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Christa Linossi: Traum – Natur – Chaos – Alptraum

Wird hier ein Tagtraum zum Traumtag oder ein Traum zum Alptraum?

In der heutigen Zeit kommt ein Künstler nicht mehr daran vorbei, sind mit dem Thema Natur und ihrer Zerstörung auseinander zu setzen, ja Manche sind sogar der Meinung, dass Künstler und Intellektuelle unbedingt die Aufgabe haben, Stellung zu beziehen und Aufklärerisch tätig zu sein.

Die österreichische autodidaktische Fotokünstlerin Christa Linossi ist ein Naturkind. Berge und Seen sind ihre Heimat. Bäume und Landschaften, auch Stadtlandschaften, sind sehr oft das Thema ihrer Arbeiten. So verbindet sie die Kür mit der Pflicht und findet ihre Motive meistens in der Natur!

Die Natur definiert sich dadurch, dass der Mensch sie nicht geschaffen hat. Für seinen Traum ist er (der Mensch)  meistens auch nicht verantwortlich, denn diese physische Aktivität wird vom Schlafenden fabriziert, vom Menschen, und der gehört zur belebten Natur.

 Traum Chaos Kopie
Traum Chaos

Linossis neue Arbeiten handeln also von Natur und Traum, und davon, diese zu erhalten. Ihre neuen Arbeiten sind heller, grüner, weniger nüchtern – jedenfalls auf den ersten Blick. Das Gänseblümchen-Grün ist trügerisch und gaukelt uns nur etwas vor.

Bei Die Reise beginnt im Traum lässt sie die Elemente Wasser – Erde – Luft aufeinander prallen und der erste positive und beruhigende Grün-Eindruck wird beim zweiten Blick weggewaschen, denn die saftige Wiese ist überflutet, ohne dass der Himmel Gewitterwolken zeigt. Das Segelboot liegt gekentert auf dem Trockenen und die Person, die vor dem Boot liegt träumt das alles. Aber liegt sie noch auf der Wiese oder schon im Wasser? Die Person scheint gut zu schlafen und hat deshalb – jedenfalls laut Mme de Staël – langweilige Träume.

Die Reise beginnt im Traum Kopie
Die Reise beginnt im Traum

Ein weiteres Werk heisst Traum Chaos. Auch hier ist erstmals alles Grün, aber schon taucht vor unseren Augen eine Art kaputter Roboter auf, eine futuristische Figur von Boccioni vielleicht oder einfach nur Schrott der vom Himmel gefallen ist, ausrangierte Star War Gadgets? Auf jeden Fall bringt er die Blätter zum Glitzern. Verwirrend das Ganze.

Voller surrealistischer Symbole sind diese neuen Arbeiten.  Linossi hat verschwiegen, ob es sich bei der schlafenden oder träumenden Person um ein Autoportrait handelt.

Bambusstaat Traum besteht, wie der Name schon sagt, aus schönen knackigen, hellgrünen Bambuspflanzen, die zum Gefängnis werden, die Betrachter sind draußen und blicken auf eingesperrte Häuser. Bambuswurzeln sind gnadenlos, sie breiten sich schnell aus und verschlingen alles, was sich ihnen in den Weg stellt.

Christa Linossi manifestiert auch hier wieder ihre Verbundenheit mit der Natur und ihre Angst vor der Zerstörung. Sie will, dass der Mensch bescheidener lebt, die Natur in Ruhe lässt. Um dieses Gefühl zu haben, muss sie ab und zu im Berg verschwinden, muss sich regenerieren.

BambusstaatTraum Kopie
Bambusstaat Traum

Das Unwohlsein, das beim Betrachten dieser Landschaften entsteht, ist sicherlich gewollt und notwendig, und damit sind wir wieder beim Eingangssatz. Interessante Arbeiten!

Christa Blenk

 

Fotoarbeiten: Christa Linossi

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