Auf dem Stromboli

Bericht auf artmore über ein umwerfendes Wochenende auf der Insel Stromboli und einer Vulkanbesteigung.

feuerrutsche Feuerrutsche – sciara di fuoco – Stromboli

Feuertheater im Mittelmeer

…Wir hatten uns jedoch für eine Reise zum Stromboli entschieden. Angeregt u.a. durch Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“, der ja, wie der geneigte Leser weiß, seine Protagonisten in Island in den Snoeffels (Snæfellsjökulsteigen) steigen lässt, um sie  nach langer Wanderung durch Dantes Höllentrichter und Luzifers Sitz bis zum Erdmittelpunkt über den Krater des Stromboli wieder auf die Erde zurückholte. Allerdings waren der Hamburger Professor und sein Expeditionsteam nicht auf der Suche nach den Poeten der Antike, sondern folgten einer Runen-Geheimschrift aus dem 12. Jahrhundert von Snorri Sturluson, die sie nach viel Mühe entzifferten. Das war 1864 und hat vielleicht auch Mark Twain animiert, auf seiner zweijährigen Europareise 1867-69, die Äolischen Inseln und den Stromboli zu besuchen…..

 

vulkan4

Fotos: Christa Blenk

 

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Buena Vista Social Club – Gastspiel in Rom

auditoriumkleinCavea vor dem Konzert

1999 hat Wim Wenders einen Dokumentarfilm über das Musikprojekt « Buena Vista Social Club » gedreht, der mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde. Hierbei konnte das Publikum auf einer Reise durch ein charmantes aber dem Verfall preis gegebenes Havana den kubanischen Musikern folgen, wie sie über ihre Musik und über ihr Leben erzählen. Mit einem Auftritt in der Carnegie Hall in New York endete diese wunderbare Werk.

Ry Cooder, der ursprünglich ein Soloalbum mit Ibrahim Ferrer aufnehmen wollte, reise nach dem Erfolg einer ersten CD mit Wim Windres und dem Doku-Team nach Havana, um diesen Film zu drehen. Allerdings ist die schrecklich penetrante elektrische Gitarre und Omnipräsenz in dem Film von Ry Cooder eher störend. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich ihn mir weggewünscht habe. Aber gut, immerhin hat er die ganze Realisierung in Gang gebracht und wollte dann eben auch im Mittelpunkt stehen.

buenavistaOmara Portuondo, Eliades Ochoa, Guajiro Mirabal, Barbarito Torres und Jesus « Aguaje » Ramos sind praktisch seit 16 Jahren auf Tournee und gaben hier in Rom eine bewegende Abschiedsvorstellung in der Cavea (die Freilichtbühne) von Renzo Pianos Auditorium im Parco della Musica. Omara ist die einzige, die im Film mitgewirkt hat, der auch für den Durchbruch dieses « Orchesters » verantwortlich war. Als sie am Donnerstag abend, 84jährig, einen Cha Cha Cha singend die Bühne trat, gerieten die knapp 3000 Zuhörer fast in Extase und feierten stehend und tanzend die kubanische Sängerin.

buenavista2Ansonsten hätten wir uns gewünscht, einige Klassiker eben aus dieser Zeit zu hören. Das Orchester hat sich aber entschieden, ältere Dauerbrenner wie Quiza Quiza oder Dos Gardenias para ti ins Programm zu nehmen – auch wieder verständlich, denn die großen Stars wie Ibrahim Ferrer, Rubén Gonzalez oder Compay Segundo wären eh nicht zu überrreffen gewesen. Sie durften wie dann in Form von Filmen oder Fotos auf der Leinwand im Hintergrund  der Bühne sehen. Obwohl es ein schönes Konzert war, blieb es doch nur ein Abschlatsch eines fantastischen Momentes der Entdeckung dieser kubanischen Musiker, die alle erst mit ca. 60 Jahren gekannt wurden. Ibrahim Ferrer ist 2005 vertorben, Compay Segundo und Rubén Gonzalez 2003.
Christa Blenk

 

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Nederlands Dans Theater

thermepicknick 
Große Therme in der Villa Adriana, Tivoli (Foto: Christa Blenk)

Gastspiel des NDT 2 beim Festival Villa Adriana(Bericht auf KULTURA EXTRA)

Es ist 20.00 Uhr, die Besucher sitzen auf den Ruinen (was man eigentlich gar nicht darf) und essen ein mitgebrachtes Tramezzino oder sitzen locker und gelöst, trotzdem ab und zu einen Blick gen Himmel werfend,  zwischen den Ruinen an kleinen Tischen beim Spritz. Vor 20 Minuten hat ein blauer Himmel den Wolkenbruch abgelöst, der uns die 30 Minutenfahrt von Rom nach Tivoli erschwert hat und dafür verantwortlich ist, dass wir nun einen riesigen Regenschirm mit uns herumtragen. Der Abend ist gerettet und bis zu Beginn der Vorstellung um 21.00 Uhr laut Programm (21.30 Uhr reell) werden auch die Sitze wieder trocken sein und wir können unbeschwert dem dritten Tanz-Highlight – das auch das heimliche  Highlight des Festivals der Villa Adriana ist – entgegen sehen. Nach Martha Graham am 25.6. und Carolyn Carlson am 3.7. gastierte am 10. und 11. Juli  das Nederlands Dans Theater 2  (NDT 2) in der Großen Therme der Sommerresidenz von Kaiser Hadrian.

Vier unzusammenhängende und ganz unterschiedliche Choreografien hat das niederländische Ensemble nach Rom mitgebracht und damit die unglaubliche Spannweite ihres Repertoires unter Beweis gestellt. Die Bühnenbildutensilien reduzierten sich auf eine größere Anzahl von table-dance Lichtpfosten, einen roten Teppich, auf 16 weiße quadratische Podeste und einen kreativen Einsatz von Licht.

I new then ist der Titel des ersten Stückes, das der Schwede Johan Inger choreografiert hat. Begleitet von Van Morrisons Country-Musik (Madame George, The way young lovers do, I’ll be your lover too und crazy love) sind die Tänzer auf der Suche nach ihrer Identität und ihrem Weg, der irgendwo im Wilden Westen beginnt. Prüde, gewagt und sich vortastend finden sich Paare, um aus der vorherrschenden Langeweile auszubrechen ohne sich zu verraten. Manchmal wird auch gesprochen und das, was sich hinter den Lichtpfosten abspielt, kritisiert. Die Tänzer tragen alle Straßenkleidung und sind keiner gewissen Schicht zuzuordnen.

