Archives pour la catégorie Eborja

Blog Highlights 2016 : Musik und Kunst im Rückblick

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Labyrinthe, Geburtstage, unheimliche Träume und Alpträume, eine Kirche in der Toscana, eine bretonische Insel, ein Atlantis in der Nordsee, eine Rhein-Reise, schräge Musik und andere, Tim Burton und Torten, Theater unterm Dach und Off Off, mexikanische Totentänze und römische Geschichte, zwar nicht postfaktische aber postidentische Zustände, ein Elch-Blues und ein Umzug …… und um noch viel mehr geht es in den Highlights 2016!

Aber sehen Sie selber.

 

Enzo Fililetti Mit einem außergewöhnlichen Konzert zum 111. Geburtstag von Giacinto Scelsi hat der Januar das neue Jahr eingeleitet. Das wunderbare kammermusikalische Hauskonzert in Anwesenheit der vier zeitgenössischen italienischen Komponisten, Giorgio Nottoli, Mauro Cardi, Giuseppe Silvi  und Michelangelo Lupone  fand in der  Scelsi Villa in Rom statt. Wir sind eher durch einen glücklichen Zufall darauf aufmerksam geworden. Der Saxophonist Enzo Filippetti (Foto) spielte u.a. Werke von Scelsi, aber auch von anderen zeitgenössischen Italienern. Was für ein Abend!

helenaerklärt Zerebrale Geoden, Pentagramme, Labyrinthe und primordiale Fruchtbarkeitssymbole stellte Helena Aikin im  Januar 2016 im Museum für populäre Kunst im Madrider Altstadtviertel La Latina in einer ehemaligen Corrala (dort wo vor 100 Jahren die Zarzuelas aufgeführt wurden) aus. Die Sammlung dieser faszinierenden Labyrinthe, die sie in den letzten Jahren gesammelt, konzipiert und nachgebaut hat wurde übrigens  später  im Jahr – ebenfalls mit großem Erfolg -  in der UNO in Genf gezeigt.

Abgesehen davon, dass sich Madrid schon deswegen lohnt weil dort die Künstler Cesar Borja, Gerardo Aparicio und Guillermo Lledo wohnen und es immer ein Vergnügen ist, ihre letzten Areiten zu entdecken, war er Ausflug in der Welt der Labyrinthe sehr spannend. Die Königin der Radierungen, Natividad Gutierrez, ist leider dieses Jahr verstorben. In Natis Werken vereinen sich auf der einen Seite die Vegetation ihrer Heimat, der Karibik, sowie ein Licht, das es nur in Madrid gibt.

In der Serie My Virtual Gallery gibt es außerdem Kurzportraits von vielen anderen Künstlern.

IngresEin Besuch im Prado darf natürlich bei einem Madrid-Aufenthalt nicht fehlen. Dort fand gerade eine sehr umfangreiche und sehenswerte Ausstellung von Ingres Gemälden statt.. Gegenüber auf der Madrider Museumsmeile, im Thyssen Museum, gab es eine umfangreiche Expo mit Gemälden von  Munch zu sehen.

P1280537Emma Dante, die wir im letzten Jahr mit Henzes Kurzoper Gisela in Palermo erlebt haben,  inszenierte eine Cenerentola und wie immer bei ihr ist man vollkommen perplex und überrascht. Diesmal waren die Kleider der Darsteller  mit kleinen Sahneschnittchen zu verwechseln.  Die Oper Rom hat Rossini aber noch ein zweites Mal  gehuldigt mit  einem sehr gewöhnungsbedürftigen Barbier von Sevilla in Form von Grusel-Ideen à la Tim Burton. Ausgezeichnete Sänger und viel Applaus. Vor 200 Jahren wurde Rossinis Barbier im Teatro Argentina in Rom uraufgeführt.

Die Oper Bonn hingegen glänzte mit einer witzigen Cosi fan tutte.

Traviata-Dorothée Lorthiois Auch mit großer Oper beschäftigte sich das französische Ensemble Opera Coté Choer in Paris. La Traviata, mutig und ganz anders. Brechend voll der Espace Pierre Cardin und es gab viele Vorhänge. Die Übersetzung von Jean-Noel Pettit folgt hier: La Traviata (version française).

 P1280710 Auch in Paris gab es eine Mammutausstellung von Anselm Kiefer im Centre Pompidou. Allein schon wegen dieser Schau hätte sich die Reise nach Paris gelohnt. Einfach großartig! Kiefer ist ein großartiger und einzigartiger Künstler, der immer ein wenig weiter geht als die anderen!

Ostia teatro Beeinflusst von Jean Cocteaus Antigone (so gesehen die Fortsetzung der Geschichte nach dem Ende von Ödipus), befasste sich der  große Igor Strawinsky zehn Jahre nach dem Sacre du Printemps-Skandal ebenfalls mit der griechischen Tragödie und arbeitete ab 1925 am Oedipus Rex.  Arien, Duette und Choreinlagen wechseln sich ab. Die Texte sind in Latein und die erklärenden Passagen wurden von einem Sprecher vorgetragen.

goethe-josefstiehler1828 Die Italienreise von Goethe ist vor 200 Jahren zum ersten Mal veröffentlicht worden (30 Jahre nach seiner Reise!). Die Casa di Goethe hat aus diesem Anlass eine Veranstaltung der Serie Incontri romani dem Geheimrat vom Corso gewidmet. Mario Fortunato und Jan Koneffke haben dazu aus ihren Geschichten über und für Goethe vorgelegen.  Unter diesem Motto haben noch viele andere interessante Abende dort stattgefunden.

Mit Rom und Italien beschäftigt sich auch die  Künstlerin Schirin Fatami. Sie lebt in Rom und in Hannover und man sieht es ihren Arbeiten an, wo sie entstanden sind.

image001 Der kolumbianische Maler Botero ist sehr bekannt aber längst  nicht Jedermanns Sache – auch meine nicht! Vor ein paar Jahren hat er sich nun den Kreuzweg Christi vorgenommen. Dieser war im Frühjahr im Palazzo delle Esposizione in Rom zu sehen. Botero via crucis

Paula Modersohn-Becker wurde im Frühjahr im Pariser Museum für Moderne Kunst gezeigt. Die ausgezeichnete Schau mit über 120 Bildern und Zeichnungen dokumentiert acht oder neun sehr intensive Jahre auf einem (vorzeitigen und rasenden) Weg in die Moderne. Die Briefe aus Paris an die Familie, an Ottos Eltern oder an ihren Mann Otto Modersohn, sind eine einzige Liebeserklärung an Paris.

P1300056 Einen Geburtstagswalzer, einen Tango und noch mehr gab es im österreichischen Kulturinstitut in Rom, welches schon einmal Hans-Werner Henzes 90. Geburtstag am 1. Juli vorfeierte. Das  Cimarrón Ensemble Duo , Christina Schorn und Ivan Mancinelli,  interpretierten u.a. Werke von Hans-Werner Henze (1926-2012), Luca Lombardi  (*1945) und Astor Piazzola (1921-1992).  Miriam Meghnagi hat im selben Kulturinstitut ein paar Wochen später  sehr bewegende Lieder aus Theresienstadt vorgetragen.

La sete di Christo
La sete di Christo ist eine CD des römischen Ensemble Concerto Romano und hat  Anfang Februar 2016 den klassischen Musikmarkt erneut um ein vor-barockes und seltenes Schmankerl bereicherte. Außerdem gab es später im Jahr eine glanzvolle Aufführung von Stradellas San Giovanni Battista, eine wunderbare barocke Preziose, die Stradella selbst wohl als sein bestes Werk bezeichnete. Kein Wunder also, dass Händel und die späteren Zeitgenossen stark beeindruckt waren und in diesem Stil weiter machten. Aber auch das Luther Reformationsjubiläum haben sie sich zum Thema gemacht und eine interessante CD herausgebracht. Klang der ewigen Stadt zu Luthers Zeiten.

Giovanni Battista Pergolesis (1710-1736) Stabat Mater gehört sicher zu den meist gespielten Kirchenmusikstücken überhaupt. Viele große Stars und Musikensembles haben es gesungen und gespielt und die Erwartungshaltung des Publikums ist dementsprechend groß. Concerto Italiano hat es im März aufgeführt und es gab keine Enttäuschung!

Symbolismus Anfang März hat es in Mailand zwei Tage ohne Unterbrechung geregnet und wir haben viel Zeit in Museen verbracht. Mit dabei natürlich das letzte Abendmahl (Cenacolo) und die Pieta Rondanini sowie eine  umfangreiche Ausstellung über den Symbolismus. Für die Ausstellung Alphonse Mucha war die Schlange zu lang, diese konnten wir aber ein paar Wochen später in Rom sehen.

Im April hat der große Pappano Tschaikowskys Fünfte und Strawinskys Psalmensymphonie im Auditorium dirigiert; sowie eine überarbeitete Fassung von Riccardo Panfilis l’Aurora probabilmente. Panfili hat dieses kurze, aber sehr heftige und aufregende Opus posthum dem großen deutschen Komponisten Hans-Werner Henze (1926-2012) gewidmet.

