Bunte Steine – Kolbe Museum

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Garten im Kolbe Museum

Seit dem 23. Februar 2019 stellt das Kolbe Museum drei lebende Künstler aus drei Generationen vor, die sich mit dem Konzept « Stein » befassen. Der britische Bildhauer William Tucker (*1935) formt Bronzekörper, die wie riesige Steine oder Felsbrocken aussehen. Sie heißen « Ikarus », « Golem » oder « Homage to Rodin » und sind in den 1990er Jahren entstanden.

William Tucker wurde in Kairo geboren und lebt und arbeitet  heute in New York. In den 1970er Jahren gehörte er der Gruppe „New Generation“ an, die eine wichtige Wegbereiter-Rolle bei der abstrakten Skulptur inne hatte. 1968 war er Teilnehmer an der documenta IV. Seine Arbeiten sind wuchtig-poetisch und lassen Figuration auf jeden Fall erahnen. Als Ganzes sind die Werke abstrakt aber voller Ecken und Kurven, die die Phantasie ankurbeln.  Tuckers Steinbrocken sehen aus, als ob die Natur so geschaffen hätte, die Namensgebung spricht aber von seiner Intervention. Naturverbundene Figuration, menschliche Torso- oder Kopf-Formen.

Mit Glas arbeitet der Berliner Künstler Kai Schiemenz (*1966). Er experimentiert mit farbigem Glas. Die hier gezeigten  Arbeiten erinnern an die transparenten Fenster in Treppenhäusern oder in modernen Kirchen. Während er früher  Skulpturen schuf, die begehbar waren, haben seine bunten Glassteine  etwas körperlich-architektonisches. Diese eher ready mades wirken trotzdem kalt und stehen im krassen Gegensatz zu den natürlichen, anfassbaren Skulpturen von Tucker.

Der Dritte im Bunde ist der in der Schweiz geborene und in Leipzig arbeitende Maler Stefan Guggisberg (*1980). Guggisberg befasst sich in seinen Bildern mit Mauern, Menschen oder Steinen. Die Formen auf seinen hier ausgestellten blauen (Meeres)Bildern sehen aus wie Muscheln oder Meerestiere aus Kapitän Nemos « Nautilus ».

Es ist nicht leicht, die Verbindung zwischen den Skulpturen und den Bildern herzustellen und Tuckers Werke verlieren an Kraft in Verbindung mit den anderen gezeigten Arbeiten.

 

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Ausstellungsräume (Schiemenz, Guggisberg und Tucker)

 

Die beiden Kuratorinnen der Ausstellung, Katherina Perlongo und Dr. Elisa Tamaschke, haben sich bei diesem Konzept an die Steinsammlung von Adalbert Stifter angelehnt. 1853 erschien sein Geschichtenband « Bunte Steine »; in ihm tauft er seine Erzählungen mit Steinnamen wie Granit, Bergkristall oder Turmalin. 30 Arbeiten sind zu sehen und die Ausstellung läuft noch bis zum 1. Mai 2019.

Im Keller des Museums sind derzeit Kolbes Köpfe zu sehen.

Das Café K lohnt ebenfalls immer einen  Ausflug ins Westend.

cmb

 

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