, Feder, Paresce, Lagar-Arroyo, Zawadowski, Ebiche oder Landau folgt in den nächsten zwei Räumen. Einiges sehenswert, auf andere könnte man verzichten. Ein weiterer Raum ist Utrillos « weißer Periode » gewidmet, er hat – wenn er gerade mal nicht betrunken war – eher Postkartenlandschaften gemalt, die kunsthistorisch weniger interessant sind. Gleich weiter kommen wir zu seiner sehr viel interessanteren Mutter, Suzanne Valadon, herausragend die „Drei Akte auf der Wiese“. Netter war verliebt in sie und hat deshalb beide – Mutter und Sohn – sehr unterstützt. Im großen Mittelraum der Ausstellung lernen wir, dass wir eben nicht alles von Modigliani kennen. 15 Hauptwerke werden hier gezeigt, darunter ein Portrait von Jeanne Hébuterne, seiner Gefährtin. Mit roten Haaren sitzt sie leicht gebeugt da, der ganze Körper incl. der Haare ist in die Länge gezogen. Die Bäckerstochter wollte unbedingt Malerin sein, hatte aber leider kein Talent und obwohl sie hart arbeitete, haben ihre Werke immer etwas stümperhaftes. Modigliani nennt man auch den Botticelli der Moderne. Restellini, der Kurator, schwärmt geradezu davon « Das Bild ist wunderbar, pathetisch, von einer unglaublichen Schönheit, im Profil ». Von Zborowksi hat Modigliani 1916 auch ein fabelhaftes Bild gemalt. Ein junger Mann ohne Kragen, mit offenem Hemd, die Augen fast geschlossen. Zwei weitere seiner Meisterwerke hängen gleich daneben « das Mädchen mit dem weißen Kragen » und « das Mädchen in Gelb » (1917). Der nächste Saal ist Soutine gewidmet. Der wilde Weißrusse Chaim Soutine, kam – fast zu Fuß – 1913 in Paris an. Er ist der expressionistischste von allen. Man könnte ihn zwischen Van Gogh und Francis Bacon ansiedeln, aber radikaler und verzweifelter und hungriger. Am liebsten malte er rohes Fleisch – so lange bis es verdorben und nicht mehr essbar war. Die Sammlung Netter beinhaltet allerdings vor allem Portraits von Soutine. Zwei Fisch-Stillleben sind unter den 19 hier gezeigten Werken. Außer in der Orangerie in Paris habe ich nie mehr Soutines von dieser Qualität und Quantität gesehen.

Der Parcours endet mit zwei abstrakten Kompositionen aus 1930 von Jean Hélion, die eigentlich gar nicht in die Sammlung passen, aber Netters Aufgeschlossenheit und Courage nochmals beweisen.

Leopold Zborowskiwar ein polnischer Literaturprofessor, der ebenfalls Anfang des 20. Jahrhunderts in Paris, in der Hoffnung hier als Poet überleben zu können, ankam. Laut Marc Restellini war er eine etwas undurchsichtige Person, charmant und unehrlich.

Netter war das genaue Gegenteil, ehrlich und anständig, er zahlte allen seinen „Malern“ eine kleine monatliche Rente. So bekam der bürgerliche Norditaliener Amedeo Modigliani, der schon 1906 nach Paris kam, 500 Franken pro Monat. Dafür durfte Netter die Bilder als erster sehen und konnte frei wählen welche er haben wollte. Die verbleibenden gehörten Zborowski, der Modigliani ebenfalls etwas zu zahlen hatte. Zborowksi ging dabei auch ein Risiko ein, einerseits verfiel Modigliani immer mehr dem Alkohol und produzierte dann gar nichts , andererseits war der Italiener so etwas wie ein « enfant terrible ». Sollte sich doch mal eine Galerie bereit erklärten seine Werke auszustellen, musste regelmäßig die Polizei einschreiten, da die rebellierenden Franzosen darauf bestanden, die Nackten aus dem Schaufenster zu entfernen. Das Vertrauen sollte sich allerdings lohnen. Kurze Zeit nach Modiglianis Tod 1920 waren seine Werke schon das dreifache wert. Der andere große Sammler, Barnes, der sich anfangs nicht an diese Wilden heranwagte, kaufte kurz vor dem „Black Friday“ von Netter einige Bilder von Soutine.

