De-siderio Dis-astro
Gestern abend wurde in San Lorenzo im neuen Sitz der Zeitschrift ARIA die fünfte Ausgabe der « Künstlerzeitschrift » (rivista d’artisti) vorgestellt.
Das Motto dieser Ausgabe ist: De-siderio dis-astro.
Die Zeitschrift erscheint zweimal im Jahr und gibt verschiedenen Künstlern die Möglichkeit, sich zu dem vorgegebenen Thema zu äussern.
Die Kunstaktivistin Paola Romoli Venturi z.B. hat das Thema der « Bäume im Ghezi Park » und die Zeichnung über die Erinnerungen eines kleines Mädchens verarbeitet. Während Pino Boresta an die 30er Jahre Dramatik in Deutschland mit « Arbeit macht Frei » erinnert. Stefania Fabrizi zeigt verhüllte weiße Frauen und Claudio Scanzani ein Mädchen in « no future « -Position auf einem Fernsehen mit geteiltem Bildschirm sitzend, links die heile Welt eines blonden kleinen Jungens mit einem Fußball unterm Arm, rechts ein afrikanisches Mädchen im gleichen Alter mit einem Gewehr auf der Schulter.
Die nächste Ausgabe wird das Thema « Autoportrait » behandeln.
Paola Romoli Venturi – Pacific Trash Vortex
(nicht das in der Ausgabe besprochene Werk)
Es reicht natürlich nicht aus, so einen Künstler kennen zu lernen. Die Initiative ist aber interessant und ausbaufähig.
Christa Blenk