P1300463 Paola Romoli Venturi ist eine außergewöhnliche römische Künstlerin. Ihre happenings haben wir nie verpasst! Im April in Trastevere hat sie ihre neuesten Arbeiten präsentiert. Ad pineam - Licht und Wind kamen wie bestellt und ließen ihre zarten Tücher tanzen. Auch auf eine weitere Veranstaltung mit ihr und weiteren italienischen Künstlern möchte ich gerne hinweisen.  TraNsfusioni#4 (das ist die italienische Version)

P1300712 Der grüne Traum ist ein deutsch-italienisches Wanderprojekt, an dem sich Künstler, Musiker und Dichter beteiligen. Dieses Jahr waren das u.a. Silvia Stucky, Beate von Essen, Lello Torchia, Maria Semmer  und  viele andere  die in der bezaubernden Villa Gregoriana bei Tivoli ihre Arbeiten zwischen Ruinen und Vegetation installierten, die man bei einem Spaziergang durch den Park entdecken konnte.

Mit Natur befasste sich auch eine Ausstellung im Archäologischen Museum in Neapel. Mito e Natura behandelte Mensch und Natur anhand von umwerfenden Fresken von Lustgärten oder Episoden aus der griechischen Mythologie.

P1320594 Ein anderer Entdeckungspaziergang führte uns zum Lungotevere, wo sich William Kentrich mit seinen Mammutfresken  “Triumphs and Laments” verewigte.  In sechs Monaten hat der südafrikanische Künstler und Theatermann William Kentridge auf über 500 Meter am Tiberufer zwischen Ponte Sisto und Ponte Mazzini (Piazza Tevere) die Geschichte Roms in 80 übergroßen Figuren wild durch die Jahrhunderte portraitiert. Später, im Sommer in Berlin, gab es passend dazu die Ausstellung No it is im Gropius Bau.

Mit dem Rhein hat sich sich eine Ausstellung in Bonn beschäftigt. Eine europäische Flußbiografie hat die Bundeskunsthalle aufgezeichnet und der Besucher  reist von der Quelle bis zur Nordseemündung dieses stolzes Stromes.

fff Das Fast Fortward Festival fand dieses Jahr zum ersten Mal statt. Zeitgenössische Musik wurde hier zwei Wochen lang aufs intensivste aufgeführt und präsentiert – in allen bedeutenden Theatern Roms. Eröffnet wurde es mit Heiner Goebbels Schwarz auf Weiß  das  er vor über 20 Jahren für und mit dem Ensemble Modern konzipierte. Deshalb kann es auch nur von diesem Orchester aufgeführt werden.  Bis jetzt kam es ca. 100 Mal zur Aufführung u.a. in Berlin, Brüssel. Dresden, Paris, Sevilla, Luzern, Taipeh, Moskau, Wien, Prag, München und Salzburg und fast alle Beteiligten sind schon seit der Uraufführung 1996 im Frankfurter Bockenheimer Depot mit dabei. Es ist Nacht und die Sieben sitzen in einem hohen Saale in der Stadt Ptolemais. Es wird zwar nicht extra erwähnt, aber wir wissen es trotzdem: sie können nicht entkommen, sie sind isoliert. Einer von ihnen, der junge Zoilus, ist schon tot.

Proserpina von Wolfgang Rihms war ebenfalls Teil dieses Festivals. Rihm kam extra dafür nach Rom und begleitete diesen großartigen Ausklang des ersten aber schon recht erfolgreichen Festivals. Hoffentlich wird es weitergehen.

P1320737 Die Stipendiatin der Casa Baldi in Olevano Romano, Antonia Low, präsentierte im Frühjahr im Palazzo Altemps in Rom ihre Installation « Status of Lost Imagery ». Hierbei ging es um die Bombardierung des Palmyra-Museum. Low hat ein Zeitungsfoto von der Verwüstung des archäologischen Museums vergrößert und dieses gepixelte Bild auf Stoff gedruckt.  Mit Schutzschuhen durfte  man die Ruinen betreten, das heisst sich über und in  ihnen bewegen. Spannende Ruinenbegehung!

Isabella Ambrosini hat mit dem Orchestra Roma Tre im Mai die  Cavalleria Rusticana im Palladium aufgeführt. Dieser Artikel ist in italienischer Sprache. 

P1000187 Dido und Aeneas in Montepulciano  war eines der großen Ereignisse oder vielleicht sogar das Hauptereignis dieses Jahr beim Cantiere in Montepulciano. Regie führte  Michael Kerstan. Mit wenig Mitteln und ausgezeichneten Solisten, unterstützt von einem perfekten Chor und dem diskreten Modus Ensemble Roma unter Mauro Marchetti, haben die Protagonisten das Publikum im Tempio di San Biagio – der übrigens auf einen Bauplan von Bramante zurückgeht und ein perfektes Beispiel einer römischen Basilika ist – regelrecht verzaubert.

Und dann hieß es:

Addio Roma (hinter den links verbergen sich drei Rom-Spaziergänge)

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und Hallo Berlin

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Hier hat  uns nicht nur italienische Sonne empfangen sondern auch eine  Velazquez Ausstellung!

 

csm_42_ESDO_Katalog_b88a2f60afEl Siglo de Oro. Die Ära Velázquez – Dunkel und furchterregend ist sie, die Malerei dieses Goldenen Zeitalters in dem herrschsüchtigen, strengen und selbstsicheren Spanien, wo es nicht viel zu lachen gab. Die Protagonisten auf den Bildern dieses kulturell so starken Jahrhunderts strahlen keine Freude oder Leichtigkeit aus. Direkt aus dem Manierismus herausgerissen, überbetont, streng ist sie noch lauernd vorhanden, la Santa Inquisición(die heilige Inquisition).

blick in den GartenDer August hat sich von seiner besten Seite gezeigt und das Einleben in Berlin recht leicht gemacht. Ein  Ausflug an den Wannsee, wo sich der Maler Liebermann einen Sommersitz errichtet hatte, war gerade richtig: Max Liebermann (1847-1935) gehört zu den wichtigsten deutschen Wegbereitern der Moderne. Von Anfang an hat er gegen die Akademiker gekämpft und mit der Gründung der Berliner Secession, bei der er eine wichtige Rolle gespielt hat, die Hauptstadt in den künsterlischen und kulturellen Vordergrund gerückt – er selber ist dann aber irgendwo auch zwischen Biergärten und Portraits stecken geblieben. Geboren im Zentrum von Berlin wo heute das Liebermann-Haus steht (in dem eine Ausstellung über Harry Graf Kessler zu sehen war) hat er sich 1909 ein Sommerhaus am Wannsee bauen lassen. Sein „Schloss am See“, wie er es nannte. Mit Anfang 60 hat er sich gerne hierher in die Ruhe zurück gezogen und über 200 Gemälde sind dort entstanden. Ab 1914 bis zu seinem einsamen Tod 1935 verbrachte er viele Monate dort. Von den Nationalsozialisten verfemt, zwangen diese seine Witwe Martha 1940 zum Verkauf des Hauses. Sie entzog sich 1943 durch Selbstmord einer Deportation. Nach dem Krieg allerdings ging das Haus an die Erben zurück, die es an die Stadt Berlin verkauften.

P1000285Emil Nolde – Der Maler  – Aufdringliche Farben und Nordlicht. Emil Nolde (1867 – 1956) malte mit den Fingern und Händen, ein Pinsel reichte nicht, um diese grelle Leidenschaft auf die Leinwand zu bringen. Ein krasser Gegensatz zu der weiten und unendlichen nicht immer farbigen Welt an der Frieslandküste. Naturgewalt, Einsamkeit, Legenden und gruselige, übertriebene Bauern- und Seemanns-Geschichten, die man sich nach Sonnenuntergang mit Gänsehaut zu erzählen pflegte, hat Nolde auf die Leinwand gebracht und uns ins Gesicht geschleudert.

P1000585 Wolfgang Rihm hatten wir ja beim FFF in Rom mit Proserpina gehört und erlebt. Da war es natürlich klar, dass wir uns Tutuguri nicht entgehen lassen würden. Das Berliner Musikfest wurde damit eröffnet.  Alles muss haargenau in eine tobende Ordnung gebracht werden (Antonin Artaud 1947) . Französischer Surrealist trifft auf mexikanische Totentänze und Rihm macht die Musik dazu. Das klang gut und verheißungsvoll: aber es ist noch viel viel mehr! Es ist ein Erdbeben, ein musikalischer Horror-Tsunami, ein götterdämmernder Phönix-Weltuntergang!

P1010069 Die Kantorin der Kirche zur frohen Botschaft in Berlin-Karlshorst, Beate Kruppke, dachte sich zum 150. Geburstag von Eric Satie und zum 25. Todestag von Olivier Messiaen etwas ganz besonderes aus. Sie stellte ein ungewöhnliches Orgelprogramm zur Ehren der französischen Freigeister und  zur Aufführung auf der Amalienorgel in Karlshorst zusammen. Der Dritte im Bunde war ein weiterer Franzose, der Komponist César Franck (1822-1890).

postidentischeslebenGroßartig der erste Besuch in der Neuköllner Oper . EINE SPEKULATION ÜBER DIE FREIHEIT. Welcome to the office for postidentical living - Shape – edit – customize: Der Erfolgreiche muss sich optimieren, sich abgrenzen, besser sein, fit sein, digital sein, angepasst-unangepasst sein, seine personelle Identität pflegen und diese ausbauen, um vielleicht in einer kollektiven Identität heimlich Unterschlupf zu finden. Unsere Identität unterscheidet uns von den anderen, macht uns einmalig. Aber wozu brauchen wir das? Was brauchen wir überhaupt? Wissen wir was wir wollen? Stylen, shapen, bloggen, sich selfen, bewundert werden. Wie anstrengend, diese permanente Überforderung dem uns gebotenen information overflow gerecht zu werden: Nur wer das alles nicht (mit)machen muss, kann frei sein.