Eric Satis Musik begleitet uns durch die Ausstellung. Er war auch einer der zahlreichen Liebhaber von Suzanne Valadon. Sie war, abgesehen von der gutherzigen, eher talentlosen Modigliani-Gefährtin und Lieblingsmodell Jeanne Hébuterne, die einzige Malerin in der Gruppe. Als Jeanne von Modiglians Tod erfuhr, stürzte sie sich – im 9. Monat schwanger – vom 5. Stock auf die Straße und war sofort tot, ebenso ihr ungeborenen Kind. Modigliani wurde auf dem Friedhof Père Lachaise, Montmatre, begraben. Soutine hingegen, der sich als Jude jahrelang von einem Versteckt zum anderen schleppte, starb 1943 und fand auf dem Künstlerfriedhof Montparnasse seine letzte Ruhestätte.

Paco BarondibujosPaco 009dibujosPaco 020 Zeichnungen Paco Barón, nicht teil der Sammlung

Die Montparnos!

Sie trafen sich im Café Dôme oder in der Rotonde. Montparnos, so nannten sich die Bohèmiens und Künstler von Montmatre, die allesamt Picasso folgten und den nächsten Berg (Mont) eroberten. Montparnasse, der Berg der griechischen Götter in der Antike, ist heute ein Kinoviertel und der größte Bahnhof von Paris. Von ca. 1905 – Mitte der 20er Jahre war das Viertel Treffpunkt der Künstler der „Belle Epoque“. Picasso, dem durch die Bekanntschaft mit dem Kunsthändler Kahnweiler und den Geschwistern Stein plötzlich der Erfolg lachte, konnte es sich leisten vom Vorort in die Stadt umzuziehen. Der gesamte Tross der Erfolglosen folgte ihm!

Es waren aber nicht nur Spanier wie Picasso oder Italiener wie Modigliani die sich in Paris ansiedelten. Aus dem Osten kamen Polen, Russen, Slawen und nach dem ersten Weltkrieg war das brodelnde Paris, in dem es keine Tabus gab, für die Amerikaner „the place to be“. Scharenweise kamen sie über den Atlantik und sahen sich als Maler, Dichter oder Schriftsteller. Zuhause hatten sie jemanden, der ihnen monatlich ein paar Dollars schickte, genug für ein Leben mit täglichen Exzessen und Feiern – am Rande der Pariser Bourgeoisie. Die Amerikanerin Gertrude Stein, die schon 1903 endgültig nach Paris übersiedelte und eine der größten Kunstmäzenin überhaupt werden würde, versammelte sie in ihrem wöchentlichen Salon in der Rue de Fleurus 27. Sie und ihr Bruder Leo konnten es sich leisten, diese Horde von interessanten Künstlern und Mitläufern durchzufüttern, hatten sie doch ihren Bruder Michel und seine Frau Sarah, die reich genug für alle waren. Nicht wegzudenken aus der Gruppe ist der italienisch-polnisch-französische Poet Guillaume Apollinaire. Er stieß 1905 über Picasso zu den Avantgarde-Künstlern und begleitete sie forthin und wurde ihr Kunstkritiker.

Mit dem Wall Street Crash von 1929 sind dann allerdings die Zahlungen aus der Heimat ausgeblieben und tausende von Amerikanern mussten wieder zurück in die Depression, viele begingen Selbstmord. Nur Josephine Baker ist geblieben, Französin geworden. Sie würde sich später in der Résistance organisieren. Hemingway ging nach Spanien und kämpfte von 1936-1939 im spanischen Bürgerkrieg und schrieb anschließend „Wem die Stunde schlägt“.

