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I Macchiaioli – le collezioni svelate

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Gustavo Sforni (1888-1939)- Ausstellungsplakat

 

Bei den Macchiaioli handelt es sich um eine Gruppe von italienischen Künstlern, die ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, also mitten im Risorgimento,  in Florenz arbeiteten. Ihr Ziel war es, den Akademismus zum Realismus und später zum Impressionismus zu führen.

Macchiaoili kommt von macchia (Fleck) und die Presse hat den Begriff zum ersten Mal benutzt. Die Szenen auf den zum Teil naturalistischen Motiven sind Landschaften,  arbeitende, einfache Menschen, Fischer oder Bauern. Stille, fleckige Farbflächen, auch Innenansichten, die teilweise an die flämischen Malers des 17. und 18. Jahrhundert erinnern. Sehr wichtig und Hauptmerkmal war ein starker Kontrast zwischen Hell und Dunkel.

Der Gruppe gehörten u.a. die Maler Telemaco Signorini, Niccolò Cannicci, Giovanni Fattori, Oscar Ghiglia, Cristiano Banti, Orlando Borrani, Gustavo Sforni (Ausstellungsplakat), Mario Galli oder Giuseppe Abbati an und sie pflegten sich im Caffè Michelangiolo in Florenz zu treffen. Inspiriert haben sie sich an den Romantikern und vorwiegend an den Franzosen Courbet und Corot  oder an der Malerei des Spaniers Carlos de Haes. Eine Art Vor-Impressionismus; der Napolitaner und spätere Impressionist Giuseppe di Nittis gehörte ebenfalls teilweise zu ihnen.

Ein beeindruckendes Gemälde von Orlando Borrani Cucitrici di Camicie Rosse z.B. zeigt vier Näherinnen in einem lichtdurchfluteten Raum, die gerade an roten Hemden für Garibaldi und seine Truppen nähen. Ausgezeichnete Arbeit, in der Borrani das Rot der Hemden in den Kleidern der Frauen wieder aufnimmt. Und obwohl die Macchiaioli als Gruppe nur bis ca. Ende des 19. Jahrhunderts existierten, sind auch Bilder, u.a. von Oscar Ghiglia z.B ausgestellt, wie Sforni in veranda che legge (1914) – dieses interessante Gemälde in flachen kalten grün-weiß-Tönen, hat mit den « Fleckenmalern » nichts mehr zu tun, sondern nähert sich der Malerei von Hopper.

Die Schau im Chiostro del Bramante umfasst 110 Gemälde und ist in neun Abschnitte unterteilt, sie stellt vor allem die jeweiligen Sammler oder Besitzer in der Vordergrund, weshalb auch ausgesprochen akademische Portraits von schönen Adeligen darunter zu sehen sind, obwohl es für die Macchiaioli erstes Gebot war, gerade diesen abzuschaffen.

Kuratiert wurde die Schau von Francesca Dini in Zusammenarbeit mit der Arthemisia Group und sie ist noch bis Anfang September 2016 im Chiostro del Bramante in Rom zu sehen.

 Christa Blenk

 

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