P1000693Das Büro für postidentisches Leben hat also die Antworten und Lösungen. Aber KAP HOORN, eine witzige Aufführung im Theaterdiscounter, vermittelt den  Jahrmarkt der Wünsche und Träume .  Aber was hat Napoleon mit Aschenputtel zu tun? Sehen Sie selber!

Ausstellungsplakat Der Golem, diese berühmteste Legendenfigur der Kabbala, ist ein seelenloses Wesen aus Lehm oder Sand. Er wird durch Rituale oder geheime Buchstabenkombinationen von einem Menschen zum Leben erweckt und ist mit übermenschlicher Kraft ausgestattet. Das Jüdische Museum hat ihm eine sehr interessante Ausstellung gewidmet.

P1010005Die Stadt Weimar war 1999 Europäische Kulturhauptstadt. Das war für den derzeitigen Chef des Berliner Staatsballetts, Nacho Duato, die Gelegenheit, Johann Sebastian Bach zu huldigen. Mit Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere hat er auf ganz besondere Weise Person und Werk dieses einzigartigen Komponisten gewürdigt. Er hat Bach auf die Bühne und ins Zentrum des Geschehens geholt.

P1000911 Siegfried Lenz ist 1926 als  Sohn eines Zollbeamten in Ostpreußen geboren. Mit 42 Jahren hat er seinen wichtigsten und einen der bedeutendsten deutschen Nachkriegsromane, Deutschstunde, veröffentlicht. Bei Deutschstunde geht es um Pflicht, Schuld, Macht, Freundschaft und Verlust und um das Nichtentkommen der Geschichte. Das Ensemble hat es aufgeführt. Aber auch die traditionelle Peymannsche Mutter Courage und ihre Kinder hat uns sehr gut gefallen.

Mauer-cmb-klein Traum, Nacht, Alptraum – Ian Bostridge erzählt von  Kriegen, Nachteulen und Meeresungeheuern. Mit Träumen, Natur und Illusionen hat sich in diesem Jahr auch die österreichische Künstlerin Christa Linossi beschäftigt.

100 Stuehle (1)Am 1. November 2016 feiert der Hamburger Bahnhof seinen 20. Geburtstag. Er entstand als  weiteres Haus der Nationalgalerie und dort werden während der Umbauarbeiten der Neuen Nationalgalerie abwechselnd Werke des deutschen Expressionismus – wie zurzeit Ernst Ludwig Kirchner HIEROGLYPHEN  – gezeigt.   Eine der besten Ausstellungen überhaupt mit Arbeiten von Carl André war 2016 im Hamburger Bahnhof zu sehen. Aber auch das Thema Kapital hat das Museum beschäftigt. Hier der Bericht.
AusstellungsplakatUnheimlich war der Titel der Ausstellung im Kunstmuseum in Bonn, die zur Zeit noch in Bonn zu sehen ist (bis Januar 2017). Unheimlich bedeutet schauerlich, gruselig oder furchterregend. Der Titel ist deshalb nicht sehr aussagekräftig, denn hier geht es auch viel um Angst und Einsamkeit, um Unwohlsein, um Hinweise auf Gewalt, versteckte und offensichtliche und um Traum und Wirklichkeit. Kein Entkommen, Dinge, Totenhaus, Alpträume, Einsamkeit, die Anderen,  Verschwinden, Tatorte sind die Schlagwörter und in diese ist die Ausstellung unterteilt.

P1040281 Bei der Geisterbraut ging es auch unheimlich zu. Diese  opernhafte und selten aufgeführte spätromantisch-wagnerianische Ballade von Antonín Dvořák (1841-1904) wurde  aus Anlass des 175. Geburtstags  dieses böhmischen Komponisten von der Berliner Singakademie und dem Konzerthausorchester unter Achim Zimmermann im Konzerthaus in Berlin aufgeführt. Isabelle Faust hat mit Werken von Luigi Nono  in der Philharmonie ebenfalls bella figura gemacht.

P1010413Der Britische Blick: Deutschland – Erinnerungen einer Nation. Mit dem Deutschlandbild der Briten hat sich diese Ausstellung beschäftigt, die auch uns so einiges über uns beigebracht hat. Deutschland? Aber wo liegt es? Ich weiß das Land nicht zu finden(Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller, Xenien, 1796)

maulwerk Maulwerker -  Lautdichtungen und Sprechduette hat sich in einer Veranstaltung organisiert durch KONTRAKLANG im Heimathafen präsentiert. Gerhard Rühm, der bei der gestrigen Performance im Heimathafen Neukölln persönlich anwesend war, ist einer der bedeutendsten Künstler, ein Tausendsassa oder Wunderwurzi wie die Österreicher sagen. Er ist Schriftsteller, Lyriker, Schauspieler, Komponist, Performancekünstler, Maler und Poet. Er Gedichte oder Lautdichtungen aus seinem Repertoire vorgetragen – allein und Sprechduette er mit seiner Frau, der Musikpublizistin Monika Lichtenfeld. Dass er 86 Jahre alt ist würde man nicht vermuten. Temperamentvoll und witzig, ein einfallsreicher Sprachkünstler und Grenzgänger zwischen Noten, Buchstaben und Sprachexperimenten.   Kontraklang hab ein paar Wochen später das anstrengende aber sehr interessante Konzerthappening « Nach Kagel » - auch wieder im Heimathafen Neukölln organisiert. Und hier ging es um Sprechmusik, Peinlichkeit, Heilkräuter und um einen heiseren Wanderer! Lesen Sie selber!

P1010457Terpsichore, Liebesgötter und kalte Schönheiten. Der italienische neoklassizistische Künstler Antonio Canova (1757-1822) zählt zusammen mit dem Dänen Thorvaldsen zu den bedeutendsten Bildhauern seiner Zeit. Das Bode-Museum hat ihm diese Ausstellung über den Tanz ausgerichtet – mit dem schönen Titel:  Canova und der Tanz!

P1010502 Il Triunfo dem Tempo e del disinganno von Georg-Friedrich Händel zählt schon seit langem zu meinen Lieblings-Händel-Kompositionen. In diesem Stück hat er sich auch eine Rolle gegeben und deshalb wird er zur Sonata im ersten Teil er als anmutiger Jüngling an der Orgel (Thomas Guggeis) begleitet von Corelli an der Geige (Wolfram Brandl) ins Restaurant geschoben. Wunderbare Aufführung im Schillertheater! Viel Applaus für alle aber vor allem für das Vergnügen!

P1010637 Reden ist nicht immer die Lösung - meint Omer Fast in seiner im Rahmen des Programms „Immersion. Analoge Künste im digitalen Zeitalter“ im Martin-Gropius Bau organisierten Ausstellung, bei der sieben Filmprojekte von ihm gezeigt wurden. Der israelisch-amerikanische Videokünstler verarbeitet in seinen Projekten Krieg, Gewalt, Sex, Erziehung und Zusammenleben.  Und hier erwähnte ich Clemens von  Wedemeyer ; der  so ähnliche Geschichten in Hamburg erzählte.

P1010662 Die Europäische Akademie für Musik und Darstellende Kunst Palazzo Ricci ist ein bedeutendes deutsches Kulturprojekt in Italien, das sich vor allem der Musik widmet.  Seit dem Jahre 2000 sitzt die Hochschule für Musik und Tanz Köln in diesem Palast, der nach umfangreichen Renovierungsarbeiten im Jahre 2001 als Europäische Akademie wieder eröffnet wurde. Und damit sind wir auch schon beim Anlass des gestrigen Abends: das 15-jährige Jubiläum. Die Akademie feierte ihren Geburtstag mit einem Konzert, das  mit einem ganz besonders sorgfältig ausgesuchten Programm am Gendarmenmarkt im Berliner Konzerthaus bestach.

P1010682 Good Bait (guter Köder) ist das aktuelle und neuestes Standard-Programm der Quartett-Jazzband die den Beinamen … die flexible Einsatztruppe  bestehend aus dem Saxophonisten und Gründer der Truppe Markus Ehrlich, dem gerade aus New York zurückgekehrten Pianisten Johannes von Ballestrem, dem Bassisten Tom Berkmann und dem Schlagzeuger Philipp Schaeper. Dann haben wir noch den Piano Salon Christophori entdeckt – hier kann man alles hören – meist klassisch, aber es steht durchaus auch mal dann und wann ein Jazzabend an. Im Jazzclub Zig Zag in Berlin ist die Gruppe Subtone aufgetreten, die vor allem eigene Kompositionen gespielt haben. Schöner Club!   Der bekannte schwedische Posaunist und Sänger  Nils Landgren, alias Mr Redhorn, trifft beim diesjährigen Young Euro Classic Festival auf das junge Ensemble Olivinn, das die türkische Komponistin und Pianistin gegründet hat. Hier wurde Jazz mit Klassik verbunden und formell in einem Konzerthaus aufgeführt. 

P1010522 Die Stadt“ hat Theodor Storm sie ganz schlicht genannt. Zu seiner Zeit hat er wohl auch noch  durch die Stille las Meer brausen gehört. Das ist jetzt nicht mehr so, aber die Möwen, die Luft, das Salz darin, das Ebbe und Flut Spiel, das den Hafen hebt und senkt, ist immer noch so.   Jan Christophersen hat über diese so ganze andere Welt den Roman « Schneetage » geschrieben. Hier die Rezension!

