Linossi
Christa Linossi – 2019
 
 

 

 Christa Linossi - Portrait der-felsen-in-der-brandung-kopie-150x150Jedes Ding, flüsterte Eißpin, hat seinen Schatten. Der Schatten ist die dunkle Seite, die jedem innewohnt. Solange er an uns gekettet ist, ist er unser Sklave, aber sobald man die Schatten von ihren Besitzern trennt, zeigen sie ihr wahres Wesen. Dann werden sie böse, wild und gefährlich (Walter Moers in « Der Schreckensmeister ») 

In Österreich, genauer gesagt in der Steiermark, ist Christa Linossi geboren, daher stammt wahrscheinlich auch ihre Vergötterung für die Natur und die Berge. Licht und Schatten, Steine und Berge, das sind ihre Themen. Die Schatten stehen alleine, auf der Suche nach einem Herren. Ist es das Licht im Berg? Christa Linossi, die sich selber eine « steierische Eiche » nennt, verbindet ihre beiden Leidenschaften miteinander und daraus entstehen dann diese beunruhigenden und schönen spannenden Fotoarbeiten.

Computerkunst ist genau das richtige für sie. Eine Idee jagt die andere und legt sich über einen gerade abgeschlossenen Gedanken. Die gesamte „angesparte Bergruhe“, verwandelt sich – einmal zurück aus den Wolken – in pure Energie und Geschwindigkeit. « Bei mir muss alles wie bei einem Formel I Rennen gehen », sagt sie von sich selber. Antinomie schafft Kreativität!

asphaltlandschaften-7-kopie-150x150 Asphaltlandschaften

Einer Kunstrichtung will sie nicht angehören. Kunst ist Veränderung, sagt sie, und so arbeitet sie auch. Es gibt keinen Christa Linossi-Stil wie es einen Baselitz- oder Neo-Rauch Stil gibt. Sie behandelt Themen, die ihr gerade vor die Linsen laufen bzw. in die sie hinein läuft, und das passiert eben meistens in der Natur. Sie verlässt einen Weg ohne Zögern, um einen anderen zu suchen und zu betreten, ohne wirklich ankommen zu wollen. Berührungsängste sind kein Thema für sie und ihre persönliche Wiedergabe der Natur ist distant und minimal. Butterblumen und Enzian kommen darin nicht mehr vor.

schatten-ber-vergangenheit-kopie-150x150Ein ausgiebiges Geschichtswandeln in den Gängen des Holocaust-Mahnmal in Berlin hat sie zu dem Werk Schatten der Vergangenheit inspiriert. Sie hat sich selber als irrenden Schatten in das Foto eingebaut. 

berg-sichtweisen-kopie-150x150Berg-Sichtweisen nennt sie diese – politische – Arbeit links. Hier ist der Berg der heimliche Beobachter. Durch ein gut kaschiertes Fenster kann er die Menschen beobachten oder auch auf sie aufpassen. In den Bergen verliert Christa Linossi jeglichen Kontakt zur Umwelt, vergisst Kriegsstimmungen und Konsumverhalten und tankt auf.

kunst-1_-2012-150x150 Die Arbeit Spurensuche wohin hat mich spontan an den Hitchcock Film « Spellbound » denken lassen und ihre Asphaltlandschaften erinnern an Gebirgszüge. Einige Fotos haben etwas metaphysisch-romantisches und man ist hin und her gerissen zwischen Giorgio di Chirico und Caspar David Friedrich. Kälte und Beklommenheit fällt uns ein, manchmal tragen ihre Arbeiten aber auch surrealistische Züge. 

Das Gesicht im Felsen Kopie « Das Gesicht im Felsen » ist eine Arbeit aus dem Jahre 2017. 

Holz_Sichtweisen 2018 Kopie  »Holz – Sichtweisen » entstand 2018 und ist eine ihrer letzten Arbeiten. Immer wieder befasst sie sich mit unseren Ressourcen, dem Klimawandel und kommt dann wieder auf den Baum! Eigentlich will sie mehr schreiben, aber die Kunst und die Fotografie nicht zurück lassen. Zeit zum Nachdenken, sich neu Erfinden braucht sie. Das geht immer noch am besten in den Bergen. Aber der Winter ist dort noch nicht vorbei, deshalb heißt es für sie im Moment noch « Bitte warten »!

In Salzburg hat sie Kunstgeschichte, Publizistik und Bühnenbildnerin studiert.

Christa Blenk

 

Mehr über die Künstlerin:

http://eborja.unblog.fr/2014/06/04/christa-linossi-special-2/

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Christa Linossi
Album : Christa Linossi

18 images
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