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Tag und Nachtstücke – Deutsches Symphonieorchester mit Robin Ticciati

Am 13. und 14. April gastierte das Deutsche Symphonie Orchester in der Philharmonie mit einem ausgesprochen interessanten Programm.

Mit der Tondichtung von Richard Strauss (1864-1949) « Don Juan » begann der Konzertabend. Das Werk entstand 1888 nach Nikolaus Lenau für großes Orchester. Die Uraufführung fand 1889 durch das Orchester des Weimarer Hoftheaters unter der Leitung des Komponisten selber statt.

Anschließend kam die Pianistin Mitsuko Uchida auf die Bühne. Die großartige Musikerin spielte – hauchzart und sensibel – Maurice Ravels (1875-1937) Konzert für Klavier und Orchester G-Dur. Es entstand um 1930 und wurde 1932 in Paris uraufgeführt. Auch hier dirigierte der Komponist selber. Die Solistin war damals Marguerite Long.

Nach der Pause gab es ein Stück von Sir Harrison Birthwistle (*1934) « Night’s Black Bird  » aus 2004. Im selben Jahr wurde es im Rahmen des Lucerne Festivals uraufführt. Bei dieser Komposition geht es um Melancholie. Birthwistle hat dabei an eine gleichnamige Radierung von Dürer gedacht. Der übergewichtige Engel auf der Radierung versucht die ganze Zeit, sich in die Lüfte zu erheben, schafft es aber nicht. Es ist ein dunkles Stück, gewitterträchtig, melancholisch-traurig. Eine Art stehende Musik, die an eine Sisiphus Arbeit erinnert. John Dowlands « In darkness let me dwell » hat hier Pate gestanden. Darüber und über die Schaffensprozesse eines Komponisten spricht Birthwistle auch in der Einführung.

Birthwistle gehört zu den bekanntesten britischen Komponisten und folgt mit seiner Musik Varese, Strawisnky und Messianen. Er hat zahlreiche Auszeichnungen bekommen, darunter 1995 den Siemens Musikpreis.

Abgelöst wurde dieses 12-Minuten-Stück von Anton Weberns (1883-1945) Sechs Orchesterstücken für Orchester op. 6 (1909-1928).

Abgerundet wurde das Konzert mit einer ausgezeichneten Interpreation von « Isoldes Liebestod ». Robin Tricciati hat entschieden, es direkt in Fortsetzung an die sechs Orchesterstücke zu spielen – ohne Pause und deshalb auch ohne Applaus. Sehr gute Idee.

Die Applaus-Freaks haben ihm und uns dies aber nicht gegönnt und ihm nach Isoldes Tod nicht die notwendigen  Sekunden zum Runterkommen gegeben.

Großartiges Konzert.

cmb

 

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