NDT2Kurzer Umbau bis zum Vier-Minuten-Stück  Shutters Shut (2003), auf das wir schon sehr gespannt waren. Die Kunst- und Literaturikone Gertrude Stein hat dieses surrealistisch-kubistische Gedicht If I told him: a completed portrait of Picasso 1923 geschrieben und damit die Poesie neu erfunden. Sol León und Paul Lightfoot haben die Choreografie hierzu entworfen. Ein Pas de deux im Dominoanzug (ein Tänzer in weiß/schwarz, der andere in schwarz/weiß). Der Originalton von Gertrude Stein begleitet die Bewegungen oder umgekehrt? Und wer dem englischen Text nicht folgen konnte, hat ihn von der Gestik der beiden fantastischen Solisten ablesen können. Mit elf Jahren ist das Stück fast schon ein Klassiker, der immer aktuell bleiben wird – so wie #Gertrude Steins Gedicht.

Anschließend wird ein quadratischer, ca. 50 qm großer roter Teppich, hereingerollt. Er ist die wichtigste Requisite für  Subject to change. Wieder eine Choreografie von Sol León und Paul Lightfoot (was für ein perfekter Name für einen Choreografen!).  Zu Schuberts  Der Tod und das Mädchen in der Orchesterversion von Gustav Mahler (1894), rollen vier schwarz gekleidete geschlechterlose Personen vor einem fünften Tänzer den roten Teppich aus, springen drüber und lassen ihn liegen. Ein Mädchen, das ein weißes Toten-Spitzenhemd trägt, tanzt sich über den Teppich, wird mit ihm gedreht, der Mann kommt dazu, sie tanzen gemeinsam, sie flieht, sie kommt wieder. Voller Emotionen und Eleganz diese beiden, immer eingerahmt von den vier schwarzen Personen. Es ist ein geniales Werk und besser könnten Musik, Choreografie und Optik nicht zusammen arbeiten. 2003 hat dieses Stück den Zwaan Award für die beste Produktion gewonnen.

monduebervillaadriana Während der kurzen Pause können wir einem zweiten Spektakel folgen. Als  Effekt des Fast-Vollmondes und der Beleuchtung rund um die Bühne beobachten wir auf der Mauer hinter der offenen Bühne wie riesige gespensterhafte Schatten tragen etwas von links nach rechts oder umgekehrt tragen. Später lernen wird, dass es Kakteen in unterschiedlichen Größen und Formen waren, die zum Einsatz kamen.   Alexander Ekman hat hier die Choreografie, das Bühnenbild und die Kostüme für Cacti entwickelt. Hier kommen die vorher erwähnten weißen ca. 2 qm großen Podeste und alle 16 Tänzer zum Einsatz. Jeder steht in einer anderen Pose auf seinem Podest. Der erste Eindruck versetzt uns direkt in die Centrale Montemartini, ein Skulpturenmuseum in einem alten E-Werk in Rom. Cacti ist viel mehr als nur Tanz. Es ist auch Theater, Slapstick und Kino (die letzte Sequenz hat mich an die fotografischen Bewegungsabläufe von  Eadweard Muybridge erinnert). Irgendwann werden die Legobausteine zu einer Art Bauhaus- oder Stummfilm-Konstruktion zusammengestellt.  Vor diesem Bau nun fängt ein Pärchen an, die schwierigen Bewegungen und Posen für Cacti nochmals zu proben. Sie animieren sich gegenseitig und analysieren  Schwachstellen, machen sich aber auch ein wenig lustig über sich selber und das Stück.  Ein geniales Zwischenspiel, bis dann wieder alle tanzen und die Kakteen auf die Bühne bringen, die in der Folge in den Ablauf mit einbezogen werden. Ekman will uns wohl davon überzeugen, dass Tanz auf keinen Fall trocken und stachelig sein muss. 2010 wurde er für den Zwaan Award nominiert. Die Musik zu dieser Kreation ist von Haydn, Beethoven und wieder Schubert. Mit ihrer hautfarbenen Oberkörperbekleidung wirken sie auf den ersten Blick nackt und wie kleine flinke Aliens – befremdend und faszinierend-betörend. Vollkommen sind sie, unverwechselbar-anmutig und natürlich-perfekt.

taenzerndt1 Ob die Tänzer absichtlich anonym blieben oder das Programm nur schlampig gemacht war, habe ich nicht herausgefunden. Den Solisten wurde jedenfalls kein Name zugeordnet; nicht mal beim Pas de Deux von Shutters Shut. Ist auch nicht unbedingt tragisch, weil sie alle genial waren und eine große Tanzzukunft vor sich haben werden. Zur Zeit besteht aus Ensemble jedenfalls  aus :  David Ledger, Dévi Selly, Clara Villalba, Olivier Coeffard,  Chuck Jones, Fernando Troya, Spencer Dickhaus, Clement Haenen, Imre van Opstal, Casia Vengoechea, Richel Wieles, Xanthe van Opstal, Violet Broersma, Daan van der Laar, Luke Cinque-White, Gregory Lau, Luna Mertens, Yukino Takaura, Katarina van den Wouwer.

Standig ovations und nicht enden wollender rasender Applaus für diese einzigartigen und außergewöhnlichen Tänzer, die federleicht, elegant und mit spielerischer, stressfreier und hochkonzentrierter Perfektion über die Bühne huschten. Permanent und immer wieder aufs Neue überrascht folgten wir ihnen, wie sie sich faltend, rollend, auf das Podest trommelnd, von einer Ecke in die andere schmissen.

Das Nederlands Dans Theater wurde schon 1959 gegründet, u.a. von Hans van Manen, der lange Jahre dessen Leiter war bis 1975 Jiri Kilián für 20 Jahre die Regie übernahm. Das NDT 2 entstand 1978 als Sprungbrett auf das Welt-Tanzparkett für besonders junge und begabte Tänzer und Hochschulabsolventen (die jüngsten sind 17 Jahre, die ältesten 22).  John Lightfoot und Sol Léon haben 2001 die künstlerische Leitung des NDT 2 übernommen.

Das Nederlands Dans Theater wird übrigens die Internationalen Tanzwochen in Neuss 2014/15 eröffnen.

