12 décembre 2019 0 Commentaire

Repercussion

Ensemble_2_Copyright@Daniel_Häker
Ensemble Repercussion (c) Daniel Häker

 

Den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler gibt es seit 1957. Er wird jährlich an überdurchschnittlich begabte junge Menschen im Bereich der Kunst verliehen. Der Gewinner 2018 ist das Ensemble Repercussion (Johannes Wippermann, Veith Kloeters, Simon Bernstein, Rafael Sars). Gestern Abend sind sie zum ersten Mal in Brüssel in einem wunderschönen Theater aus dem 19. Jahrhundert, im Theater Vaudeville, aufgetreten. Auf den ersten Blick passt dieses Haus in der eleganten Galerie de la Reine gar nicht zu Perkussionsmusik. Aber nur auf den ersten Blick! Der Raum hat die Musiker und die Musik sehr gut aufgenommen.

Repercussion produziert klassische Töne, modern eingepackt, mit Elektronik versetzt und garniert die Auftritte mit einer exzellenten Performance. Sie verstehen es, schwierige Abläufe ganz leicht aussehen zu lassen und die Bewegungen der Marimba-Schlegel sind so schnell, dass sie unscharf werden und sich verflüchtigen. Berührungsängste gibt es nicht, das Ensemble spielt Bach genauso leidenschaftlich wie Steve Reich.

Sympathisch und unkompliziert führen sie durch den fulminanten Perkussions-Abend, der mit einer Komposition des Minimal-Komponisten Steve Reich beginnt.  „Music for Pieces of Wood“ ist ein Arrangement von Repercussion und wird auf vier kleinen Hölzern gespielt. Die Musik von Steve Reich ist wie eine Reise mit dem Zug durch eine Landschaft, die sich offensichtlich nicht verändert und trotzdem bei jedem Blick aus dem Fenster anders ist.

Weiter geht es mit einem weiteren Arrangement des Ensembles von „Sculture in Wood“ von Rüdiger Pawasser. Das Stück „Kyoto“  des Neuseeländers John Psathas ist für Schlagzeug und Elektronik und kommt sehr melodisch daher. Gleich darauf folgt eine echte Performance der Schnelligkeit von drei  Spielern auf einer Trommel. „Trio per Uno“ ist von Nebosja Zivkovic.

Im Anschluss eine Eigenkomposition von Repercussion mit dem Arbeitstitel „Sonic Space“. Hier lädt das Ensemble ein, einen neuen Namen für das Stück zu finden. Wir schlagen – nach dem Hören – vor, es „Conversation with a sonic ghost“  zu nennen.

Das Konzert endet mit einem concertino der Japanerin Keiko Abe. Sie hat die Marimba salonfähig gemacht. « The Wave » ist das längste und interessanteste Stück des Abends in vier Sätzen mit Gesten und Worten. Hier geht es um eine schwierige Verhandlung, mit streitsüchtigen, lauten Dialogen, Einlenkungsversuchen, ruhigem Nachdenken das wohl in Einvernehmen ausartet.

Großartiger Konzertabend mit Repercussion, die sicher eine bedeutende musikalische Zukunft vor sich haben, wie übrigens viele der Förderpreisträger NRW . Darunter sind u.a. Peter Schamoni , Günther Uecker , Pina Bausch, das Auryn Quartett, Isabelle Faust oder Lars Vogt.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Europäischen Union in Brüssel.

Christa Blenk

 

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