Impressionisten im Ara Pacis

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1936 hat der Kunstsammler und Mäzen Andrew W. Mellon mit Präsident Roosevelt das entscheidende Gespräch geführt und die National Gallery of Art in Washington ist entstanden.

1941 wurde das Museum schließlich eröffnet – allerdings ohne ihn, er starb kurz nach Beginn der Bauarbeiten. Seitdem wächst die Sammlung und Washington hat mittlerweile eines der wichtigsten Museen der Welt. Die Resistenz des relativ konservativen Paris, das Anfang des 20. Jahrhunderts von den modernen Tendenzen (sei es Malerei oder Musik!) nichts wissen wollte und froh war, diese Impressionisten und Kubisten los zu werden, spielte dabei eine bedeutende Rolle. Wichtige und entscheidende Gemälde sind somit in amerikanischen Privatsammlungen und Museen gelandet, die das Geld und die nötige Vision hatten.

Die Impressionisten der National Gallery gehen nun zum ersten Mal auf Europa-Tournee. Den Anfang macht Rom. Bis Ende Februar sind noch 64 Meisterwerke von Monet, Bonnard, Cézanne, Sisley, Vuillard, Berthe Morizot und Renoir im Museum Ara Pacis am Tiber zu sehen. Eine didaktische Einführung über die Anfänge der Fotografie erklärt die Bedeutung dieser für die Impressionisten und Post-Impressionisten.

Monet hat an die amerikanische Malerin Lila Cabot Perry geschrieben: „Wenn Sie hinausgehen zum Malen, vergessen Sie das Objekt das vor Ihnen steht – ein Baum, ein Haus, ein Feld oder was auch immer. Denken Sie einfach nur, hier ist ein kleiner Flecken Blau, hier ein wenig Pink, und hier ein Streifen Gelb, und malen Sie einfach nur die Wirkung auf Sie, bis Farbe und Form sich als Ihr persönlicher Eindruck des Gesehenen erweisen.“

Monet hat hier den Impressionismus beschrieben. Farbe als Folge von Lichteinflüssen und atmosphärischen Zuständen sowie der Sehfähigkeit der Betrachter! Das Wort selber hat – abschätzig und sich lustig machend – 1874 der Kunstkritiker Louis Leroy zum ersten Mal benutzt. Für ihn waren es Tapetenmuster, die bei der ersten Impressionistenausstellung 1874 im Atelier des Pariser Fotografen Nadar ausgestellt wurden. Das Gemälde von Monet „Impressions – soleil levant“ ist der Namensgeber des Impressionismus und hängt heute im Museum Marmottan in Paris! Glück gehabt – es hätte auch in Chicago landen können!

Christa Blenk

 

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