THE TURN OF THE SCREW

Premiere feierte diese Produktion der Staatsoper bereits 2014 und seitdem wird sie regelmäßig vor fast vollem Haus aufgeführt. Benjamin Britten hat « The turn of the screw » 1954 komponiert nach einer Erzählung von Henry James. Das Libretto hat Myfanwy Piper geschrieben.

Diese Kammeroper beginnt mit einem Prolog, in dem die Anreise der Gouvernante auf dem Landsitz Bly erzählt wird. Sie trifft den Vormund von Flora und Miles und soll für die Waisen sorgen, ohne den Vormund jemals zu kontaktieren. Außerdem wird sie zu absolutem Stillschweigen über das was auf dem Landgut passiert verpflichtet. Außer der Haushälterin Mrs Grose gibt es sonst keine Personen. Gleich zu Anfang wird Miles von der Schule verwiesen, weil er angeblich einen schlechten Einfluss auf seine Schulkameraden ausüben würde. Mrs Grose und die Governess versichern sich gegenseitig, was brav doch die Kinder seien. Sie entdeckt, dass der früherer Butler Peter Quint und die Erzieherin Mrs. Jessel ein Liebespaar waren und beide auf seltsame Weise ums Leben gekommen sind. Die Kinder und Mrs Grose versuchen allerdings, ihr Informationen zukommen zu lassen. Die Geister der ehemaligen Liebenden schwirren ständig durch das unwirtliche Haus und die Gouvernante kommt nicht gegen sie an, die Kinder – vor allem Miles – auch nicht. Mrs Grose reist mit Flora nach London und lässt Miles mit der Gouvernante allein zurück, die sich ebenfalls zu ihm hingezogen fühlt. Peter Quint versucht Miles von der Ferne vor ihr zu warnen, dann stirbt Miles unter den Händen der Gouvernante, jedenfalls will Claus Guth  das so.Britten, der sich sonst eher von der zeitgenössischen Musik fernhielt, versuchte sich hier in der Zwölftontechnik. Dieses Werk ist mathematisch kalkuliert und gehört zu den spannendsten Werken von Britten, vor allem wohl auch, weil alles offen bleibt und sie genauso rätselhaft endet wie sie beginnt.  Wir kennen nicht mal den Namen der Gouvernante. Ist sie vielleicht die Wiederauferstehung von Miss Jessel oder ein Ebenbild. Alles bleibt offen, auch die seltsame Beziehung von Miles zu Peter Quint.  Die Bühne dreht sich praktisch permanent und lässt die Zuschauer durch das Gut wandern, obwohl gleichzeitig alles stehen bleibt. Guth hilft uns nicht, die Geschichte zu verstehen, er verwirrt sie eher noch mehr. Miss Jessel und Peter Quint singen sich aus einer anderen Welt auf die Bühne.

Premiere war in der Fenice in Venedig und erst danach wurde sie in London aufgeführt. 

Daniel Cohen dirigiert die Staatskapelle aufs Feinste. Maria Bengtsson ist die Governess. Man leidet mit ihr, wenn sie immer nervöser und unsicherer wird, Thomas Lichtenecker sehr gut als Miles und Flora ist Sónia Grané, die es wirklich schafft, wie ein Teenanger auszusehen. Die beiden Geschwister verbindet ebenfalls eine seltsame Beziehung, die sie an einem weißen Kaninchen ausleben.  Mrs. Grose ist Marie McLaughlin. Alle singen sie sehr textverständlich und sicher in ihren Rollen.

cmb

 

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