Musikalisches (Reformations)Wochenende in Leipzig

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In der Leipziger Thomaskirche findet jeden Samstag um 15.00 Uhr die « Motette » statt. Am 28. Oktober 2017 war sie natürlich auch der Reformation gewidmet. Vor der Missa choralis für Soli und Chor, die Franz Liszt 1865 komponierte, wurden fünf Choralvorspiele von Martin Luther abgeführt. Der Höhepunkt dieser Motette war allerdings die Bach Kantate BWV 79 « Gott der Herr ist Sonn und Schild » durch das Collegium vocale und instrumentale Bochum unter Leitung von Hans Jaskulsky. Bach hatte sie zum Reformationsfest komponiert und sie wurde am 31.10.1725 in der Leipziger Nikolaikriche uraufgeführt. Die Solisten waren Susanne Martin (Sopran), Jud Perra (Altus) und Joachim Hochbauer (Bass) unter Mitwirkung von Thomasorganist Ullrich Böhme.

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 Oper Leipzig

Abends ging es dann in die Oper, obwohl Mozarts « Nozze di  Figaro » natürlich nichts mit der Reformation zu tun hat. Matthias Foremny dirigierte das Gewandhausorchester und den Chor der Oper Leipzig.  Regie führte Gil Mehmert. Hervorzuheben vor allem die ukrainische Sängerin Olena Tokar als wunderbare, frische und mutige Susanna. Graf Almaviva war Mathias Hausmann und Sejong Chang war ein umwerfender Figaro. Großartige und sehr amüsante Aufführung.

 

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 Bachdenkmal vor der Thomaskirche

Am Sonntag dann schließlich um 11.00 Uhr die Orgelmatinee « Ein feste Burg ist unser Gott » im Gewandhaus Leipzig am Rande des Orgelfestivals « Reformation – Revolution » – wegen der wir nach Leipzig gefahren sind. Matthias Eisenberg improvisierte eine gute Stunde über Lieder Martin Luthers.

Trotz Hurrican, Sturm und Regen hatten es die meisten Zuhörer geschafft, pünktlich im Gewandhaus zu sein um diesen Ausnahmemusiker zu erleben. Eisenberg hatte das Amt des Gewandhausorganisten mit Eröffnung dieses am Augustusplatz 1986 nicht mehr weitergeführt, da er nach einer Konzertreise mit dem Bach-Orchester nicht mehr nach Leipzig zurückkehrte. Nach der Wiedervereinigung trat er allerdings immer wieder mal in Leipzig auf aber sein Come-back an der Gewandhausorgel feierte er erst  2001.

Der exzentrische und brillante Musiker Matthias Eisenberg tritt ganz zurückhaltend und leise auf. Er ist eine Improvisations-Ikone und ein Improvisationsgenie. Eisenberg verwächst mit seiner Orgel und ersetzt teilweise ein ganzes Orchester!

Außerordentliches und unvergessliches Orgel-Erlebnis.

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Matthias Eisenberg nach der Improvisations-Matinee

Christa Blenk

 

PS Der Bahnhof der Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn-Compagnie wurde im Jahre 1841 gegründet. Die Strecke Leipzig-Hof – mit einem Abstecher nach Zwickau sollte damit abgedeckt werden. Schon 1847 wurde die Gesellschaft aufgrund finanzieller Probleme verstaatlicht.

 

 

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