Christa Blenk

 

 

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Albicocche rosse – versione italiana

 Prima rappresentazione a San Gusmè il 4 luglio 2014

 San Gusmè eli 1 copia 

San Gusmè – Foto: ©Lorenzo Vanni

 

Si dice che le grandi cose hanno bisogno di tempo per crescere. Ciò è dimostrato dal progetto teatrale del regista tedesco, Ulrich Waller, direttore del Teatro St. Pauli a Amburgo, che, insieme a Matteo Marsan e Dania Hohmann ha realizzato un impressionante spettacolo in occasione del 70° anniversario dell’eccidio di „Palazzaccio“, un piccolo podere ubicato in provincia di Siena.

„BlutigeAprikosen“ – „Albicocche rosse“ è una pièce teatrale, documentario, italo-tedesca, la cui prima si è tenuta il 4 luglio a San Gusmè, fraz. di Castelnuovo Berardenga (SI), un piccolo Borgo vicino al luogo dell’eccidio, in presenza di circa 200 spettatori.

Si tratta della trasposizione teatrale di un’azione di ritorsione posta in essere dai soldati tedeschi della divisione „Hermann Göring“, nella mattinata del 4 luglio 1944, in conseguenza di un attacco da parte di partigiani, che costò la vita di nove civili nel podere Palazzaccio.

Il linguaggio narrativo usato dai registi, con il quale lo spettacolo si avvicina alla trasposizione della storia comune, è quello di un collage-teatrale, basato su documenti originali, messo in scena con attori, musica dal vivo, canzoni di un cantastorie, filmati e proiezioni di testi. L’opera si compone di 16 atti che si svolgono tra giugno 1940 e il 4 luglio 1944, giorno dell’eccidio: vengono presentati gli antefatti della guerra; il fascismo; la collaborazione italo-tedesca durante la guerra; l’occupazione dell’Italia da parte dei Tedeschi; le sofferenze causate dal conflitto; l’antisemitismo; la lotta partigiana, e, infine, la strage del Palazzaccio del 1944.

Il metodo stilistico teatrale è basato sui ricordi di Osvaldo, all’epoca ragazzo di 10 anni, testimone oculare di quel periodo, che rivive l’esperienza della guerra. E’ Osvaldo che, dopo l’eccidio, trovò i cadaveri delle vittime di Palazzaccio. Tutto ciò viene appreso dallo spettatore, nel corso del prologo, in maniera commovente direttamente dalle parole del sopravvissuto.

La rappresentazione inizia in maniera spettacolare con i rumori ed i bagliori provocati dai colpi dell’artiglieria; la popolazione impaurita si riunisce nella piazza e manifesta la propria paura circa il futuro che li attende.

Nella scena successiva, lo spettatore è testimone di una lezione di storia tenuta in una scuola elementare, dove gli alunni vengono indottrinati sul potere del fascismo e sul sogno dell’Italia di diventare un grande impero e di entrare in guerra a fianco dei Tedeschi. Si tratta di una delle scene più riuscite dello spettacolo.

Nel frattempo, l’Italia entra in guerra ed i primi abitanti del paese vengono reclutati per il conflitto: le scene dolorose di addio vengono recitate dagli attori in maniera sincera.

Albicocche rosse 1 Foto: Lorenzo Vanni

La guerra al fronte è in pieno svolgimento, le relazioni tra gli Italiani e i Tedeschi peggiorano. Questo particolare momento storico viene illustrato, in maniera emozionante, attraverso la lettura di una lettera che un padre, impegnato nella campagna di Russia, invia alla propria famiglia. La descrizione della situazione al fronte causa in alcuni bambini del paese sinceri dubbi sul Duce e provoca un litigio tra questi. Solamente la maestra, una fascista dal volto umano, riesce a pacificare il litigio tra i bambini.

L’atto seguente descrive il nascere di una relazione amorosa tra un tenente tedesco e una giovane ragazza italiana del paese. Il Tenente ha l’aria piuttosto mite e amabile: la bella ragazza ammalia completamente il Tenente. Nonostante i Tedeschi e gli Italiani, in quella fase della guerra, siano ancora alleati, la madre della giovane non tollera il nascere di questo sentimento e la coppia è costretta ad incontrarsi sempre di nascosto.

Quotidianità nei tempi di guerra: arrivano in paese notizie circa le dimissioni presentate da Mussolini al Re; la guerra continua; si hanno i primi problemi di approvvigionamento; il Re fugge da Roma; cominciano le deportazioni; soldati sbandati; viene costituita la Repubblica di Salò. L’appello del potestà al dovere dei cittadini di difendere la patria sotto i colori della neonata Repubblica fascista è il tema delle prossime scene.

Seguono descrizioni delle prime iniziative dei partigiani, la diserzione di un soldato tedesco e un’esibizione molto convincente di un’ebrea precedentemente internata in un campo di concentramento, salvata da Paolo, un sorvegliante del campo. La profuga viene nascosta in un solaio dagli abitanti del paese perché come ebrea è in pericolo nel piccolo borgo che è occupato dai Tedeschi. (Come racconta uno degli attori tedeschi si tratta di una scena autentica che era capitata proprio alla nonna dell’attrice).

La scena successiva, nella quale un capitano tedesco, – ostinato, troglodita e senza pietà con gli abitanti del paese – seleziona dei lavoratori forzati, inizia ad avvicinare gli spettatori al clima di dramma finale. Il Capitano ha un alterco con il Tenente tedesco che, a suo parere, si è rammollito ed italianizzato. Entrambi gli attori dimostrano in quella scena grande perizia tecnica nella recitazione. Nel quadro narrativo che segue, il Tenente chiede alla ragazza di scappare con lui, mentre lei lo prega di restare. Nessuno dei due è pronto a fare questo passo e, quindi, gli stessi saranno protagonisti di una scena di addio struggente, che viene recitata dai due attori in maniera molto convincente.

Le scene successive hanno ad oggetto l’estate del 1944, nel corso della quale si verificano nella zona degli scontri tra partigiani e i Tedeschi. Un abitante del paese racconta di un bagno di sangue subito dai Tedeschi e avverte i compaesani del pericolo di potenziali rappresaglie.

La rappresentazione giunge al momento culminante e tragico. Questa parte della narrazione viene messa in scena in maniera originale tramite un mutamento del mezzo stilistico: attori e cantatori Bruscellanti raccontano la storia dall’eccidio di Palazzaccio. Contemporaneamente vengono proiettati sui muri di pietra del borgo di S. Gusmè, che si trovano dietro il proscenio, una serie di immagini inframezzati a testi. Il contenuto di questa parte della rappresentazione è basata su interviste fatte con i testimoni oculari del massacro.