Modigliani, Soutine, und die anderen „verdammten“ Künstler gehörten also zu den Rotonde-Besuchern, aber zur anderen Fraktion, zu denen, die den Kubismus ablehnten und ihren eigenen Weg gingen. Ihre Diskussionen drehten sich um die Frage « Was ist Schönheit » ? « Wer kann schon im Vornherein festlegen, dass Dinge schön oder hässlich sind? Man muss lernen, das zu lieben, was man bislang hässlich fand. Ihre Demarche war, die Ästhetik der Dinge neu zu erfinden bzw. deren Betrachtungsweise zu verändern. 

Bis zum 6. April 2014 ist die Ausstellung noch zu sehen.

Christa Blenk

 

Portraits

Schirin Fatemi – für KULTURA EXTRA

Nestor Boscoscuro - für KULTURA EXTRA

June Papineau – Installationskünstlerin für KULTURA EXTRA

Helena Aikin – walkable labyrinths für KULTURA EXTRA

Christa Linossi  – Fotokünstlerin

Tiziana Morganti  – Künstlerin für KULTURA EXTRA

Paco Barón – Bildhauer

Gerardo Aparicio – spanischer Künstler

 Antonio Passa

Riccardo Santoboni – Komponist

Guillermo Lledó – Minimalist

Paola Romoli Venturi

Cristina Crespo

Schirin Fatemi

Anne Haybel – comedienne

Antonia Bosco – Mezzo / comedienne

Ulrike Brand – Cellistin

Giuliana Morandini – Schriftstellerin

Marcello Nardis – Tenor

Elzbieta Sikora – compositeur contemporaine

Isabelle Huchet – Scénographe et Romancière

 

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Vuelta a Bruselas abril 1992

Voy a empezar a incluir imágenes de la cochambre española opuestas a las de los monumentos, discurriendo Christa y yo por la inmensa la pelada planicie de Castilla- Norte llenos de imágenes bellas, pero también terribles de la siempre bifronte España. Christa piensa enseguida en un futuro libro de paisajes contradictorios, crítico pero sin necesidad de ir a buscar la mierda con lupa. Una aventura visual interesante. La entrada en Madrid de apoteosis. Ya no estábamos acostumbrados a la masa de coches, al trafico, a la lucha violenta por encontrar un hueco de aparcamiento en las calles de la ciudad.

Muy cansados por la tarde. Me leo el extraño texto sobre Kurt Althusser en el País que recorto para comentar mas tranquilo en Bruselas.

Vienen ya por la noche a casa Paco Barón y su hija para cobrar una escultura que nos dio el otro día y que he vendido a mi alumna, también Irmi pasa por aquí un rato y por fin Guillermo y Margarita para traer más serigrafías y dibujos que intentará Christa vender en Bruselas.

 

25 de abril 1992 – sábado

Vuelta a Bruselas abril 1992 dans Ideario/diario EST-150x150

En ruta, Estella, Pamplona, Biarritz

Sol, calor saliendo de Madrid

Ni siguiera sabemos si iremos directos a Bélgica o haremos noche en carretera.

Nos encaminamos al fin hacia Logroño desde Burgos con la intención de dormir en Estella (o en Pamplona) y mañana cruzar los Pirineos hacia Mont de Marsan.

Muy bonito el paisaje de tierras rojas entrando a la Rioja. Región de monasterios que no tenemos tiempo de ver. Relativamente arbolada para la media de desprecio español de bosque. Poblachones feos y detestable descuido – como en el resto de España.

Primera parada: Monasterio de Irache

Benedictino enclavado en una hermosa zona montañosa de medianas dimensiones. Zona completamente Carlista. De finales del siglo XII con un claustro plateresco. Cerrado, ningún tipo de información de horarios al interesado. Nos acercamos a Estella, que fue la capital de los carlistas y donde vivió el pretendiente.

Aparcamos frente al llamado palacio de los reyes de Navarra, uno de los pocos edificios románicos civiles que estan en pie en Europa. Todo cerrado: La digestión de los españoles es sagrada.

Por encima, la violenta iglesia de San Pedro la rua con preciosa puerta gótica y imponente torreón militar abierto con un rosetón. Luego iremos a verla.