Eine andere ganz besondere Reise ging in die Bretagne. Fünfzehn Kilometer vom Festland entfernt liegt sie, eine der größeren bretonischen Atlantikinseln: Belle-Île-en-Mer. 45 Minuten dauert die Überfahrt mit der Fähre von Quiberon nach Le Palais, der Hauptstadt von Belle-Île mit ungefähr 2600 Einwohnern. Hier verbrachte die Schauspielerin Sarah Bernhardt viel Zeit zwischen Felsen, Wind und Einsamkeit.

George Grosz - Grauer Tag Die Neue Nationalgalerie ist noch immer wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Deshalb zeigen die anderen « Filialen » abwechselnd Werke aus dieser umwerfenden Sammlung der Kunst Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Hamburger Bahnhof ist immer noch  Kirchner zu sehen und im Scharf-Gerstenberg Museum noch bis zum 23. April 2017 die Ausstellung « Surreale Sachlichkeit » Werke der 1920er- und 1930er Jahre aus der Nationalgalerie.

P1010830 Zarzuela ist spanisches Musiktheater vom Feinsten. Spitzbubenhafte Komödie, Folklore und populäre Romanzen verbunden mit spritziger Musik, opernähnlichen Arien, Temperament und guten Geschichten. Sie entstand im 19. Jahrhundert und wurde sowohl in Spanien als auch in Südamerika, vor allem in Argentinien, Mexiko aber auch in Kuba mit großem Publikumserfolg aufgeführt. In der Berliner Bibliothek des lateinamerikanischen Institut gegenüber der Gemäldegalerie wurde im Dezember eine Ausstellung über die Zarzuela eröffnet. Zur Eröffnung haben  zwei glänzende Interpreten Kostproben vorgetargen.

P1010868 Vor 500 Jahren, 1517, hat Martin Luther (1463-1546 in Eisleben), Mönch und Theologieprofessor  seine 95 Thesen zum Ablasswesen an die Schlosskirche zu Wittenberg genagelt. Dort, im Wittenberger Kloster, kam ihm auch die Erleuchtung. Sein Turmerlebnis sollte die Welt, nicht nur die gläubige, verändern und die Reformation auslösen.  Ein Jahr später ist er dann auch gleich nach Rom vorgeladen worden. Schon  1516 hatte Luther öffentlich gegen die Ablasspraxis gepredigt. Über Musik in der Zeit Luther in Rom hat Concerto Romano im letzten Jahr eine wunderbare CD herausgebraucht.

P1020013  Zauberwald, Pemplum und Kuschel-Riesenplüschtiere. Die Premiere dieser Inszenierung von August Everding mit einem Bühnenbild von Fred Berndt nach den herausragenden Entwürfen der grandiosen Sternenkuppel (die Tassen und Geschirrtücher ziert) oder den ersten Auftritt der Königin der Nacht auf der Mondsichel vom Berliner Architekten und Baumeister Karl Friedrich Schinkel für die Berliner Königlichen Schauspiele 1816 fand schon 1994 statt. Sie gehört heute zu den am meisten gespielten Zauberflöten in Berlin und sorgt jedes Jahr wieder für ein volles Haus.

P1020021 Kindl ist vor allem Biertrinkern ein Begriff. Die ehemalige Brauerei in Neukölln wurde vor ein paar Wochen als neues zeitgenössisches Kulturzentrum in Berlin eröffnet. Ein Besuch ist hier beschrieben. Zur Zeit sind zwei Künstler dort ausgestellt.

 

Ein frohes, glückliches, beschwingtes, kulturelles und gesundes Jahr 2017 wünsche ich allen blog Besucher/innen.

Christa Blenk

 

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Street Art in Berlin

 

 

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Stolpersteine in Rom – la suite

 

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Portico d’Ottavia

Am 11. Januar 2016 hat Gunter Demnig – in Anwesenheiten von Familienangehörigen der Opfer – weitere Stolpersteine in Rom verlegt und zwar in den Munizipien XIII, II, VII und I. In Rom war Gunter Demnig schon zum 7. Mal auf Einladung von ARTEINMEMORIA.

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work in progress – Demnig beim Verlegen der neuen Stolpersteine 2016 in Rom

Zur Zeit liegen 55.000 Stolpersteine an 1600 Orten, die Demnig fast alle persönlich verlegt hat.

Siehe dazu auch Artikel über Stolpersteine in Rom.

Album Stolpersteine auf Artmore über die ich selber schon gestolpert bin.

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Municipio I

Christa Blenk

Fotos: Jean Noel Pettit

 

 

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Vom Golf von Biskaya an die Oder

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Atlantikfrische

 

Vom Golf von Biskaya an die Oder

San Sebastian und Breslau sind die europäischen Kulturhauptstädte 2016.

Mit Energiewellen der Bürger wirbt San Sebastian. „Olas de energía ciudadana“  ist auch gleich das Motto der Stadt für dieses Kulturjahr das alle Bewohner auffordert, sich an den Bewegungen und Aktivitäten zu beteiligen. Kultur, Ausstellungen, Musik, daran fehlt es in dieser ehemaligen Kurstadt der  Reichen und Schönen auch sonst nicht. Aber mit unzähligen Projekten, darunter Theater- und Musikfestivals, soll das noch übertroffen werden und wer weiß, was von den Bürgervorschlägen alles noch an attraktiven Ideen eingebracht wird. Energie und Wellen gibt es ja genug dort am Golf von Biskaya und der Wind ist immer frisch! Schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts zählte San Sebastian zum kosmopolitischen Zentrum Europas; das Casino war weltbekannt. Dort trafen sich Maurice Ravel und Leo Trotzki zum Tee mit Mata Hari. Später war es die Sommerresidenz von Franco  und der spanischen Königsfamilie. Donostia, wie San Sebastian auf Baskisch heißt, ist eine oder vielleicht die Hochburg der spanisch-baskischen Küche mit mehr Michelin-Sternen als  anderswo und Sterneköche wie Juan Mari Arzak, Martín Berasategui, Pedro Subijana wurden  dort geboren. 119 Männerkochklubs gibt es in der Stadt! Pio Baroja und Eduardo Chillida kommen ebenfalls aus San Sebastian.

Die Stadt hat viel mitgemacht in den letzten Jahren und unter dem ETA-Terror sehr gelitten. Schrecken, Angst und Groll sollen überwunden werden; dies  war eines der Hauptmotive überhaupt, sich um den Titel der Kulturhauptstadt zu bewerben.

Die Kulturstädtereisenden werden dort sicher auf ihre kulinarischen und kulturellen Kosten kommen.

Dann muss man vom westlichen Atlantik  an die östliche Oder  und trifft mit Breslau auf die zweite Kulturhauptstadt 2016. Auch Breslau hat viel mitgemacht in der neueren Geschichte. Viertgrößte Stadt in Polen ist auch sie eine Kulturverwöhnte. Theater, Museen und Hochschulen definieren das kulturelle und wissenschaftliche Zentrum Niederschlesiens. Der Marktplatz, der im Kulturhauptstadtjahr des Öfteren zur Bühne wird, ist einer der schönsten in Polen. Gleich am 17.1. soll es losgehen mit einer Installation des Briten Chris Baldwin, der auf die vergangenen Hochwasser- und andere Katastrophen Bezug nimmt.

Das Musikforum ist einer der neu geschaffenen kulturellen Mittelpunkte der Stadt. Sieben Stockwerke Musik, einige Säle liegen 15 Meter unter der Erde und sind  vollkommen geräuschfrei. Eröffnet wurde es vor 3 Monaten und unter den 700 angekündigten Konzerten sind auch die Wiener und die Londoner Symphoniker. Das Kulturmekka an der Oder organisiert u.a. schon seit Jahren eine ausgesprochen interessante Musik-Biennale Festival  Musica Electronica. Die polnisch-französische Komponistin Elzbieta Sikora ist die künstlerische Leiterin dieses Festivals.

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Christa Blenk

 

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Silvester und Neujahr in Rom

Bonne Année

Feuerwerk vom Kapitol bis zum Circo Massimo und der Tag danach! Am 1. Janaur um 12.00 Uhr springen die ganz mutigen von der Cavour-Brücke in den Tiber !

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Fotos: Christa Blenk

Und hier noch die Highlights aus 2015 .

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Silvesterbräuche

Gerardo Aparicio
(Gerardo Aparicio)

Silvester hat viele Gesichter

Jedes Land hat andere Bräuche und Sitten, um den Jahreswechsel zu feiern. Hier nur ein paar Beispiele:

In Italien zum Beispiel  ist es ganz wichtig, am 31.12. rote Unterwäsche zu tragen. Das erklärt auch, warum um die Weihnachtszeit die roten Dessous überall zu kaufen sind, und nicht selten unter dem Weihnachtsbaum liegen. Die meisten Italiener sind sogar überzeugt davon, dass das nur einmal getragene Teil am 1. Januar weggeworfen werden muss, um voll als Glückbringer zu gelten. Linsen muss man essen, am besten zu einer fetten Wurst aus der Emilia Romagna und in Rom – wenn man sich das zutraut – am 1. Januar von der Brücke Cavour in den schmutzigen Tiber springen.