Si racconta di uno scontro a fuoco avvenuto tra partigiani e due soldati tedeschi, sorpresi mentre raccolgono e mangiano delle albicocche vicino al podere di Palazzaccio. Nonostante i due soldati tedeschi riportino solo delle lievi ferite, l’agguato viene vendicato poco dopo dall’esercito occupante con un eccidio nel podere di Palazzaccio, dove si nascondono gli abitanti della zona. Nove civili vengono uccisi, in gran parte donne e bambini: „BlutigeAprikosen“ / „Albicocche rosse“!

Albicocche rosse 5 Foto: Lorenzo Vanni

L’esibizione si conclude sulle note di una canzone che narra di un futuro senza guerra e odio: „la terra ci regala un fiore, senza una domanda, senza fare caso alle bandiere. Solo la guerra ci ha resi nemici, benché fossimo amici e fratelli. Ciao bella, ciao.“

Grandi applausi e standing ovation per un’eccezionale prestazione artistica degli attori, musicisti, registi, tecnici e per il paese San Gusmè! E’ stata in tutti sensi una collaborazione interculturale artistica di successo tra il Teatro di St. Pauli di Amburgo e il Teatro Comunale Alfieri a Castelnuovo  Berardenga e l’Associazione teatrale „Lo Stanzone delle Apparizioni“, che gestisce il teatro comunale.

Oltre a tanti attori amatoriali (inclusi gli abitanti del paese e dintorni) i registi hanno scritturato, per questo progetto, anche musicisti e attori di fama, dalla Germania e dall’Italia: Adriana Altaras, Cristiano Burgio, Gualtiero Burzi, Mauro Chechi, Peter Jordan, Jörg Kleemann, George Meyer-Goll, Daniela Morozzi, Luk Pfaff, Massimo Poggio, David Riondino, Angelo Romagnoli, HartmutSaam, Bebo Storti, Massimo Tarducci, Elisa Vitiello e il Cantiere del Bruscello di Castelnuovo Berardenga.

Il progetto teatrale è un esperimento unico, interattivo, interculturale fondato sulla trasposizione storica: alla realizzazione dello stesso hanno partecipato quattro generazioni di attori. E‘ un tentativo vissuto di analizzare, collocare storicamente e non dimenticare l’eccidio di Palazzaccio. E soprattutto è un contributo inconsueto e sicuramente molto efficace alla cultura della riconciliazione.

Anche il “party“ che si è tenuto alla fine della rappresentazione è stato un esempio di riconciliazione: fino a tarda notte gli attori tedeschi ed italiani unitamente agli abitanti del paese hanno mangiato dolci e bevuto vino, cantato e ballato insieme sulla piazza del paese di San Gusmè – allegri, amichevoli, riconciliati.

Standing ovation allora anche per il regista Ulrich Waller, iniziatore di questo progetto straordinario.

Grandi cose hanno bisogno di tempo per crescere. Come viene riferito all’“after-party” da uno degli attori tedeschi, l’idea di Waller era nata già 10 anni orsono. Il regista amburghese ha una casa vicino a San Gusmè e sembra che si senta legato a questo luogo in maniera particolare. La sua prima moglie, la defunta attrice e regista Elke Lang, è sepolta nel piccolo cimitero di San Gusmè.

Waller finalmente avrebbe colto l’occasione del 70° anniversario dell’eccidio di Palazzaccio per realizzare il suo sogno teatrale a San Gusmè. Il progetto è stato preceduto da ricerche storiche, un interminabile lavoro per convincere le pubbliche amministrazioni dell’idea e anche l’individuazione di sponsor senza i quali un tale progetto impegnativo non avrebbe potuto essere realizzato.

San Gusmè con le sue case antiche poste sotto la tutela dei Beni Culturali ha fatto da quinta impressionante per questa esibizione teatrale. Si tratta di un piccolo Borgo con una piazza adorabile sulla quale è stato messo in scena il teatro all’aperto. Il Borgo è circondato da mura medioevali ed è situato in mezzo al tipico dolce paesaggio toscano. Circondato da uliveti e vigne, questo luogo offre delle viste spettacolari su un tipico paesaggio di cultura toscana, contornato da lunghe vie delimitate dai cipressi e antichi poderi – con una vista che si estende fino a Siena.

Con questo spettacolo teatrale, Waller è riuscito a ricostruire la trasposizione storica di un intero paese, che al contempo fungeva anche da palcoscenico reale. Il suo impegno è un omaggio molto particolare a questo paese toscano, San Gusmè, nel quale il regista tedesco sembra essersi radicato.

E da supporre che grazie a questo progetto innovativo si parlerà ancora per molto tempo di questo fine settimana teatrale di San Gusmè e che ciò farà da cassa di risonanza anche in futuro a questo Borgo incantevole.

Da menzionare sono anche le discussioni sull’eccidio, sul fascismo in entrambi i paesi e sulla seconda guerra mondiale, che si potevano ascoltare tra alcuni abitanti del paese e spettatori italiani e tedeschi dopo l’esibizione. I registi hanno, quindi, ottenuto un obiettivo: finché ci si confronta con la storia, essa rimane indimenticata. Durante questo fine settimana di teatro a San Gusmè la storia è stata trasmessa in maniera prossima ed è stata una commemorazione di tutti coloro che hanno perso la vita nell’eccidio, dei loro familiari, dei sopravvissuti e di Osvaldo, il bambino di 10 anni di Palazzaccio che ha portato, come lo spettatore apprende durante il prologo, questa storia come un peso pesante sulle proprie spalle per tutta la vita.

Birgit Käppeler

image Foto: Birgit Käppeler

L’artista Lorenzo Vanni ha creato in San Gusmè un giardino artistico con le proprie sculture ed installazioni. Finestra sulla Toscana è una delle sue opere.

 

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Blutige Aprikosen

Deutsch-Italienisches Theaterprojekt in Zusammenarbeit mit dem St. Pauli Theater

Bericht über die Premiere einer außergewöhnlichen und ganz speziellen Theateraufführung in der Toscana (San Gusmè) am 4. Juli 2014

San Gusmè eli 1 copia San Gusmè (Foto: ©Lorenzo Vanni )

Große Dinge brauchen Zeit zum Wachsen.

