Schirin Fatemi

Selbstbildnis 
« Selbstbildnis », 2010 – Acryl auf Leinwand 60×50 cm (« zwischen den Welten »)

Die deutsche Künstlerin Schirin Fatemi lebt und arbeitet in Rom und Hannover; in Bologna und Rom hat sie Bildende Künste studiert.

Mathematisch-kubistische Farbkombinationen zeigen dem Betrachter eine sehr persönliche Annäherung an die Neo-Expressionisten. Ihr Bilderuniversum ist eine Gratwanderung zwischen Abstraktion und Realismus und ihre Arbeiten rufen Assoziationen mit orientalischen Holzstichen und  Cezannes vor-kubistischen Landschaften hervor. Aber auch italienische Maler wie Sironi oder die Futuristen gehören zu ihren Mentoren.  Schirins Arbeiten sind Kompositionen, die sich durch eine ausgewogene Mischung von  Licht, Farbe und Formen ausweisen, und nur vor dem Hintergrund der italienischen Kunstgeschichte entstehen können. Sie befindet sich auf ihrer ganz eigenen Grand Tour vom Norden gen Süden und zurück.

Terre-Gentili              Richtung Nord
  »Terre Gentili »,                                                          « Richtung Nord »
Mischtechnik auf Leinwand 50×100 cm,                    Mischtechnik auf Leinwand 70×100 cm

Wenn sie in Italien oder Rom ist, dann setzt sie sich zur Zeit mit der italienischen Landschaft und mit Licht auseinander,  ganz der Tradition der Bildungsreisenden im 18. und 19. Jahrhundert folgend. Sobald sie gen Norden rückt und das Licht schwindet, scheinen Schirins Arbeiten konzeptioneller, kalkulierbarer, wie eines ihrer letzten Werke für eine Austauschausstellung Hannover – San Francisco   Binary Code « HelloWorld » (2014) ist eine analog-digitale Kombination.  Die Buchstaben aus der Wortkombination « HelloWorld » bilden die Grundlage für eine Anordnung der Figuren auf der Arbeit und werfen Fragen zum Thema globalisierte Kommunikation im digitalen Zeitalter auf.  Schirin hat mit dieser Arbeit, die in Deutschland entstanden ist, sich kurzfristig auf einen neuen, konzeptionellen Weg begeben, auf dem – wie auch schon in früheren Arbeiten – die Ordnung das Chaos verdrängt.

Sant' Andrea della ValleSant Andrea della Valle: Aquatinta-Radierung auf Kupferplatte 20×25 cm, Druck auf  handgeschöpftem Büttenpapier 35×50 cm

« Ich empfinde ganz deutlich, dass die Zeitfrage an dieser Erdenstelle eine ziemlich gleichgültige ist und dass ich nach drei Monaten in Rom mit demselben Gefühl scheiden würde wie in diesem Augenblick. » Schrieb Theodor Fontane an Karl Zöllner im Oktober 1874. Schirin Fatemi geht es genauso und mit Stadtansichten wie z.B. Sant’Andrea della Valle drückt sie dieses Zeitlose und Ewige aus und holt aus Rom nochmals eine, expressionistische Dimension heraus .

 Ninfa« Ninfa », Aquatinta-Radierung auf Kupferplatte 20×25 cm, Druck auf  handgeschöpftem Büttenpapier 35×50 cm

  »Horizonte » war der Titel ihrer letzten Ausstellung. Fast alle präsentierten Exponate sind in Italien/Rom entstanden. Hier hat sie sich auch mit der « nature morte » auseinander gesetzt und mit dem Portrait. Die drei Hauptfarben auf dem Autoportrait aus 2010 sprechen von ihrer (positiven) Hin- und Hergerissenheit von  eigentlich sogar drei Kulturen. Vom Vater kommt die  orientalische Ästhetik und Philosophie, die man in den delikaten Radierungen erahnen kann und trotz ihrer deutschen Erziehung und Mutter, fühlt sie sich unweigerlich von den mediterranen Kulturen und Farbpaletten angezogen.

Mehr über die Künstlerin

Christa Blenk

 

 

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