Ein Deutsches Requiem

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Konzert am Karsamstag

Das Konzerthausorchester Berlin und der Philharmonische Chor Berlin unter Leitung von Michael Sanderling führten gestern abends im Konzerthaus das Deutsche Requiem op. 45 von Brahms auf.  Ein „gewaltiges und ergreifendes Stück“ nannte es Clara Schumann. Ihr hatte Johannes Brahms vorab, wohl 1865, die Noten eines Teils zukommen lassen. Brahms, der sich in der Bibel gut zurechtfand,  hatte dafür Textstellen aus dem Alten und dem Neuen Testament, Psalmen sowie Teile aus dem Buch Jesaia  in Ton gesetzt und Hoffnung, Trauer, Freude, Leid und Glück  zum Ausdruck gebracht. Es ist eine Komposition für Sopran- und Bariton-Solo, Chor und Orchester  und entstand um 1866. Angefangen mit der Zusammenstellung der Texte hat Brahms allerdings  schon knapp 10 Jahre früher.  1867 wurden durch den Wiener Singverein erstmals nur die ersten drei Sätze aufgeführt, mehr Durchhaltekraft traute man dem Publikum wohl nicht zu. Eduard Hanslick hat es allerdings durchaus positiv bewertet.

Das Werk dauert gute 60 Minuten (wobei es Versionen gibt, die 10 Minuten länger dauern), es besteht aus sieben Sätzen die von den beiden verwandten Teilen I und VII eingerahmt sind.  Teil III, V und VI sind mit Singstimme, der Chor spielt die Hauptrolle und ist immer dran.

Chor und Bariton Michael Nagy haben sehr textverständlich gesungen; die Sopranistin Christina Landshamer war leider nur ansatzweise zu verstehen.  Sanderling hat das Orchester sehr lyrisch geführt und hat manchmal an Haydns Schöpfung denken lassen.

Neben Bachs h-Moll-Messe,  der Matthäus-Passion oder dem Weihnachtsoratorium gehört Brahms‘ Requiem zu den großen geistlichen deutschen Kompositionen und Chorwerken.  

Vor der Pause spielte Martin Schmeding an der Orgel Franz Liszt Variationen der Bachkantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ . Diese Bachkantate entstand in seiner Weimarer Zeit und Bach hat sie 1714 für den dritten Sonntag nach Ostern komponiert. Liszt hat sich vor allem auf den Eingangschor der Kantate konzentriert.  Die Bassmelodie drückte im Barock Schmerz und Trauer aus. Den ostinaten Bass hält auch Liszt die ganze Zeit bei und springt von leiser Verzweiflung zu rasender Wut um kurz vor Ende den Schlusschoral der Bach Kantate „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ anklingen zu lassen. Liszt hat es 1859 geschrieben, nach dem Tod seiner Tochter Blandine.

cmb

 

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