Luigi Campoccia – On the way to Damaskus

IMG_0971kleinCesar Borja – Detail der Arbeit « Trieste »  – der Orientalist Richard F. Burton (s. auch die beiden nächsten Ausschnitte)

CD Beschreibung

IMG_0975Auf dem Weg nach Damaskus.IMG_0970

Von der Insel Elba bis nach Smirna. Der Pianist und Komponist Luigi Campoccia hat sich mit Önder Focan und Senol Filiz zusammen getan; eine Reise mit dem Orient-Express ist dabei herausgekommen.

Es beginnt mit sehnsüchtigen Soufi-Jazz-Tönen. Dann mischt sich diskret das Saxofon ein und es wird klassischer. Charlie Parker ist der Vater von Daniele Malvisi. Jazz-Standards werden ganz leicht angedeutet. Die Reise hat begonnen, schnell schnell zum Bahnhof (denn sie wird natürlich nicht mit dem Flieger zurückgelegt – das ginge ja zu schnell). So flugs wollen wir nicht am östlichen Mittelmeer ankommen. Das Piano übernimmt ganz ungeduldig. Die Landschaft rast an uns vorbei – immer noch in Italien. Breathing Shell ruhig und sehnsüchtig – es wird Nacht. So geht es weiter – immer ein Hin – und Her zwischen Orient und Occident. Der Weg ist das Ziel. Oasis, Cici Kiz, Middle Way heissen die nächsten Abschnitte. East meets West mit allen obligatorischen Unvereinbarkeiten, die dann doch keine sind – wie sich herausstellen wird. Westliche und östliche Ästhetik und Rhythmen wechseln sich ab und der Sahara Wind weht dazu. Soft Jazz und Hintergrundmusik dann wieder zum Ausruhen bevor der Trip weiter geht. Kacsam Birakip, Over the Carpet, Dawn, Belly Dance. Ein romantischer Einstieg, der dann gleich wieder von Soufi Flüstern begleitet wird. Schöne Piano-Stelle und ich höre immer eine Flöte, die es aber gar nicht gibt. Wir sind wohl angekommen und Orient-Zauber kommt ins Spiel. Jetzt wird noch die richtige Bleibe gesucht; dann geht es schwungvoll und sehr rhythmisch über den Teppich und bevor uns die Luft ausgeht gleich ins Restaurant mit Animation! Dort erwarten uns nach dem Aperitif und westlichen Standardtänzen die Derwische und wirbeln über das Parkett. Fantasievoll und originell die CD.

Luigi Campoccia, piano; Paolo Corsi, Schlagzeug und Percussion; Rossano Gasperini Bass; Daiele Malvisi, Saxophon; Aziz Senol Filiz, Ney Önder Focan, Guitarre.

Johann Wolfgang von  Goethe  hat sich  in seiner umfangreichen Gedichtesammlung West-östlicher Divan,  1819 – inspiriert durch den persischen Dichter Hafis – , mit diesem Thema auf eine sehr vorausschauende, romantische und sehnsüchtige Weise auseinander gesetzt.

Wer sich selbst und andere kennt,
Wird auch hier erkennen:
Orient und Okzident
Sind nicht mehr zu trennen. … (Goethe)

 

Fouad Bellamine Artist: Fouad Bellamine

Christa Blenk

VERSIONE ITALIANA

 

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