Und so war es auch mit diesem Theaterprojekt des deutschen Theater-Regisseurs Ulrich Waller, Leiter des St. Pauli Theaters in Hamburg, der zusammen mit Matteo Marsan und Dania Hohmann ein beeindruckendes Theater-Spektakel aus Anlass des 70. Jahrestages des Massakers von „Palazzaccio“, einem kleinen Gehöft in der Provinz Siena, auf die Beine gestellt hat.

Blutige Aprikosen“ – (Albicocche rosse“) ist ein deutsch-italienisches Dokumentar-Theater,  in San Gusmè, einem kleinen Borgo unweit vom Ort des Massakers, vor ca. 200 Zuschauern uraufgeführt wurde.

Hierbei geht es um die theatralische Aufarbeitung einer von Soldaten der Division „Hermann Goering“ am Tag ihres Abzugs verübten Vergeltungsmaßnahme, bei der nach einem Partisanenangriff gegen zwei deutsche Soldaten am Morgen des 4. Juli 1944 neun Zivilisten im Gehöft Palazzaccio erschossen wurden.

In Form einer Theater-Collage, basierend auf vielen Originaldokumenten und ausgestaltet durch gespielte Szenen, Musikeinlagen, Lieder eines Cantastorie (Bänkelsänger), Filmausschnitten und Textzügen stellt sich das Theaterstück der gemeinsamen Geschichtsaufarbeitung. In 16 Szenen, die in den Jahren zwischen Juni 1940 und 4. Juli 1944, dem Tag des Massakers, spielen, werden Vorgeschichte des Krieges, Faschismus, deutsch-italienische Kriegs-Kollaboration, Besetzung durch die Deutschen, Kriegsmüdigkeit, Antisemitismus, Partisanenkämpfe und schließlich das Massaker von Palazzaccio im Jahre 1944 dargestellt.

Theatralisches Stilmittel ist die Erinnerung von Osvaldo, einem Zeitzeugen, der als 10-Jähriger Junge Kriegserfahrungen macht und nach dem Massaker die Leichname von Palazzaccio entdeckt. Dies erfährt der Zuschauer auf bewegende Weise im Prolog.

Das Theater beginnt spektakulär inszeniert, im Geschützdonner der Artillerie und der Reaktion der verängstigten Dorfgemeinschaft über ihre Zukunft.

In der nächsten Szene, eine der gelungensten Szenen des Stücks, werden anhand des Geschichtsunterrichts in einer Elementarschule recht eindringlich der italienische Großmachttraum, die Macht des Faschismus und der Kriegseintritt Italiens an der Seite der Deutschen dargestellt.

Albicocche rosse 1  Foto: ©Lorenzo Vanni

Die ersten Dorfbewohner werden unter schmerzvollen sehr überzeugend gespielten Abschiedsszenen  in den Krieg  eingezogen.

Albicocche rosse 5Foto: ©Lorenzo Vanni

Der Krieg an der Front ist in vollem Gange, die Beziehungen zwischen Deutschen und Italienern verschlechtern sich, eindrucksvoll dargestellt anhand des Briefes eines Vaters, der in Russland kämpft und dessen Bericht bei einigen Dorfkindern Zweifel am Duce aufkommen lässt und einen heftigen Streit auslöst, der schließlich durch die sanftmütige, faschistische Lehrerin geschlichtet wird.

In weiteren Szenen wird der Beginn einer Liebesgeschichte zwischen einem deutschen Leutnant und einer jungen, italienischen Dorfbewohnerin thematisiert. Der deutsche Leutnant wirkt milde und liebenswert, das schöne italienische Mädchen hat den Leutnant in ihren Bann gezogen. Zu diesem Zeitpunkt sind Deutsche und Italiener noch Verbündete, aber dennoch missfällt der Mutter des jungen Mädchens die Flirterei und das Paar trifft sich fortan heimlich.

Kriegsalltag, geprägt von Unsicherheit über die Absetzung Mussolinis, den Fortgang des Krieges, Versorgungsproblemen, der Flucht des Königs aus Rom, Deportationen, flüchtigen Soldaten, der Gründung einer neuen faschistischen Republik und des Appells zur Verteidigung des Vaterlandes, zu der der faschistische Bürgermeister alle verpflichtet sieht, wird in den darauf folgenden Szenen thematisiert.

Es folgen Schilderungen der ersten Partisaneninitiativen, dem Überlaufen eines deutschen Soldaten und eine sehr überzeugende Darbietung einer ehemals im KZ inhaftierten Jüdin, die von Paolo, einem italienischen Bewacher des KZ gerettet wird und nun von den Dorfbewohnern auf einem Dachboden versteckt werden soll, da sie in dem von Deutschen besetzten Dorf in Gefahr ist. (Bei dieser Szene handele es sich nach Aussage eines der deutschen Schauspieler um eine authentische Geschichte, die der Großmutter der jüdischen Schauspielerin widerfahren sei.)

Die Situation spitzt sich zu in der nächsten Szene, in der ein deutscher Hauptmann – stur, grob und ohne Mitleid mit den Dorfbewohnern – italienische Zwangsarbeiter selektiert. Dabei gerät er in einen Disput mit dem deutschen Leutnant, der dem Hauptmann offenbar zu verweichlicht und italienisiert ist.

Die kommenden Szenen verdeutlichen, dass im Sommer 1944 Partisanenkämpfe gegen die Deutschen in der Gegend in Gange sind. Eine Dorfbewohnerin berichtet von einem Blutbad an deutschen Soldaten und warnt die Dorfbewohner vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen.

Überzeugende Schauspielkunst erlebt der Zuschauer in der herzzerreißenden Abschiedsszene zwischen dem deutschen Leutnant, der das italienische Mädchen bittet, ihm zu folgen, und der italienischen Dorfschönheit, die ihn anfleht, zu bleiben. Beide sind jedoch zu diesen Schritten nicht bereit. Nun erreicht das Stück seinen tragischen Höhepunkt. Gut inszeniert durch das gewählte Stilmittel: Schauspieler und Bruscellanti-Sänger (traditioneller Volksgesang in Reimen) erzählen im Wechsel die Geschichte des Massakers von Palazzaccio während im Hintergrund Filmausschnitte gezeigt und Schriftzüge an die Steinhäuserwände des Dorfplatzes von San Gusmè projiziert werden. Der Text dieser Szene basiert auf Interviews, die mit den Zeitzeugen geführt wurden.

