5 décembre 2015 0 Commentaire

Bayerische Zeitgenössische Komponisten

kapelle in otzing
Kapelle in Niederbayern (Foto: Jean-Noel Pettit)

CD-Besprechung

Orgel- und Kirchenmusik

Die CD habe ich vor ein paar Tagen in einer Tombola gewonnen und bin sehr froh darüber, diese fünf bayerischen zeitgenössischen Komponisten ein wenig kennen gelernt zu haben.

Der Organist Franz Lörch ist der Hauptprotagonist auf dieser CD, entweder er interpretiert selber oder die Stücke wurden für ihn geschrieben.

Harald Genzmer (1909-2007), Schon als Schüler spielte er die Orgel, es war sozusagen sein Hausinstrument. Der Mariengesang „Lilie der Auen“ für Tenor und Orgel ist 1991 entstanden, nach dem Tod seiner Frau, mit der er 50 Jahre gelegt hat.

Die Kantate für Singstimme und Orgel entstand im Jahre 2000 nach einer Anregung von Franz Lörch unter Zugrundelegung von Texten der Hl. Schrift.

Finale 1999 „Hinunter ist der Sonnenschein“ für Orgel  kommt auf der CD direkt nach Korns Morgenmusik. Finale 1999 wurde zum Jahrtausendwechsel komponiert, uraufgeführt durch Franz Lörch in der Silvesternacht! Genzmer geht mit diesem Alterswerk mit viel Enthusiasmus, Vorsicht, zögernder Energie und dumpfem Groll in das 3. Jahrtausend. Wenn man sich das jetzt, 15 Jahre später anhört, klingt es fast visionär! Für ihn war das Ende des 2. Jahrtausend ein Sonnenuntergang?

Wilfried Hiller (*1941)  Tarot XVI „Turm der Zerstörung“ für Orgel . Er hat es im Gedenken an die Opfer des 9/11 komponiert und die Tarot Karte auf der zwei herabstürzende Menschen zu sehen sind vor Augen gehabt. Der Beginn hat nichts Trauriges sondern gibt eher die nervöse Unruhe wider, die vor dem Begreifen was geschah entstand, dann setzt die Trauer-Orgelmusik ein.

Roland Leistner-Mayer (*1945) Fantasie über den Choral „O Jesus Christ, meines Lebens Licht“ für Orgel  wurde ebenfalls vom Organisten Franz Lörch in Auftrag gegeben und ist ihm auch gewidmet. Komponiert 1998  wurde sie am 31.12. 1998 in der Kirche St. Sylvester in München uraufgeführt. Harmonische und darstellerische Klangfarben enden in einer fröhlich-hysterischen Passacaglia.

Peter Jona Korn (1922-1998) – Meditation Op 76 – 1983 ebenfalls für Franz Lörch komponiert erwünscht viel improvisatorische Freiheit. Ohne Interpret ist ein musikalisches Werk nur Noten auf Papier, hat Korn gesagt. Kreative Inspiration und interpretative Intuition machen eine Komposition zum Werk.

Andante con moto ist aus der Morgenmusik (1973) für Trompete und Orgel. Leicht und hell, voller Licht beginnt dieser Anbruch des Tages, mit dem Einsatz der Trompete erwacht die Welt langsam. Schönes Werk!

Robert M. Helmschrott (*1938) Sonata da Chiesa Nr. 3 für 2 Trompeten und Orgel . Sie ist Teil eines 12-teiligen Sonatenwerkes für Orgel und verschiedene Instrumente.  Die Sonata da Chiesa Nr. 3 ist im Stil der italienischen Kirchensonate  geschrieben und entstand aus einem Werk, das 1984 auf den Internationalen Orgeltagen in Ingolstadt aufgeführt wurde.

Vielleicht das interessanteste Werk auf der CD.

P1060124
Bogomir Ecker « Trillerpfeifer und Ghettoplaster » (1994)
Museum Leipzig

Christa Blenk

 

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