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Helena Aikin – Das Labyrinth als Archetyp der Menschheit

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Helena Aikin mit ihren Labyrinthen, in der Mitte eine gebärende Göttin, daneben das kleine begehbare Labyrinth mit dem Dios Pensante, begehbares Labyrinth im Cerro Gallinero (Fotos: Christa Blenk)

 

Im Labyrinth durch die Geschichte der Menschheit

Zerebrale Geoden, Pentagramme, Labyrinthe und primordiale Fruchtbarkeitssymbole stellt Helena Aikin seit dem 15. Januar 2016 im Museum für populäre Kunst im Madrider Altstadtviertel La Latina in einer ehemaligen Corrala aus. Eine Sammlung, die sie in den letzten Jahren konzipiert und erschaffen hat. Eine wichtige Ausstellung der Arbeiten dieser spanischen Künstlerin.

Seit langem ist Helena Aikin fasziniert von alten Kulturen. Südamerika, Indien, Australien oder Afrika sind die Ursprungsländer vieler ihrer Exponate, es geht um Symbole, rituelle Figuren und Labyrinthe, die fast gleichzeitig im neolithischen Europa, bei den Aborigines in Australien oder im präkolumbischen Amerika entstanden sind. Die meisten stellen Fruchtbarkeitssymbole dar, primordiale Kalenderversionen oder die Reise vom Beginn bis zum Ende des Lebens oder dorthin was danach kommt.

Gleich am Anfang der Ausstellung hängt ihre Visitenkarte:  ihr Fingerabdruck als komplizierte und einzigartige Konstruktion. Und so geht es weiter, an die 50 Skulpturen, darunter ein einfaches toltekisches Labyrinth, das vielleicht die Migrationsrute von Asien nach Amerika (beschrieben im sog göttlichen Buch (Tecamoxtli, 7. Jahrh) erzählt. Das Auge einer Feuerschlange, Ur-Rituale, eine gebärende Göttin, minimale bildschöne Figuren, die an Oskar Schlemmer oder das Bauhaus denken lassen, eine levantinische Felsengöttin oder ein tibetanisches Labyrinth, das von den illusorischen Hindernissen spricht, die nach dem Tod überwunden werden müssen, um das Rad von Geburt und Tod zu verlassen. Jede Skulptur hat seine Geschichte, jeder Figur ihren Zweck. Abgesehen davon, dass die Exponate schön sind, ist die Ausstellung ungemein bereichernd und spannend.

Aikins Inspirationsquelle sind Höhlenzeichnungen, alte Stempel oder sakral-rituelle oder archaische Gegenstände, die sie z.T. auf ihren Reisen entdeckte,  fotografierte oder Zeichnungen anfertigte, um sie später zu interpretieren oder zu realisieren. Wobei Verwirklichung, Größe oder Farbgebung von ihr stammen. Jedes Exponat wird von einem Abbild des Originallabyrinthes begleitet. Mit Lehm, Pigmenten, Wachs oder Mineralien hat sie nach nachgebildet. Manche glitzern und man muss unweigerlich an Geoden denken.

Eine Hommage an die ewig unbekannten Künstler der Frühzeit, die diese faszinierenden Gebilde geschaffen oder hinterlassen haben.

Ein kleines begehbares Labyrinth befindet sich am Ende der Ausstellung mit dem Dios pensante, dem einzig männlichen Wesen in der Ausstellung. Er thront in der Mitte und kontrolliert; hinter ihm hat sie aber vorsorglich ihre Mantras angebracht!

Helena Aikin hat in den letzten Jahren in Portugal und Spanien große begehbare Labyrinthe gebaut. Eines davon, das Labyrinth Mogor-Hoyocasero  befindet sich als permanente Installation im Centro de Arte y Naturaleza Cerro Gallinero. Der Cerro ist ein traumhaft-schöner Naturparkt ungefähr 100 km von Madrid entfernt, in den Gredos, in dem seit ein paar Jahren Künstler auf Einladung von Carlos de Gredos Kunstwerke oder Interventionen in vorhandenen Formationen, hinterlassen. Mogor ist eine sehr alte Felszeichnung, die Helena Aikin in Pontevedra (Galizien) entdeckte und mit Steinen aus dem Cerro nachbaute.

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 Labyrinth von Helena Aikin im Cerro Gallinero (Foto: Christa Blenk Mai 2014)

Die Ausstellung führt den Besucher in nur einem Raum durch die komplette archaische Geschichte der Menschheit. Sie geht noch bis zum 15. Februar 2016.

Christa Blenk

 

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