Dabei hat sich Folgendes zugetragen: zwei deutsche Soldaten werden, während sie in der Nähe des Gehöfts Palazzaccio Aprikosen pflücken, von Partisanen angeschossen, jedoch nicht getötet. Diese Tat wird kurz darauf von Deutschen Soldaten mit einem Massaker im Gehöft Palazzaccio, wo sich die umliegenden Bewohner vor dem deutschen Feind versteckt halten, gerächt. Neun Menschen kommen ums Leben, darunter überwiegend Frauen und Kinder: „Blutige Aprikosen“ / „Albicocche rosse“!

Die Darbietung lässt den Zuschauer mit einem Lied über eine Zukunft ohne Armee und Hass zurück: „Die Erde schenkt uns eine Blume, ohne auf die Frage, ohne auf die Fahne zu schauen. Nur der Krieg hat uns zu Feinden gemacht, obwohl wir eigentlich Freunde und Brüder waren. « Ciao bella ciao.“

Viel Beifall und Standing Ovation für die hervorragende künstlerische Leistung der Schauspieler, Musiker, Regie, Technik und das Dorf San Gusmè für diese durch und durch gelungene Premiere dieser interkulturellen, künstlerischen Zusammenarbeit des St. Pauli Theater Hamburg mit dem Teatro Comunale Alfieri in Castelnuovo Berardenga und dem Theaterverein „Lo Stanzone delle Apparizioni“, der das kommunale Theater betreibt.

Neben zahlreichen Laien-Darstellern (einschließlich Bewohnern des Dorfes und der Umgebung) haben die Regisseure auch Musiker und namhafte Schauspieler aus Deutschland und Italien für dieses historische Projekt engagiert: Adriana Altaras, Cristiano Burgio, Gualtiero Burzi, Mauro Chechi, Peter Jordan, Jörg Kleemann, George Meyer-Goll, Daniela Morozzi, Luk Pfaff, Massimo Poggio, David Riondino, Angelo Romagnoli, Hartmut Saam, Bebo Storti, Massimo Tarducci, Elisa Vitiello e il Cantiere del Bruscello di Castelnuovo Berardenga.

Das Theater-Projekt ist ein einzigartiges, interaktives, interkulturelles Experiment der deutsch-italienischen Geschichtsaufarbeitung, an welchem 4 Generationen bei der Umsetzung mitwirken. Ein gelebter Versuch, die Hintergründe und Vorgeschichte des Massakers von Palazzaccio zu analysieren, einzuordnen und nicht zu vergessen. Vor allem aber ein ganz ungewöhnlicher und sicherlich sehr wirksamer Beitrag der Versöhnungskultur.

Auch die „After-Party“ der Premiere war ein einzig gelebter Versöhnungsgedanke: bis spät in die Nacht aßen deutsche und italienische Akteure und Dorfbewohner zusammen Kuchen, tranken Wein, sangen und tanzten auf der Dorf-Piazza von San Gusmè – vergnügt, freundschaftlich, versöhnt.

Viel Beifall auch für den deutschen Regisseur Ulrich Waller, dem Initiator dieses außergewöhnlichen Projekts.

Große Dinge brauchen Zeit zum Wachsen. Bereits vor 10 Jahren sei die Idee von Waller entstanden, so erfährt man von einem deutschen Schauspieler auf der „After-Party“. Der Hamburger Regisseur selbst hat ein Haus in der Nähe von San Gusmè und es scheint, als fühle er sich diesem Ort auf besondere Weise verbunden. Seine in erster Ehe verstorbene Frau, die Schauspielerin und Regisseurin Elke Lang, liegt auf dem kleinen Friedhof in San Gusmè begraben.

Waller habe schließlich den 70. Jahrestag des Massakers von Palazzaccio zum Anlass genommen, seinen Theatertraum in San Gusmè zu realisieren. Voraus gingen historische Recherchen, viel Überzeugungsarbeit bei öffentlichen Entscheidungsträgern und nicht zuletzt das Eintreiben von Sponsorengeldern, ohne die so ein großes Projekt nicht hätte realisiert werden können.

San Gusmè mit seinen Denkmal-geschützten Steinhäusern lieferte eine eindrucksvolle Kulisse für dieses Schauspiel. Es ist ein kleiner Borgo mit einem bezaubernden Dorfplatz, auf dem die Theateraufführung inszeniert wurde. Der Borgo ist von einer mittelalterlichen Mauer eingeschlossen und liegt inmitten einer sanften, toskanischen Hügellandschaft. Umgeben von Olivenhainen und Weinbergen bietet dieser Ort einzigartige Ausblicke auf eine von Zypressenalleen und antiken Gehöften geprägte, toskanische Kulturlandschaft – mit Blick bis hin nach Siena.

Waller hat es geschafft, durch dieses Theater-Spektakel ein ganzes Dorf nicht nur zum Schauplatz der Geschichtsaufarbeitung zu machen, sondern zur Bühne selbst. Sein engagierter Beitrag ist eine ganz besondere Hommage an das toskanische Dorf San Gusmè, in dem er als Deutscher bereits verwurzelt zu sein scheint.

Es ist anzunehmen, dass durch dieses innovative Projekt noch weit über dieses Theater-Wochenende hinaus von San Gusmè geredet wird und es diesem faszinierenden Dorf auch künftig zugute kommen wird.

Erwähnenswert sind die Diskussionen über das Massaker, den Faschismus in beiden Ländern und den Zweiten Weltkrieg, die man unter einigen italienischen und deutschen Zuschauern und Dorfbewohnern im Anschluss an die Theateraufführung vernehmen konnte. Damit haben die Theaterregisseure ein Ziel erreicht: die Geschichte bleibt, solange man sich mit ihr auseinandersetzt, unvergessen. An diesem Theaterwochenende in San Gusmè wurde die Geschichte auf eindringliche Weise nähergebracht und auf theatralische Weise all derer gedacht, die dabei umgekommen sind, deren Angehörigen, Überlebenden und Osvaldo, dem 10-jährigen Jungen aus Palazzaccio, der diese Geschichte, wie die Zuschauer im Prolog erfahren mussten, sein ganzes Leben wie eine schwere Last auf seinen Schultern trägt.

