Orgelmusik französischer Freigeister

 

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 Amalien Orgel in Karlshorst

 

Die Kantorin der Kirche zur frohen Botschaft in Berlin-Karlshorst, Beate Kruppke, dachte sich zum 150. Geburstag von Eric Satie und zum 25. Todestag von Olivier Messiaen etwas ganz besonders aus. Sie stellte ein ungewöhnliches Orgelprogramm zusammen. Der Dritte im Bunde war ein weiterer Franzose, der Komponist César Franck (1822-1890).

Auf dieser außergewöhnlichen Orgel, der Amalienorgel in der evangelischen Kirche „Zur frohen Botschaft“ in Berlin-Karlshorst, die 1755 als Hausorgel für die preussische Prinzessin Anna Amalia für das Berliner Stadtschloss gebaut wurde, spielte sie also einen französischen Romantiker, einen Minimal-Impressionisten und einen zeitgenössischen Komponisten  und das war genial! 

Zwischen Olivier Messiaens (1908-1992) Apparition de l’église éternelle (mit diesem Stück sollte sie das Konzert auch beenden) und Auszüge aus César Francks Pastorale E-Dur op 19 Six Pièces spielte sich Eric Saties (1866-1925) Gnossienne Nr 1. Gnossienne Nr 2 und Nr 3 unterbrachen dann in der Folge zwei weitere kleine Stücke von César Frank und eines seiner Hauptwerke für Orgel, Prélude, Fugue et Variations h-Moll op 18. César Franck hat es seinem Freund Camille Saint-Saens gewidmet; es entstand um 1860. 

Saties Gnossiennes gehen auf altgriechische Traditionen zurück, er ließ sich eventuell auf der Pariser Weltausstellung 1889 dazu inspirieren, reicherte sein Werk  mit  gerade aktuellen Musiktendenzen an und fügte obendrein neue Ideen und Notenfragmente hinzu,

Und bevor sie – wie gesagt – nochmals Olivier Messiaens Eingangswerk, das dieser für Orgel 1932 komponierte, spielte, schenkte sich uns noch die pièces froides von Satie.

Satie hat seine außergewöhnliche und farbenfrohe Musik nicht unbedingt für eine Barockorgel geschrieben, aber es hat funktioniert. Kruppke spannte einen Bogen zwischen sehr mutig und unmöglich (ihre Worte im Programm!)

Originell, perfekt vorgetragen und unterstützt von den beiden Registrantinnen Eun-Hee Hwang und Ulrike Wilson war das ein sehr launiger, kurioser und denkwürdiger Orgelabend.

 

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Christa Blenk

 

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