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Einen der schönsten Bräuche gibt es in Spanien.  Am 31.12. um 24.00 Uhr vereint sich das Land, um zum Glockenschlag der Puerta del Sol 12 Trauben zu essen. Vendée_Nov2011 007Eine Stunde später dann passiert das gleiche nochmals auf den Kanaren  aber egal wo der Spanier sich aufhält, die Trauben müssen sein. Man sagt, dass man eine Traube pro Monat des kommenden Jahres isst, damit jeder Monat gut wird, aber wahrscheinlich geht es nur darauf zurück, dass bei den Weinbauern vor vielen Jahren ein Traubenüberschuss herrschte, der nicht ins neue Jahr sollte. Wie auch immer. Es ist unheimlich schön, um 24.00 Uhr mit der spanisch-sprachigen Welt die Trauben hinunter zu schlingen – aber aufpassen: für Kinder sollten sie vorher geschält werden und es empfiehlt sich, kleine Trauben auszusuchen. Eine Sekunde geht schnell vorbei und nach 12 Sekunden muss der Teller leer sein!

Die Franzosen lassen sich den letzten Tag des Jahres etwas kosten und feiern am liebsten ganz schick in einem schicken Restaurant – le Reveillon! Und wie schon zu Weihnachten, muss es Kaviar, Austern, Lachs, Krabben und andere Köstlichkeiten geben! Ein Konzert- oder Theaterbesuch käme auch in Frage und etwas Rotes sollte man auch in Frankreich tragen – das kann aber auch eine Halskette sein!

Biennale2013 185Wald Niederbayern

In den Bergen in Österreich oder in der Schweiz setzen sich die Bergbewohner furchterregende Masken auf und laufen durch den Schnee. In Wien wird natürlich in das neue Jahr reingetanzt – mit einem Walzer, versteht sich.

Die Griechen backen ihr Basiliusbrot in das kleine Geldmünzen mit eingebacken werden, und wer beim Essen auf eine Münze beißt, den erwartet viel Glück im kommenden Jahr (aber er muss evtl. zum Zahnarzt gehen).

Die Tschechen halbieren nach Mitternacht einen Apfel und fragen dann das Kerngehäuse wie das neue Jahr aussehen wird. Ein Stern bedeutet Glück, ein Kreuz Unheil.

Die Bulgaren hingegen laden sich dann gleich lieber einen Kirschbaumast auf den Rücken und tragen diesen – gute Wünsche äußernd – spazieren.

Auf der anderen Seite der Erdkugel, in Argentinien z.B. werden alte Unterlagen zerschreddert und die Papierschnitzel – wahrscheinlich weil es dort im Dezember nie Schnee gibt – anschließend aus dem Fenster gerieselt. Die Mexikaner hingegen stellen den Besen vor die Tür, um Altes und Unerledigtes nicht ins Neue Jahr mitzunehmen (oder um die Schnitzel der argentinischen Nachbarn wegzufegen!). Die Chilenen wiederum machen ihr Glück von der Farbe der Unterwäsche abhängig. Trägt man rot wünscht man sich Glück und Leidenschaft. Gelb hingegen sollte man tragen, wenn man lieber reich werden will und wer immer noch auf der romantischen Suche nach Liebe ist, der muss rosa tragen.

Mit der Farbe ROT  liegt man fast überall auf der Welt richtig. Außer in Brasilien – die tanzen ihre Samba lieber in Weiß gewandet.

Tempête sur Venus

Die Angelsachsen backen kleine Silvester-Fleischtörtchen (pies) die dann mit Freunden und Nachbarn verspeist werden und weiter über den großen Teich, wenn man das Glück hat in New York zu sein, kann man an der einzigartigen Silversterparty „Balldrop“ auf dem Times Square teilnehmen. Essen tut man eher einfach, denn ein simples Abendessen soll Wohlstand im neuen Jahr bringen.

Wir vertreiben die bösen Geister mit Krach in Form von aufwendigen Feuerwerken. Wenn man es allerdings ruhiger will und ein wenig abergläubisch ist, kann man sich beim Blei das kommende Jahr vorausgießen und dazu einen Krapfen essen.

Wo immer Sie sich auch aufhalten – ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch.

Christa Blenk

 

Und sollten Sie noch kein Menu haben, hier das Silverstermenu von Emanuel Borja mit Freunden in  Genf 1995 (auf spanisch!):

 

Hemos comido de todo y mucho:

- Sopa tipo consomé con « Pfannkuchen » a la bávara

- Langostinos, gambas con los salsas americana y alioli

- Queso manchego y brie

- Caviar auténtico (un poquito)

- Caracoles a la Lionesa

- Dos ensaladas, una de berros y otra de endivias con aguacate a salsa roquefort

- Mejillones a la manera del Rin (ricos)

- Paté francés de trufas

- Salsa tajini griega (June la ha traido)

- Salmón en abundancia de Escocia

- Rhumballs (bolas de chocolate con Ron de June)

- Mousse de chocolate de Christa

- Turrones

- Hemos liquidado cuatro botellas:

una de Faustino blanco, una de Pesquera, un Champán Rothschild, un Veuve Cliquot,

Tè verde, café y copa de cognac francés,

puros « Brevos » de Alfaro

FIN

 

 

Frohes Fest

 

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Piazza Venezia

Foto: Christa Blenk

 

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« Impressionen »-Highlights in 2013

Favoriten – Ausstellungen – Konzerte – Lesungen und Entdeckungen!

Hier also ein kunst-musikalisches Pot-Pourri! Hinter jedem Foto liegt der Text bzw. im Begleittext sind verweisende links eingebaut.

Blicke  auf Rom, vom Big Bamboo,  ins Mittelmeer (Ravello), von den Wolken (Cerro), auf den Atlantik (Gois), auf die Antike (Montemartini)

bigbamboo3P1120803Ravello 028nubeP1110863P1090926

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Der große Maestro Hans-Werner Henze ist am 27. Oktober 2012 in Dresden verstorben. Dort hielt er sich gerade auf, um bei der Aufführung von „Wir erreichen den Fluss“ dabei zu sein. Sein letztes Werk „Ouvertüre zu einem Theater“ wurde am 20.10.2012 in Berlin uraufgeführt! Pappano hat diese kleine Komposition dem Publikum  im Auditorium vor kurzem vor der Aufführung der  „Petite Messe“ seines Requieums im Auditorium in Rom am 10. März 2013 geschenkt.

Auch Geburtstag feierte Benjamin Britten mit Curlew River und in Florenz mit der Schändung der Lukrezia. Und natürlich Verdi und Wagner. Eine große Cellistin und Expertin für Zeitgenössische Musik ist Ulrike Brand.

Auditorium 007 Henze Requien im AuditoriumVersione italiana

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Projektkünstler Hannsjörg Voth hat in der Wüste von Marokko (Marha Ebene) drei faszinierende Großwerke in 20 Jahren errichtet. (Text Portrait Christa Blenk). Der Katalogtext von Emanuel Borja existiert in 5 Spachen.

Pace Barón ist ein landart-Künstler der anderen Art. Ein weiterer « hors série » Künstler war Marcel Duchamps – seine ready mades sind immer noch in der GNAM zu bewundern.

voth  Hannsjörg Voth und drei Projekte in der Marha Ebenetexte francaisversion españolaEnglish version of text –   Versione italiana

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QNG ist keine Abkürzung einer neuen internationalen Organisation oder ein Tippfehler, sondern steht für « Quartet New Generation » und so originell wie ihr Titel ist auch ihre Musik. Heide Schwarz, Susanne Fröhlich, Petra Wurz und Inga Klaucke kamen auf Einladung des Goethe Instituts nach Italien und nach einem Auftritt in Palermo und Neapel, standen sie am Samstag Abend in Rom in der Via Savoia auf der Bühne. Auch mit Flöte befasste sich ein Happening im Auditorium.

Flöte 006QNG Flötenkonzert – Phantasie und Symmetrie

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You can’t, you won’t, you don’t stop. Immer höher! Vor diesem Kunstwerk steht kein « bitte nicht anfassen »-Schild! Im Gegenteil: man soll dieses leicht transparente Geflecht sogar berühren und wenn man sich traut, darf man das hohe kolossale Monster – nach Unterschrift eines Haftungsausschlusses – sogar erklimmen. Wir haben den Berg, trotz Anfangszweifel, bis ganz oben bezwungen! Im MACRO wirden außerdem jedes Jahr der « Artist of the Year » der Deutschen Bank präsentiert. Um nicht mehr entkommen können geht es auch bei Blaubarts Burg.

bigbamboo2 025Big Bambou im MACRO Testaccio

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Die US-schweizerische Installationskünstlerin June Papineau, verbringt seit 2004 viel Zeit mit ihren Bäumen im Etournel. Umgeben von Elfen und Baumgeistern arbeitet sie an ihren « tree skins » bis sie abtransportiert und ausgestellt werden. Der nächste – great goyesco – wir 2014 in Lausanne zu sehen sein. Ein Besuch mit ihr in diesem Moor-Biotop war ein Abenteuer der ganz besonderen Art. Und Paola Romoli befasst sich mit den Mägen der großen Meeresbewohner.

