Roma Festival Barocco: Projekt Palestrina

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Mit dem Projekt Palestrina endete das diesjährige exzellente Roma Festival Barocco.

Das Ensemble Complesso Vocale « Musicanova » unter der Leitung von Fabrizio Barchi führe am 20. Dezember in der Basilica di Sant’Apollinare (an der Piazza Navona) Werke von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1524-1594) auf. Palestrina gilt als Erneuerer der italienischen Kirchenmusik. Ca 1520 in Palestrina (Lazium) geboren (man weiß es nicht genau) nahm Papst Julius III ihn 30 Jahre später im Sängerkollegium der Sixtinischen Kapelle auf. Da er aber weder eine religiöse Ausbildung hatte und war obendrein verheiratet war, wurde er vom nächsten Papst wieder von diesem Platz verbannt, später aber trotzdem zum Kapellmeister in der Basilica San Giovanni in Laterano ernannt; 1561 wechselte er zur Basilica Santa Maria Maggiore. In dieser Zeit entstanden die Improperien, achtstimmig und für zwei Chöre geschrieben, die 1560 am Karfreitag zum ersten Mal aufgeführt wurden und – obwohl hier eine enorme radikale Veränderung vorlag – die Zuhörer tief beeindruckten.

Palestrina hatte seinen Weg gefunden als er vom Konzil von Trient zum Besten aller lebenden Komponisten erklärt wurde, obwohl das Thema der Polyphonie für die Kirchenmusik auf deren Agenda stand.  1571 wurde er der Komponist der päpstlichen Kapelle und später Kapellmeister im Petersdom. Gleichzeitig eröffnete er die neue römische Musikschule. 1594 starb Palestrina in Rom und wurde in der  Peterskirche beigesetzt.

Gestern  Abend wurde Palestrinas Messe Hodie Christus natus est für einen Chor für 8 Stimmen aufgeführt; sie wurde 1601 posthum veröffentlicht. Der Chor wechselt sich hier mit Einlagen des gregorianischen Gesanges ab und zeigt den Quantensprung in der kirchlichen und sonstigen Musikentwicklung.

Palestrina hat außer 140 weltlichen Madrigalen 104 Messen, 375 Motetten und unzählige Magnificatvertonungen geschrieben.

Fabrizio Barchi leitet dieses außergewöhnliche Ensemble seit vielen Jahren. Sie sind frei von Berührungsängsten und machen nicht nur Alte Musik. U.a. haben sie mit Ennio Morricone gearbeitet.

Glückwunsch an die Organisatoren!

Christa Blenk

Vatikan

Foto: Christa Blenk

 

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