Birgit Käppeler

image Kunstwerk von Lorenzo Vanni (Foto: ©Birgit Käppeler)

Der Künstler Lorenzo Vanni hat sich in San Gusmè einen Skulpturengarten errichtet. Das Fenster in die Toskana ist eines seiner Werke.

 

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Javier Moreno – Aire

P1170074Der  Tempietto di Bramante ist einer der schönsten und interessantesten Zeugen der Renaissance in Rom. Fast keinen Platz hat er zwischen der Kirche San Pietro in Montorio und der Spanischen Akademie auf dem Gianicolo und das Tor ist fast immer verschlossen.

Um den Tempel herum konnten wir letzten Samstag auf Einladung der Spanischen Akademie Javier Moreno und seine Gruppe mit dem neuen Projekt « Aire » hören und sehen. Ein happening zwischen Musik, Video und Poesie. Es kamen viel mehr Besucher als geplant und da die Dunkelheit abgewartet werden musste, wurden die Musik- und Kunstfreunde auf eine Sangria auf die  wunderbare Terrasse der Akademie eingeladen. Das war genial!

Javier Moreno kommt aus Madrid, pendelt aber seit Jahren zwischen Paris, Buenos Aires und New York, dort hat er auch sein Ensemble gegründet. Er ist Komponist und Kontrabassist. In Rom hat er sein neuestes Projekt « Aire » aufgeführt, eine Fusion von zeitgenössischer Musik,  improvisiertem Jazz, Tanz, Posie und Visueller Kunst.

Die Musiker kommen langsam auf die Bühne, das Leitmotiv summend, nehmen ihren Platz ein, während auf den Bramante-Tempel Bilder, Fotos und Geschichten projiziiert werden, konform (manchmal) mit den Geschichten der Vorleserin. Eine Reise durch die Welt und das Universum auf der Suche nach dem Leben und der Liebe. Interessant, ein wenig zu lang und ein wenig zu mysthisch die Präsentation, erstklassig die Musiker, vor allem der Saxophonist Marcello Allulli. Isabel Cadenas hat vorgetragen, in sehr verständlichem Spanisch aber auch mit diesem alles verzeihenden Honigkuchenpferdlächeln, das uns zum Schluss ein wenig ermüdete. Der Tempel allerdings, ist schöner ohne bunte Bilder und Phantom-Schneeflocken.

P1170067

Christa Blenk

 

 

 

Martha Graham Dance Company in Kaiser Hadrians Sommerresidenz

Villa Adriana Villa Adriana

Bericht für KULTURA EXTRA

2011 stand das damals gerade mal fünf Jahre junge Festival Internazionale di Villa Adriana schon wieder vor dem Aus – zum großen Bedauern Aller. Dann taten sich aber die Fondazione Musica per Roma und die Regione Lazio zusammen und eröffneten am 18. Juni 2014 die 6. Ausgabe dieses Festivals. Und: Das auf zeitgenössischen Tanz ausgerichtete Programm kann sich wirklich sehen lassen.

Den gestrigen, vierten Abend also gestaltete die Martha Graham Dance Company, die mit drei Klassikern und einem Stück von Nacho Duato das Publikum in den Ruinen der großen Therme der Hadrian Villa bei Tivoli begeisterte.

Diversion of Angels“ ist eine Choreografie von Martha Graham aus dem Jahre 1948 und es geht hier um Liebe: um romantische, jugendliche und reife Liebe. Ein fast schwereloses malerisch-pittoreskes Stück zu einer Musik von Norman Dello Joio. Drei Paare stellen verschieden Epochen im Leben einer Frau dar (das rote Paar steht für Ekstase, das Weiße für reife, gewachsene Liebe und das gelbe Paar für Flirt und Teenager-Verliebtheit). Ein Bild von Wassily Kandinsky hat sie dazu inspiriert und die rote Frau (Mariya Dashina Maddux) die knisternd über die Bühne wirbelt und ihr kurzes Stolpern so elegant meisterte, dass man es fast nicht bemerkte, tanzt direkt aus dem Gemälde heraus!

Kurzer Umbau für „Errand into the Maze“. Graham hat diesen Pas de Deux 1947 zu einer Musik von Gian Carlo Menotti entwickelt. Hier – wie auch beim ersten Stück – zeichnete Isamu Noguchi für die Originalfassung in der Martha Graham mit Mark Ryder tanzte. Ihr Interesse für griechische Mythologie hat sie hier wieder mal ausgelebt. Es ist die Geschichte von Theseus und dem Minotaurus. Theseus und Ariadne sind eine (weibliche) Person. Sie tanzt sich leicht, hänselnd und sich vortastend in das Labyrinth, und gewinnt nach langem Hin und Her den Kampf gegen das böse Mensch-Stier-Geschöpf, der auf geniale Weise mit nur einem Stock zwischen den über dem Kopf gekreuzten Armen an Picassos Minotauren erinnert. Geniale Choreografie und Blakeley White-McGuire und Ben Schultz waren fantastisch und unschlagbar.

 Als letztes Stück vor der Pause präsentierte die Company eine ganz frische Choreografie vom derzeitigen Leiter des Berliner Staatsballetts, Nacho Duato. Er hat es für die Graham Company entwickelt und vor drei Monaten wurde es in New Tork uraufgeführt. Wir sind erst das dritte Publikum, das dieses Werk zu Sehen bekommt, sagt uns die künstlerische Leiterin ganz zu Anfang der Vorstellung. Sie verrät auch, dass Duato für „Depak Ine“ von Darwins Evolutionstheorie angeregt wurde. Die Musik, genauso mystheriös und gespensterhaft wie die Choreografie, ist von Arenije Jovanovic und John Talabot. Ein rituelles, primordiales Erlebnis, furchterregendes und Funken sprühendes schnelles Stück, das unsere ganze Aufmerksamkeit erforderte, um nichts zu verpassen. Halbunkel, ein wahrscheinlich totes, sehr junges Mädchen liegt dekorativ am Rande der Bühne, bekleidet nur mit einem fleischfarbenen Body. Nacheinander kommen die Mitglieder diverser Stämme oder Gemeinschaften auf die Bühne und versuchen miteinander zurecht zu kommen. Irgendwann sieht man dann wie sich diese Arme, Beine, Rücken zu einem Knäuel fusionieren und die tot Geglaubte langsam ins Leben zurückholen. Stille, die Musik verändert sich, Vögel singen. Sie wird von drei Männern hin- und hergeschoben oder geworfen bis sie böse und agressiv. Zum Schluss nimmt sie wieder ihren Platz als Tote am Boden ein. Die erste Szene wird dann wiederholt, aber diesmal zieht sich der Guru eine Mütze über den Kopf und verschwindet in der Dunkelheit.

