4 août 2014 0 Commentaire

Rom im August

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Rom im August

Morgens um 7.00 Uhr weht schon oder besser noch eine frische Brise, der Himmel ist klar und blau, die Vögel singen und man könnte das Auto vor der Haustür parken. Auf dem Weg ins Büro kommen wir an duftenden Jasminblüten vorbeit und es fallen nahezu alle Kämpfe und Diskussionen mit aggressiven Autofahrern oder frechen motorini weg und man sich kann beruhigt (trotzdem immer nach rechts und links schielend) dem Zebrastreifen anvertrauen. Was in den verbleibenden elf Monaten lebensgefährlich ist. Da stört es dann auch nicht, wenn man ab und zu die Straßenseite oder die Straße wechseln muss, da natürlich der August für Straßenarbeiten und Reparaturarbeiten benutzt wird. Bis 15. August (Fer agosto) geht das so, und dann wird es noch ruhiger. Restaurants, die nicht im Aktionsradius der Touristenherden liegen, schließen und so tun es Friseure und Reinigungen, der Copy shop macht auch zu – sogar die Eisdiele in San Lorenzo, das ist nun sehr schade. Der unfreundliche Barbesitzer überlässt sein Reich für ein paar Tage den viel netteren Angestellten und wir trinken wieder unseren Cappuccino bei ihm. Im letzten Jahr habe ich gelernt, dass ich das Auto im August nicht willkürlich aus der Garage abholen kann – denn der Garagenmann, der im August alleine ist, macht eine sehr lange Mittagspause und schließt das Parkhaus schon um 23. 00 Uhr abends, anstatt üblicherweise um 1.00 Uhr früh. Nach einem Konzert in einem der vielen römischen Vororte, die im Sommer stattfinden, bleibt das Auto dann über Nacht draussen – aber es gibt es Platz, wie gesagt. Dafür sind die dumpfen und monotonen, fast einschläferenden Rhythmen der Konzerte in der Bar im Park an der Tibertina oder auf dem Platz davor zu hören. Die Villa Torlonia, San Ivo alla Sapienza, Teatro Marcello, Villa Giulia und die Engelsburg bieten außerdem fast täglich Freilichtkonzerte an, mit sehr unterschiedlichem Programm und die Oper ist in die Caracalla Thermen gezogen.

Nach dem abendlichen Balkonpflanzen gießen (obwohl das bei uns nicht viel zu helfen scheint) wird es dann auch wieder ein wenig frischer und wir können auf dem kleinen Balkon unsere Nudeln essen. Eigentlich ist es schade, in so einem Monat Rom zu verlassen.

 

Christa Blenk

 

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