Auch mit einer Nase hat sich Schostakowitsch beschäftigt. Seine Oper wurde in Rom – Regie Peter Stein – aufgeführt. Eine weitere starke Amerikanerin war Louise Nevelson.

etournel 043 Great Goyesco – Zwischen Moorgeistern und Laubfrauen

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Helena Aikin ist fasziniert von Labyrinthen und ihren Geschichten und baut sie in verschiedenen Größen und Plätzen der Welt nach. Eines ihrer Werke ist im Kunst- und Naturpark Cerro Gallinero in der Nähe von Avila in Spanien zu begehen.

evora1Walkable Labyrinths

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Faszinierende Ausstellung der Werke von Pierre Soulages in der Villa Medici in Rom. Die französische Akademie organisiert ausserdem Konzerte meistens mit zeitgenössischer Musik wie dieses Portrait des XXI Jahrhundets z.B. Das Romaeuropa Festival hat auch in der Villa Medici stattgefunden. Ein Abend für Stockhausen.

Theatermässig war das Festival ebenfalls sehr aktiv u.a.mit den Wohlgesinnten, Hedda und dem Kulturquizz  The power of theatrical madness. Mit Theater befasst sich auch Isabelle Huchet

Soulages2 002Soulages in der Villa Medici

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Der italienische Tenor Marcello Nardis singt die Wesendonck Lieder in Ravello und verzaubert in Klingsors Garten das Publikum – am Klavier wunderbar Laura de Fusco.Vor kurzem hat er hier in Rom die « Winterreise » vorgetragen. Hier gibt es mehr Infos über Marcello Nardis.

Pina Bausch in Neapel rundete die Ravello Reise ab.

Ravello 067 Marcello Nardis a Ravello

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Eugen Ruge schreibt ein Buch über Cabo de Gata und hat damit alte Erinnerungen geweckt. César Borja hat zum Cabo auch eine besondere Beziehung. Eine andere Lieblingsecke von mir ist am Atlantik – der Gois und dort gibt es eine Besonderheit: die Barrieren in der Vendée.

SAN2 Cabo de Gata -  Buchbesprechung Eugen Ruge

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Tizian ist der Größte, die Ausstellung in den Scuderien del Quirinale in Rom hat das wieder einmal gezeigt. Samson und Dalila hat er auch einmal gemalt. Aber hier geht es um Musik.

Zur Zeit zeigen die Scuderien die Ausstellung über Augustus und Cleopatra. Dazu passt dann ein Besuch beim Centrale Montemartini.

Tizian in den Scuderien – Großausstellung in Rom

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Sibylle Lewitscharoff las in der Casa di Goethe aus ihrem Buch « Blumenberg » vor und alle wünschten sich anschließend auch einen Löwen! Sie ist 2013 Stipendiatin der Villa Massimo – die Musikstipendiaten dieses Jahr waren ebenfalls sehr aktiv und Casa di Goethe hat nun eine Reihe mit Dichterlesungen begonnen. Giuliana Morandini lebt zwar nicht über Berlin – schreibt aber am liebsten über Mitteleuropa. Und die wunderbaren Holzskulpturen sind Werke von Emanuel Borja.

borjaprimordial 011Blumenberg – Lesung Casa Goethe

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The Cast im MAXXI. Clemens von Wedemeyer befasst sich mit dem italienischen Kino und entführt uns ins besetzte Teatro Valle und nach EUR. Dort hat schon des öfteren Tiziana Morganti ausgestellt. Von Wedemeyer  ist dieses Jahr ebenfalls Stipendiat der Villa Massimo. Ebenfalls im MAXXI die Ego-Reise Stigmata.

P1120848The Cast im MAXXIversione italiana

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Der russische Pianist Mikhail Rudy hat in der Aula Magna die  Originalversion von 1928  für Piano und synchronisierter Videoinstallation vorgetragen. Ein akkustisches und visuelles Erlebnis. Das Programm der Aula Magna ist aber auch sonst immer aufregend und speziell, so gab es eine Reise mit Steve Reich, ein  Konzert zu Ehren Luciano Berio und Paul Angus mit Zauberei und Mythos.

Kandinsky Musorgsky con pianoforteInspirationen: Hartmann – Mussorgsky – Kandinsky

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Entdeckung

Spurensuche Wohin 2013 KopieDie Entdeckung in der Künstlerszene ist die Fotokünstlerin  Christa Linossi und ihre Spuren kann sie ab jetzt nicht mehr verwischen. Auch entdeckt haben wir die Sammlung Netter und natürlich die DVD der neuen Oper von Elzbieta SikoraMadame Curie!

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und als Special

Vernissage-Tiziana 075natürlich die Vernissage Tiziana Morganti im Juni

Portrait für KULTURA EXTRA

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Aber nicht nur über Veranstaltungen in Rom und Italien wurde berichtet. In Paris gibt es  eine Ausstellung über Poliakoff, über den flämischen Maler Jordanes und über die wunderbare Ausstellung Renaissance und der Traum.

In München wurde die Neue Pinakothek wieder eröffnet,

Paris 1900 André Boudreaux

Ende der Highlights

Vielen Dank an Brigitte Mayer, Jean Noel Pettit, Irmi und Dan Feldman, sie haben an den verschiedenen Übersetzungen gearbeitet.

Kommentare über Ihre persönlichen Highlights sind herzlich willkommen!

Christa Blenk

Obras primordiales realizadas – Emanuel Borja

Obras primordiales realizadas - Emanuel Borja dans Art borja005-284x300borja013-286x300 dans Eborjaborja003-300x300borja002-300x297borja001-300x293borja004-300x296borja044-294x300borja036-300x277borja034-284x300borjaprimordial-011-283x300borjaprimordial-008-300x286borjaprimordial-012-300x287borjaprimordial-017-286x300 

proyectos realizados
Album : proyectos realizados
esculturas primordiales de los años 80 (gracias a Peter Jäger - que ha hecho el trabajo de scanear los diapositivas)
23 images
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un selección de obras de Emanuel Borja de madera / carton / tela  hechas en los años 80 – realizados para el trabajo « Primordial »!

Vielen Dank an Peter Jäger, der die Dias in verwertbare jpg verwandelt hat! / Gracias a Peter Jäger que ha trasformado los diapositivas en jpg.

 

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30 000 Besucher / visiteurs – derniers « Highlights »

30 000 Besucher / visiteurs - derniers anna-040-150x150 dans Eborjagiuliana-150x150vendee2013-marz-474-150x150igp6454-150x150glledo.-egam-09-5-150x150igp6433-150x15005-150x150Tiziana41-150x150firenze-073-150x150getbildtext.php_-150x1507-allegoria-del-tempo-governato-dalla-prudenza-150x15037-150x150kandinsky-musorgsky-con-pianoforte-150x150sikora_elzbieta1-150x150flote-006-150x150auditorium-003-150x150sshoots30iii2011.vignettenevel1-150x150marcello-nardis1-150x150cristinacrespo-006-150x150APA2-150x150

 

 

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El Mundo primordial de Emanuel Borja

Trabajos primordiales de los 70 y 80

Primordial
Album : Primordial
trabajos de los años 70 y 90 © Emanuel Borja/Christa Blenk
28 images
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20 de marzo 1993 – Holanda

Amanece completamente despejado

Ayer compramos bacon inglés y ésta mañana me lo como con placer de dioses.

Vamos a revisitar el Kroeller-Müller que además del museo permanente van Gogh y de esculturas al aire libre, tiene ahora una expo de Juan Gris al que quiero calibrar en conjunto. Estoy tan bajo el impacto del texto de Goytisolo, quiero releerlo y degustarlo esta noche a ver si la emoción la ha puesto el o yo. Aún no he empezado a releer, pero se que pronto llegaré.

20 de marzo 1993 - Holanda dans Eborja km2-150x150

A la entrada justo del Kroeller-Müller, la monumental K  roja de Mark de Suvero, un constructor del hierro. Hace sol pero el aire es fresco. El gran parque de esculturas está cerrado, no abren hasta finales de este mes. Bueno, no importa de todos modos aunque Christa se siente muy frustrada de no poder hacer más fotos fuera. El pabellón central es de Vander Velde. Muros planos y cristales prolongan dejando ver el jardin exterior de esculturas. Desde la cafeteria, un Dan Flavin neon azúl, en linia recta atraviesa el cristal y se prolonga al exterior por el muro.

Es horroroso de escuchar el holandés, no suena nada bien.

Juan Gris: Una amplia exposición. Es uno de mis pintores preferidos pero visto ahora así en conjunto … me decepciona un poco. Grandes errores a veces, como esas descomposiciones cubistoides de caras desde el centro. Algunos otros son cuadros memorables « guitarra azul sobre mesa » de 1915.

Demasiada razón, que produce palpables errores. Picasso casi nunca se equivoca. Porque es una fuerza de la naturaleza la que se expresa allí (puedes decir que el ciclón es pequeño o grande, pero nada más). Gris es otra cosa, le vemos pensar, meditar y concebir ante nosotros…..

km1-150x150 dans Eborja

A partir de 1918 se le mueren algunos cuadros, se deja llevar por la depresión o por la anécdota con peligrosa facilidad.  En Gris beben muchos malos artistas que se dejan llevar por las facilidades que siempre se esconden tras la anécdota. Creo que hay en el dos o tres grandes ideas capaces de dar fruto. No mucho más.

Diría que lo consigue cuando logra estar muy concentrado en el motivo, amándolo, mirandolo como un monge.

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6 – 8 de marzo 1993 – Colonia

Nublado, neblinoso, frío, lluvia.

