24 mai 2015 0 Commentaire

Il laboratorio del genio: Bernini als Zeichner

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Ausstellungsplakat im Palazzo Barberini

Vom 25. März bis 24. Mai 2015 waren in der Galeria Barberini an die 200 Zeichnungen vom wichtigsten und bekanntesten römischen Bildhauer, Maler und Architekten Gian Lorenzo Bernini zu sehen.

Entstanden ist diese interessante Schau in Zusammenarbeit von Jeannette Stoschek, Sebastian Schütz und Giovanni Morello: Vor Rom war sie im Museum der bildenden Künste in Leipzig zu sehen.

Das hat einen Grund: 1715 hat der Leipziger Stadtrat einen Großteil dieser hier ausgestellten Zeichnungen erworben, die der Bibliothekar Christian Götze vom römischen Kunsthändler Francesco Antonio Renzi kaufte; ein Großteil dieser Preziosen stammte aus der Sammlung der Königin Cristina von Schweden. Jahrelang lagen diese Schätze in der Ratsbibliothek von Leipzig bis sie schließlich 1931 von Heinrich Bauer und Rudolf Wittkower aus dem Keller ans Tageslicht geholt und komplett archiviert wurden.   Diese Leipziger Zeichnungen dokumentieren das künstlerische Leben Berninis, die Projekte – die realisierten und nicht realisierten – dieses barocken Genies.  Unter den Karikaturen befindet sich eine genial-spöttische über den Kardinalnepoten Scipione Borghese. Mit nur fünf Linien hat er ihn komplett portraitiert und sieht seiner Büste (natürlich auch von Bernini) in der Galleria Borghese ähnlich.  

Projekte des Vierströmebrunnens auf der Piazza Navona, vom Daniel,  vom  Laokoon, die Petersdom-Projekte und die Kolonnaden etc. Viele Eigenportraits als junger und auch als alter Mann, Portraits von Kindern (die alle ihm irgendwie ähnlich sehen), die fruchtbarsten Jahre unter seinem Mäzen Papst Urban VIII und später unter Alessandro VII, dem Chigi Papst sind dokumentiert. 

Zu der eh schon ausgezeichneten Leipziger Sammlung gesellten sich Werke aus anderen römischen Museen und den Vatikanischen Museen aber auch aus der Kollektion von Königin Elisabeth II. und aus der Wiener Albertina.

Immer wieder bestätigt sich, wie nachhaltig und definitiv Bernini das barocke Rom – zusammen mit seinem Erzfeind und Kollegen Borromini – prägte. Nach Rom passen die Zeichnungen am besten, denn nur hier kann man Bernini wirklich kennen lernen, angefangen von einem Besuch in der Galleria Borghese, bis hin zu den Kirchen, in denen seine Werke stehen, wie z.B. die Verzückung der Hl. Teresa in der Kirche Santa Maria della Vittoria. Noch nie hat man dem grafischen Werk soviel Bedeutung beigemessen. Zusammen mit der zurzeit im Palazzo Cipolla stattfindenden Ausstellung über das barocke Rom, verschafft man sich ein perfektes Bild dieses Barockkünstlers. Purer Luxus!

 

 

Christa Blenk

 

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