Nos sentamos a tomar café en la plaza de los fueros. La ciudad está vacía. Muy deteriorada la parte vieja, aunque en restauración, me gusta. Aunque me temo que mientras no se restablezca el comercio, es difícil que cobren vida las calles, de grandes casonas de hasta cinco pisos con escudos, amplios aleros.  Deterioro del barrio antiguo. En el puente sobre el rio Ega, casas a los dos lados a punto de venirse abajo. El paro de la región y del país vasco, cocedero para Eta. Ninguna idea de lo que es el turismo moderno. Todo cerrado. Al fin, sin ninguna indicación subimos por una escalera y logramos ver a claustro de San Pedro, el medio claustro que queda y descorazonados, nos largamos a otra parte. Su España no sabe aún lo que es el valor del Turismo.

Puente de la Reina, muy cerca de Estella que ni siguiera aparece en la guia Michelin, armonico y muy cuidado pueblo en su totalidad.

Pasada Pamplona que me ha parecido una ciudad hermosa y muy limpia – casi de lujo – hemos seguido de los pueblos pirineos navarro donde la limpieza de los pueblos está en armonía con la vegetación que se hace alpina desde Pamplona. Comiendo simplemente chistorra y croquetas en un bonito caserío vasco he podido comprender que haya locos del estomago capaces de vivir a función de la comida y sin preocuparse de desplazarse a donde sea con tal de comer bien.

Bosques de hayas y robles en el puerto de Velata de majestuosa belleza y en el que hombre y naturaleza no parecen hacerse la guerra.

Cuando ves una zona bien entretenida y cuidada, coherente con la tradición te preguntas porque es tan difícil en otras zonas. Cuando los arquitectos meten sus narices en la arquitectura resulta la desolación.

Dormimos en Biarritz. El mar está violentísimo.

a venir

Próximamente se pueden leer artículos escritos por Emanuel Borja (sobre Chillida, José Planes, Gerardo Aparicio, Guillermo Lledó, Paco Barón, Orcajo, von Reiswitz, arte primordial, Barbadillo, Sempere, Lucio Muñoz etc) des los años 70/80 publicados en las revistas « TA », « Critica de Arte », « Guadalimar », « Batik » y otras en el nuevo site web « opera-bis ».a venir dans Ideario/diario PB-studio-150x150

Abril 1992 – Camarma – Alcalá

15 de abril  – Despejado y primaveral.

Hoy pienso comprar libros y luego iremos a ver a Paco Barón.

En la Casa del Libro – tantos estantes sin que mi nombre figure entre los autores. A veces la larga paciencia se hace difícil de soportar.

Nos acercamos hasta Camarma, a la increíble casa de Paco con quien comemos lo que nosotros traemos (de otra forma correríamos el peligro de intoxicacion). Calor al sol aunque hay nubes de vez en cuando.

Las horas que pasamos con Paco son especiales. Rodeados de una inmensidad acumulada de piezas en proceso de realización, a medio hacer. Enormes piedras entre las que ahora estoy sentado. La casona cada día más llena de objetos. Un dibujo pasmoso al que ya me referí en este diario viendo un profeta de Chagal. Material oxidado, detritos, la limpieza blanca de algún mármol, bronces para la venta, pequeños múltiples. Grandes maderas. Un tronco impresionante, medio quemado a un lado, sostenido por un eje como a dos metros de altura. Se oculta el sol. Entre las grietas de un trozo de granito crecen decididas y tímidas ….. Soledad la de Paco. Una vida inacabable de lucha contra todos y contra si mismo. El manierismo acechando, la obra maestra inalcanzable pero superada por su forma de vivir. Toda su casa es su obra.Abril 1992 - Camarma - Alcalá dans Ideario/diario CAMARMA-150x150

Nos acercamos después un rato a Alcalá de Henares. Es difícil explicar la hermosura de la luz que hoy envuelve la plaza, y la esplendida fachada de la universidad.

« Beltenebros » de Pilar Miró, según la novela de Muñoz Molina. Una película tan absurda, desmedida y tonta que causa risa.

