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Film: Berlin – Die Sinfonie der Großstadt

Die Sinfonie der Großstadt

Letsdance in Berlin
Lets Dance in Berlin: Christa Linossi

Im Rahmen des Filmfestivals anlässlich 25 Jahre Wiedervereinigung 1+1 = 1 wurde auch der 74-Minuten-Dokumentarfilm von Walter Ruttman „Die Sinfonie der Großstadt“ gezeigt. Entstanden ist dieses experimentelle Meisterwerk im September 1927 und steht voll im Zeichen der Bewegung und der unglaublichen Aktivitäten dieser Großstadt in den „roaring twenties“ . Die russischen Konstruktivisten, Feininger, Mondrian und Marinettis Futuristisches Manifest stecken in diesem Film ebenso wie das rauschende Leben des sich im Aufschwung befindenden Berlin.

Der Filmpionier Ruttmann beschreibt einen Tag, d.h. 24 Stunden, das Berliner Leben in allen Gesellschaftsschichten; die Reise beginnt mit einer beeindruckenden Dampfschnellzugfahrt zum Anhalter Bahnhof. Landschaften, Fabriken, Schlote, Wiesen und Wohngebiete ziehen vorbei. Hinter der Kamera stand Karl Freund, wohl einer der bedeutendsten Kameramänner des deutschen Films, unterstützt von seinem kreativen Drehbuchautor Carl Mayer, der auch die Idde zu dem Film hatte. Die Berliner sind die Schauspieler, die Handlung ist das Leben, die Kulisse die Realität, der Rythmus da Stampfen der Maschinen und die Schritte der Hastenden und Edmund Meisel hat das alles zusammen in Töne gesetzt.

Es ist frühmorgens und langsam füllen sich  die Straßen. Als erste machen sich die Arbeiter per Tram, zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf den Weg in die große Fabrik.  Der zweite Akt gehört den Schulkindern, den Büroarbeitern und den Hausfrauen.  Es wird 12 Uhr und es ist Mittagspause; hier kommt der Film ein wenig zur Ruhe. Ruttmann zeigt den verrückten Verkehr auf den Berliner Straßen und das perfekte Zusammenwirken von Fuhrwerken, Busses, Straßenbahnen, Fahrrändern und Fußgängern, die sich überall noch schnell durchschlängeln. Zwischendurch wird die Produktionskette in einer Milchverarbeitungsfabrik gezeigt und eine Großbäckerei schieß geradezu Weißbrot aus dem Ofen. Schnell werden die Zeitungen gepackt und ausgefahren. Dann wird es  Nachmittag und Sport ist angesagt.  Der Rhythmus des Lebens in der Stadt wird wieder schneller, wenn die Fahrräder auf den Rennbahnen ihre Runden drehen. Am Abend gehen die Arbeiter nach Hause und die Schreibmaschine wird abgedeckt. Das Nachleben beginnt in den unterschiedlichen Vergnügungsetablissements und endet mit einem Feuerwerk vom damals grad  neu eingeweihten Berliner Funkturm.

Der Film ist mit- und hinreißend  und saust in fünf Akten und in 24 Stunden durch das des Berliner Leben in den 20er Jahren. 1927 wurden die 1466 Meter Filmlänge von der Zensur freigegeben und am 23. September 1927 wurde der Film uraufgeführt.

Die Musik hat der deutsche Dirigent und Komponist Edmund Meisel  (1894-1930) komponiert. Meisel errang 1926 einen großen Bekanntheitsgrad mit der Musik zu Eisensteins Panzerkreuzer Potemkin.  Er hat seine Musik der Großstadt-Sinfonie  hinter die Vorgaben der Dramaturgie gestellt, d.h. er hat den notwendigen lautmalerischen Geräuschen den Vorrang gegeben  und  begleitet musikalisch die Dampflok genauso wie das nächtliche Reparieren der Eisenbahnschienen oder das Feuerwerk.

Ein unglaubliches Erlebnis!

P1260552

Christa Blenk

 

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