Hablamos en el viaje de la crisis de la familia y de los consecuencias nefasta, que produce su persepción en los jóvenes, los extremos que esto provoca…

En Colonia vamos a echar un vistazo a la expo Picasso en el Museo Ludwig al lado de la imponente cetedral. Mucha gente y siempre para mi ver Picassos es ver el artista por excelencia. Una capacidad de trabajo siempre aterradora como ocurre con los grandes de esa época cuyo acmé van de principios de siglo hasta el final de la II Guerra Mundia. No es posible compararlos con el artista actual. Sostienen aún el siglo en sus espaldas. No acabo de explicarme por que los dictadores lo son al extremo, como los literatos (Proust, Joyce, Kafka, Freud) y no digo nada de los científicos.

A través de los cristales del museo, el Rhein y el puente de hierro del ferrocarril Picasso estimula la creatividad de los otros, siendo a la vez una potente aspiradora de estilos, témas e imágenes del siglo. Fumo tranquilamente mi puro en la llena cafetería, después de recorrar la muestra, con las imágenes picasianas aún frescas en la retina. Hay banderitas españolas hoy en el restaurante contiguo porque se sirven hoy platos y vinos españoles. Con motivo de la muestra? A veces se destroza este hombre. Es un poseso del trabajo de la acción. A veces acierta y es entonces sublime o sensibilisimo, o brutal. No es posible contenerlo. Tendríamos que preguntarnos que fé, que estímulo movía su capacidad de actuar, de hacer y construir imágenes durante casi un siglo.

6 - 8 de marzo 1993 - Colonia dans Eborja col0603-150x150 extracto del cuaderno

Colonia es una ciudad fria pero con ambiente. Estoy pensando en todas las malas noticias económicas que acumula la prensa internacional.

 

 

 

 

2 de marzo 1993 – hace 20 años

Nublado y frío relativo -+3°

Sectas: Cuando el cielo no se acaba de desprender sobre nuestras cabezas, cuando el apocalipsis ronda su materialización pero sin acabar de producirse, la desesperación de algunos puede desencadenarse en hecatombe. El apocalipsis se hace entonces realidad personal, aunque sólo afecte a estos alucinados y a sus inmediatos creyentes. El poder del brujo limita exactamente con el territorio de sus creyentes. Naturalmente sus consecuencias pueden ir mucho más allá. ..

Hay una antología E. Hopper en el Beaux Arts que tengo muchas ganas de ver. Nunca he visto, que recuerde sus cuadros de otra manera que en reproducciones. Es patente al principio la influencia de Degas y de la época. Un reaccionario que no participa del movimiento moderno. Cuadritos muy oscuros y grises.

En un principio, en Paris pinta su realidad inmediata. Hacia 1905 está aislado. Su angulo de visión es personal. Sabe eliminar muchos elementos, muchos detalles de la realidad para ir a algo esencial que busca: muy geométrico, pastoso, frío. Le veo confuso cuando vuelve a América, durante años. Después, su reencuentro. Hay mucho de cerrado y cazurro en este artista. Abandona los empastes, se hace mezquino y se apoya en su condición de americano para salirse de los imperativos estéticos de su tiempo. 

Técnicamente es limitadísimo, lo sabe y se dedica a buscar imágenes sobre todo y a tratar de engañarnos con sus deficiencias asumidos. Angustia, solidad y misterio que podemos rellenar con palabras. No se si auténtico a simplemente cazurro. (Lo ha dicho tantas veces y tan insistente que terminamos por creerlo.)  Testigo critico de la industrialización americana y del desarraigo y la incomunicación que tal revolución provoca? Puede ser. 

Los acuarelas con bastante flojas, aunque con algunos éxitos como este desnudo de aquí arriba que arranco del catalogo. 

2 de marzo 1993 - hace 20 años dans Eborja eh1-150x150eh2-150x150 dans Eborja

Está (bridge and embarkment) es la visión que me gusta de el. Sabe mirar y aún no está amanerado como en sus vistas clásicas de la ciudad con personajes postizos. No acepto la visión de Hopper cuando se hace retórica, precisamente la que la ha hecho conocido!

 El estéticamente confuso salón central del Beaux Arts eataba hoy ocupado por una pasarela de modelos.

Lo terrible de las exposiciones de arte como ésta de Hopper o la que se inaugura en Paris titulada « L’Europe de 1883″ – que aún no he visto, pero que imagino perfectamente es que tienen siempre detrás la larga zarpa de la manipulación de la información mundial. Siempre son ejercicios de dominio y relaciones públicas nacionales, ocultación de las mil y una otras posibilidades de lectura de las imagenes del siglo, de un periodo etc. …

 

 

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25 de febrero 1993 (filosofía)

Nuboso y húmedo

Lo terrible del artículo de M. Gorbachov hoy en El País « Stalin » (25.II.1993) no está en lo que se dice de tal monstruo histórico, sino en lo que aletea, en lo que se intuye y en que tanto él como Hitler, ni siguiera hemos conseguido enterrarlos del todo en los vertederos de la historia. Pueden repetirse en periodos de crisis, anomalías teratológicas como las que persistieron consagrarse. Para muchas personas, los valores de libertad de opinión, democracia, respecto a los otros, por exceso o por defecto, no significan literalmente nada.

« La gente está dispuesta – afirma G – en obtener orden y tranquilidad renunciando a otros valores como, por ejemplo, la democracia y la libertad ».

Por defecto la libertad la asalten lo perezosos; conformistas y rezongones de café, por exceso, las mafias, los ambiciosos, los crueles y locos. Entre ambos, la pasividad social, el silencio temeroso y un ansia inefable y perversa a hacer realidad los milagros.

Rafael Sanchez Ferlosio eleva hoy el listón del debate en torno al liberalismo cultural y su dictadura, a un nivel mucho mas alto de loa que estamos acostumbrados en España en donde llevamos un cierto retraso con relación a Francia e ya no diga nada, con relación a los USA.A. Falta densidad en el debate, no se plantean los temas al limita sino que los que escriben; salvo contadas ocasiones, se limitan a comentar tímidamente los hechos sin meterse en profundidad. El articulo de Ferlosio se llama « Nadie pueda con la bicha ». Responde a una serie de artículos previos sobre la TV aparecidos en el mismo periódico de Luis Rojas-.Marcos, Muñoz Molina y Fernando Savater.

El del primero era esperanzador, el segundo fuertemente critico contra los anuncios de juguetes de cara a los niños su capacidad manipuladoras el tercero, el de Savater, casi líricamente individualista y liberal, esperando la respuesta critica y adulta de la gente ante la indudable bazofia que la TV les sirve a diario.

Se pregunta Ferlosio: « Como es posible que la evidencia del hecho de que a pesar de que desde hace 20 o 30 años, en todos los tonos de voz por expertos o profanos, bajo todos los aspectos, desde los más diversos puntos de vista o sectores de opinión se esté despotricando abiertamente y sin limitaciones contra la abominación televisiva, su estupidez, su grosería, su poder degradante y corruptor, mimético, alienante, etcétera que no ha quedado vituperio por hacer, sin que, entretanto la televisión se haya desviado ni un milímetro en su camino inexorable hacia la podredumbre y la abyección. »

Demuestra con este texto F. que el aún cree que la sociedad en que vivimos puede ser salvado de su corrupción profunda y de su futura aniquilación por auto consumo. Su idea es que ni siquiera el poder político puede ya hacer nada frente a la dictadura del mercado, del « feroz determinismo económico y social » en que vivimos.

Llega a decir que « justamente tan sólo el que se pudiese prohibir, o cuando menos sustituir, alguna cosa seria la más fiadera señal de que subsiste alguna libertad frente al universal determinismo económico y social ».

Muy bonito así escrito pero Quien prohibiría y que se prohibiría? Comprende F. en el terrenon que se ha metido y la emprende a continuación con Fernando Savater, el paladín de las libertades del « prohibido prohibir .

Eso, según F., es impotencia frente a la omnipotencia del mercado. La VW ha puesto en bancarrota a la familia ….y encuentra su mas aguda tesis anti liberal: ….

Con el liberalismo hemos topado, querido Ferlosio y con su « mano invisible » mítica mágica capaz de arreglar las cosas de mejor manera que con cualquier intervención racional: 

16/17 febrero 1993 Martes

Nubes altas y algunos claros. No demasiado frío.

Desde el Domingo, vengo mirando y escrutando con mucha atención « El hombre de Antonio Lopez ». Me obsesiona.

En España al paro ya al alcance el fatídico nivel de los tres millones. Son cifras que se barajan. Falta en España hoy, más allá de las políticas de partido, una política clara de consumo nacional, sin ocultaciones sin trampas, sin intereses sospechosos.

El « hombre » de Antonio Lopez.16/17 febrero 1993 Martes dans Eborja hombre-150x150

Mucho más idealista que el anterior modelo éste. En el que trabaja es un extraordinario ejercicio de salto sobre el tiempo así como de aproximación abstracta a la percepción de eso que encierra el sustantivo « hombre ».

Encubre un autorretrato? Animal a la vez que historia y prehistoria. Su mirada insistente y vivísima parece atravesar los siglos. Es presente pero jamás puede ser acabado aunque pueda venderse como tal. Un desafío al tiempo a la vez que una manifestación del mismo. Más real que si estuvieron perfectamente acabado y patinado porque el artista, instintivamente, deja que lo completemos visualmente nosotros.

Mucho de arqueología hasta el punto que, como el famoso « escriba sentado » o el « Alcalde del Pueblo » egipcios, se diría extraído de una escavación arqueológica antes de ser restaurado.

