Concerti del Tempietto

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Joao Aboim (Piano), Tiago Neto (Geige), Olivia Funnell (Cello); Foto: Christa Blenk

Jedes Jahr im Sommer bis in den Herbst hinein finden im Chiostro di Campitelli al Teatro di Marcello fast täglich Konzerte im Freien zwischen Ruinen statt.

Unter einem großen Magnolia-Baum in dem bezaubernden Innenhof spielten gestern Abend bei lauer Sommerluft und klarem Himmel die portugiesischen Solisten  Joao Aboim (Piano), Tiago Neto  (Geige) und die Engländerin Olivia Funnell (Cello) Kammermusik vom Feinsten. Das interessant zusammenstellte Programm ging von Benjamin Brittens (1913-1976) Sonata für Violine und Klavier in C Dur Op 65 bis hin zu Beethovens Geister-Trio in  D -Dur Op 70 Nr. 1.

Brittens Sonate ist im gleichen Jahr wie sein gewaltiges War Requiem entstanden, nämlich 1961. Es besteht aus fünf Sätzen:  Dialogo (Allegro), Scherzo-pizzicato (Allegretto), Elegia (Lento); Marcia (Energico) und Moto Perpetuo (Poco Presto). Der begnadete Britten hat es für den großen Cellisten Mtislav Rostropowitsch geschrieben, deshalb ist es für jeden Cellisten allein schon deshalb eine Herausforderung.

Zwischen diesen beiden Klassikern lernten wir – vortragen durch Klavier und Geige - verschiedene romantische und spätromantische Romanzen und Sonaten von den uns weniger bekannten portugiesischen Komponisten Óscar da Silva (1870-1958), David de Souza (1880-1918), Luis Barbosa (1887-1952), António Fragoso (1897-1918)  und Herminio do Nascimento (1890-1972) kennen. Hier waren als Väter ganz klar Cesar Frank, Gabriel Fauré oder auch Chopin heraus zu hören – aber generell blendend vorgetragen von den wirklich ausgezeichneten jungen Solisten.

Beethovens Geister-Trio bildete den Schluss. Er hat es im Winter 1808-1809 im Hause der Gräfin Marie Erdödy, dort wohnte er zu diesem Zeitpunkt, vorgestellt. Der Publizist Johann Friedrich Reichard hörte es Silvester 1808 und geriet regelrechts ins Schwärmen, kein Wunder, war doch der Meister selbst am Flügel. Auch mit diesem Klassiker hat das Trio die Latte sehr hoch gehängt.

Ein wirklich schönes Konzert, das mit einem Fado als Zugabe zu Ende ging.

Die portugiesische Botschaft hat dieses Konzert im Rahmen des Festival Musicale delle Nazione organisiert.

Christa Blenk

 

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