Les dessins primordial de Paco Barón

 

Les dessins primordial de Paco Barón dans Art dibujosPaco-010-150x150dibujosPaco-002-150x150 dans ArtdibujosPaco-007-150x150dibujosPaco-013-150x150dibujosPaco-014-150x150dibujosPaco-019-150x150dibujosPaco-020-150x150dibujosPaco-009-150x150

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Les pages les plus visitées en 2011

Les pages les plus visitées en 2011 CHAP-8-34-BD-VOTH-150x83 Hannsjörg Voth   P1030593-150x112 Didon et Enée (Opera)

Paco-campo-150x101  Paco Barón   fashion-117x150 Véronique Pettit Laforet

Cesar Borja fotoschrista-075-150x112        Helena Aikin 19-04-10_1927-112x150

les textes du blog en espagnol Winter-150x99 (premier)             

              bellamine_Vernissage_5-33792-150x100Fouad Bellamine (happening à Rabat)            glledo.-egam-09-22-150x97 Guillermo Lledó

Têtes rondes, têtes pointues  gerardo5-150x108Gerardo Aparicio       Mort à Venise DSCF1247-150x112 (Opera Côté Choeur)

 

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En casa de Paco Barón 31.03.1991 / vuelta a Bruselas

No es la casa de un escultor sino toda ella una escultura ….

La vida de Paco no es la de un escultor productor de obras contínuas, sino una obra inacabada contínua, un vertedero y una creación.

Casi asusta la vida de solitario de Barón. No hay piezuas terminadas en el estudio de Paco. Muchas de sus obras son incluso horrorosas. Hay que mirar sus proyectos inacabados. Todo es obra. Nada parecido a lo que realiza este hombe. Nada tan dificil de desciribr como el universo de esta casa.

en casa de Paco Barón (foto: cb) paco1.jpg

Salimos de viaje para Bruselas con un día más templado y soleado que estos de atrás.

A Paco no hay por done cogerlo como escultor, se escapa a toda clasificacion.  Nunca acabara sus verdaderas esculturas. Lo que acaba le queda siempre manierista,   ..y el lo sabe. Por eso deja las obras en manos de las incidencias del tiempo, sus verdaderas obras son las no acabadas …..

Una vida satisfecha consigo mismo. Nunca apresurado ni nervioso. Ritmo lento de apisonadora. Pensar con las manos, no con la cabeza.

                                

 

Paco Barón

Francisco Barón (Madrid, 1931-2006), que instaló su primer taller de escultura a los 14 años, ingresó en 1949 en la Escuela de Bellas Artes de San Fernando y terminó sus estudios en Londres y Nueva York.

Paco Barón pacob2-150x150paco1-150x150pacob3-150x150 Fotos: fondos de Emanuel Borja (para el catalogo)

Escultura en bronce:

PB-001-150x150PB-003-150x150PB-004-150x150

Paco Barón - dibujos
Album : Paco Barón - dibujos

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Cesar, Paco y Emanuel en el estudio
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Esculturas en el jardin

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Irmi Feldman y Paco Barón

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dibujo

Marzo 1991:… extracto del diario

PACO2-150x150 PBARON-150x150

Vamos a visitar (a comer con Paco Barón) en la casona de Alcalá con Christiane B. …

pacocampo.vignette

rojo en el campo

Increible siempre Paco. Una fuerza de la naturaleza. Me cuenta mientras estamos visitando dependencias de esta enorme casa que como tiene atràs une enorme grua-puente capaz de mover muchas toneladas (hasta 7) . Piensa enterrar en el suelo bloques de hierro con cortes que despues de fijados y anclados en el suelo y calentados hasta el rojo con fuego, intentará « estirarlos » con la grua para experimentar asi con los resultados. Me siento al sol un moment para intentar expresar este momento y este sitio tan fuerte.

No es la casa de un escultor sino toda ella una escultura donde  … Paco en cada rincón. La vida dePaco no es la de un escultor productor de obras contínuas sino una obra inacabada continua, un vertedero y una creación.  Casí asusta la vida de solitario de Barón.  …..

Portrait – en alemán

 

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