Hay tanto de inquietud como de calma en su existencia. Adulto, maduro y en plenitud de sus facultades.

Pienso que Antonio se aleja cada día un poco más del realismo – con el que es fácil de confundir para hacerse metafísico . Parece, mostrándose al desnudo, querer obligarnos a preguntarnos por el destino de individuos y de especie que nos atiende. No piensa, no habla, no mira siquiera sino que auto-contenido es lo que queramos que sea …. dándonos toda la libertad del mundo para escrutarlo e interpretarlo. Frankenstein?Golem o Adan?

14 de febrero 1993 – Bruselas

Niebla, frío relativo

Intentar asentarse otra vez en la realidad cotidiana. Vivir sólo. Pero tampoco funciona. Como un loco estaría intentando colmar mi sed de companía de igual forma que entre los otros me escapo a la soledad. Lo esencial es nunca estar contento en ninguna circunstancia.

Es el modelo mismo de sociedad en que vivimos el que está en crisis. Cuanto antes se reconzca, antes se pondra remedio. De otra forma vamos a chocar de frente con el medio. Los cambios de gobierno ya no son suficiente estímulo. El optimismo Clinton en América será de corta duración. La sociedad industrial es un ente teratológico sin ningún futuro. La « guerra » comercial-induatrial en la que el mundo vive inmerso es una mostruosidad que debe ser « correjida ». Cómo pagar el empleo generalizado, la justicia social y , sobre todo, reglas para una sociedad en las que todos les hombres puedan ser integrados?

La frase de Vargas Llosa en El Pais 14/2/1993 es ésta que yo formulo como pregunta.

Hay que matar a quien gobierna antes de que sea inmortal? Es decir, antes de que sea un mito intocable. La frase sirve para artistas avariciosos y demás fauna creciente.  Queremos un mundo de igualdades probalemente de un gris generalizado, o un mundo de desigualdades sangrantes?

Para los jóvenes y adolescentes este mundo no resulta nada fácil. Hablamos con Cesar que a pasar de su caracter claramente emergente y optimista se dice angustiado por el mundo en que vive. Sus compañeros – dice – cada vez se van más hacia posturas extremistas.

Avanzo constantemente con Adam Smith y voy constatando mi profunda y insondable antipatía por el capital y todo el proceso de transformación de la naturaleza en trabajo y dinero. Es más fuerte que yo. Nostalgia del hombre natural, rechazo de la división de trabajo y del comercio en todos sus formas fuera de trueque.

Renta – salario – beneficio del capital son los tres puntales en los que se apoya de origen el precio o valor del cambio de las cosas un nuestra sociedad. Cualquier otro ingreso superior se deriva de algunos de los tres puntales.

12 de febrero 1993, viernes – Bonn

Despejado y azul. Poco frío para estas fechas.

Muy cansado, más o menos me arrastro por la ciudad que está preciosa como el día. La zona peatonal es muy grande. No iremos al museo hasta mañana. Estos alemanes están muy civilizados pero de manera contenida: Tomamos algo en un resto de pescado. Muchos jóvenes en la calle en los alrededores de la Universidad. Despues de pasear librerías, de admirar su abundancia, hemos quedado con Margit para cenar en su casa, en un pueblo que se llama Meckenheim, un poblachón grande. En el hotel no nos piden nada para darnos la habitación. La Alemania interior es la otra cara de este país por contraste con la de las ciudades – como en todos los sitios. El Hotel está lleno de trofeos de caza, de animales disecados, fotos de cazadores. Es el dueño un rubicundo activo y de esos que facilitan la vida con su disposicón. Qué distinta es en el norte de Europa la forma de mirar! La gente aquí no mira a los otras por discreción. Mujeres grandes.

13/0212 de febrero 1993, viernes - Bonn dans Eborja axels-150x150  Museos contemporaneos de Bonn (Axel Schultes)

Despejado y muy fría la mañana. Desayunamos por la mañana en el hotel con Margit. Hablamos de la profundidad de la crisis de valores en el mundo y particularmente en Europa con el hundimiento de la alternativa « demoniaca » que representaba el mundo comunista.

Hace frío en la calle. Nos acercamos al centro de Bonn donde hay una colorista manifestación de solidaridad con las violadas y mujeres en general de Bosnia.

Estos museos de Bonn son una auténtica exquisitez arquitectónica. Todo el lumo y la sensiblidad del siglo.

gp-150x150 dans Eborja

Entramos primero en el pabellón del arquitecto Gustav Peichl, en el que hay una retrospectiva de Sam Francis.  sf-150x150

Nos sentamos un rato en el Hall, antes de pasar a ver la expo.

Pintura de gigantes de golpe de vista y para gigantes. Siempre ha sido la pintura una cosa de ricos. Aquí se trata de afirmar una impronta sobre una gran superficie blanca. Sam Francis tiene poca profundidad, poco que decirnos. No grita pero tampoco medita. No es completamente espontaneo como Pollock, ni profundo como Rothko – según avanzo en la expo, empeora el artista. Colorismo loco y sin sentido.

En el museo hoy podemos ver con calma la colección de obras de Macke. Este otro y verdadero museo es más expresivo por el exterior y más contenido y sutil por dentro, del berlines Axel Schultes. Christa fotografia un fuerte conjunto de Baselitz en ocres.  bas-150x150

Beuys es soberbio en su capacidad de apoderarse de territorios y de cosas tan diversas entre sí. Sin él no es posible explicar los años sesenta.

Un hombre que se siente perdido entre estas cosas de Beuys nos sonrie, intenta que nos riamos con él para asegurarse colectivamente de que lo que está viendo y que no puede entender, es una tomadura de pelo.

Las cafeterias de los museos estan siempre llenas de gente, no así las salas.

 

 

 

6 y 7 febrero 2003 – Rabat

Medio cubierto. Templado.

Discusión bizantina en España con el pesado fondo de la guerra de Iraq de por medio.

Esta tarde ha inaugurado Meliani su exposición magnifica en la Sala de la Bab Rouah. Me sentía bien en la sala, en plan casi de relaciones publicas.

6 y 7 febrero 2003 - Rabat dans Eborja meliani.vignette

Emanuel Borja con A. Meliani

7.2.2003

Casi completamente despejado y con la primavera en la esquina.

Anoche en la Bab Rouah me puse ciego de « té à la mente » (nana)  y esta noche no he pegado ojo. Dormido con los periódicos a medio mirar sobre la mesa.

Visita a M. Kacimi en su casa. Un pintor raro, muy poco uniforme. Buenas ideas en una pintura junto a errores manifiestos de estética y de concepto. Tiene una hepatitis en tratamiento y se la nota permanentemente cansado.

Su casa también es un extraño caos con todos los espacios a medio hacer, a medio terminar, en un jardín oriental salpicado de pabellones (pero muy fascinante).
kacimi-150x150 dans Eborja

7.2.2002

Lloviendo mansamente toda la mañana. C. con laringitis y yo repartiendo dinero para el Aid-el Kebir (la fiesta del cordero) a estos haraganas que hacen como si trabajaran para nosotros.

Cada día se inauguran nuevas boutiques de lujo y los nuevos grandes superficies de supermercados y tiendas crecen como los champiñones para captar la riqueza de las clases alta y media-alta.

 

31/01/2003 – Munich

Gris. Todo el paisaje nevado. Frio intenso.

31/01/2003 - Munich dans Eborja mu3-100x150Entramos en la mu1-150x150 dans EborjaPinacoteca der Moderne. Una colección de ilustraciones fuertes anticatólicos de la Revista Simplicissimus de Munich de principios de siglo. Cuanta creatividad se deja el progreso en el camino. Estoy mirando estas litografiás de negros predominantes del dibujante y arquitecto muniqués Bruno Paul (1874-1968). Estoy nervioso como siempre. El edificio que me ha parecido de Axel Schulte, con sus pilares, sus ángulos y muros de hormigón, es en realidad, de un imitador o de un discípulo que la copia naturalmente en peor. Se llama Stefan Braunfels.

mu2-150x150Volviendo a « Simplicissimus » y a tipo de dibujo que publicaban son entre expresionista y Jugendstil, manteniendo enlazadas lejanos amarras con el cartelismo finisecular de Toulouse-Lautrec, descarada contra las élites.

Muy bien expuesto lo que tienen de artistas fundamentalmente americanos y alemanes (se trata de establecer la conexión interesante y excluir todo lo demás). Según avanzo, unos mediocres me parecen los fondos de este museo, aparte de los expresionistas de principos de siglo.

Una buena sala Beuys (que sigue creciendo a mis ojos).

Día siguiente: nevando, todo blanco. Ausencia de horizonte y confusión entre el cielo y la tierra.

 

30 de enero 1993 (Bruselas)

Nublado, gris, feo

Vamos a ver Fred y la expo de Daniel Fauville. Voy a hacer un artículo sobre él.

En el Goethe Institut una expo de un segunda fila alemán, Hans Hoffmann. Luego a la expo de fotos de la agencia Magnum. Deliciosos de ver estos 50 años de su historia. La utopia fotografiada..

Los fotógrafos de la Magnum han logrado con sus buenas fotos y con su promoción crear las imagenes del mundo como creemos que es. Elijo esta para el cuaderno de Elliott Erwitt.

30 de enero 1993 (Bruselas) dans Eborja foto25-150x150

 

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