 Beeindruckend, kraftvoll, schön und eine perfekte Vorbereitung für das „Frühlingsopfer“, bei dem sich ein Mädchen zu Tode tanzen soll, um den Frühling hervorzulocken. PeiJu Chien-Pott ist sagenhaft; aber auch die anderen Tänzer dieser bunten Truppe wie Tadej Brdnik, Natasha Diamond-Walker, Abdiel Jacobson, Lorenzo Pagano, Ben Schultz, Ying Xin und Blakeley White McGuire – ich konnte sie leider nicht identifizieren – waren umwerfend, wie sie sich knochenlos und kraftvoll miteinander verbanden.

Nach der Pause also dann Igor Strawinskys Skandalwerk „Le Sacre du Printemps“. Martha Graham hat es 1984 aus einem Frühwerk von 1930 entwickelt, als sie sicherlich schon die Skandalaufführung aus Paris kannte. Hier hat natürlich Pina Bausch die Latte sehr hoch gehängt mit ihrer in den 70er Jahren entstandenen und eigentlich nicht zu übertreffenden Choreografie. Diese hier, ein wenig schwerfälligere, hat zeitweise eher an die Diaghilev Inszenierung erinnert. Der Einzug der Mädchen und der Jünglinge ist überrumpelnd, hämmernd und genial, die Auswahl des Opfers trifft bei Graham nur ein Hohepriester (Ben Schultz) und sie geht schnell von statten (bei Pina Bausch ist das eine der wichtigsten Szenen, da man bis zum Schluss in Atem gehalten wird, wer wohl das Opfer werden wird). Nach ein paar kleinen Längen und ein wenig hoffnungsloser Unsicherheit, wohin denn das Opfer nun tanzen soll, kam aber das Rituelle und das Pagane mit voller Kraft wieder zurück. PeiJu Chien-Pott, die auch schon das tote Mädchen beim Nacho Duato Stück tanzte, hat uns sehr beeindruckt.

Faszinierend und aufregend, eine so ganz andere Version vom Frühlingsopfer zu erleben.

 Viele Déjà-vu-Erlebnisse gab es an diesem Abend und man erkannte immer wieder die Bewegungsabläufe und Körperformationen, die Martha Graham ihren unzähligen Schülern, die auch fast alle Weltrang erlangten, wie Merce Cunningham,z.B., mitgegeben hat. Alles, was der moderne und zeitgenössische Tanz heutzutage noch zu bieten hat, hat Graham irgendwann schon mal gebracht oder wenigstens angeregt. Interessant auch die Programmauswahl, zwischen diesen doch zum Teil älteren Choreografien (immerhin sind zwei davon fast 70 Jahre alt) eine so Aktuelle zu sehen. Sie bewegten sich manchmal weit voneinander weg, gehörten aber trotzdem zusammen – und die Frische in den Graham-Stücken hat durch die Konfrontation mit der aktuellen genialen Choreografie von Nacho Duato nicht gelitten, im Gegenteil!

 Dance is the hidden language of the Soul (Tanz ist die verborgene Sprache der Seele) – das sagte Martha Graham 1985; da war sie 90 Jahre alt und leitete immer noch die von ihr Ende der 20er Jahre gegründete Martha Graham Dance Company. Fünf Jahre später, im Alter von 96, ist sie an einer Lungenentzündung verstorben als sie gerade über ein Projekt für die Barcelona-Olympiade reflexierte.

 Spät für eine Tänzerin, erst mit 18 Jahren, hat die 1894 in Pennsylvania geborene Tochter eines Psychiaters zu Tanzen angefangen. Mit 75 Jahren gab sie ihre letzte Vorstellung. Vom Time Magazine wurde sie zur Künstlerin des Jahrhunderts erkoren. Martha Graham spielte in der gleichen Liga wie die anderen Pioniere des 20. Jahrhundert: Picasso, Strawinski oder James Joyce.

 Die Ikone, Tänzerin, Choreografin und Tanzpädagogin Graham ging 1926 von Los Angelos, wo sie ihre Ausbildung absolvierte, nach Manhattan zurück und gründete die Martha Graham School of Contemporary Dance. Sie hat das Ballet vom Krinolinen-Korsett befreit und in den trotz „Prohibition“ vergnügungssüchtigen und vom Charleston und Foxtrott tanzenden „Roaring Twenties“ den Modern Dance erfunden. Mit ihren revolutionären und innovativen Choreografien hat sie ihr Publikum ziemlich oft überfordert. Die künstlerische Leiterin Janet Eilber sagte einmal, dass es Martha Graham genügte, wenn nur eine Person im Publik ihre Choreografie verstand. Bei Martha Graham flossen Malerei und Literatur genauso in ihre Arbeit ein wie monotheistische und pagane Kulte, indianische Erzählungen und griechische Mythologie. Die Bewegungsabläufe wecheln von kernig-bodenständigen zu dyamisch-rythmischen Bewegungen. Ihre Kreationen sind kraftvoll, einfühlsam oder gefühlsbetont, ruckartig, unerwartet, aufgebracht und rasend, angriffslustig und manchmal auch unschön, wie griechisches Theater. Graham war fasziniert von der griechischen Tragödie und der Mythologie. Immer wieder griff sie auf die alten Griechen zurück: Wie Errand of the Maze, Klytemnestra 1958, was für sie den endgültigen Durchbruch brachte oder Phaedra 1962, ihr Beitrag zur sexuellen Revolution (es wurde sogar vom Kongress beinahe verboten). Eine Landschaft des Herzens (ihre Worte) wollte sie zeichnen. Die Musik zu ihren Stücken hat sie sich m meisten von ihren Zeitgenossen geholt, aber zuweilen auch von Händel oder Bartok.

Als sie Ende der 20er Jahre dann ihre Dance Campany gründete, waren erstmals nur Frauen dabei. Erst 1938 kam ein Mann, Erick Hawkins, in ihre Company. Ihn hat sie später auch geheiratet aber nach ein paar Jahren haben sich die beiden wieder getrennt. Knapp 200 Stücke hat diese politische Tanzpädagogin ausgearbeitet und aufgeführt und wurde dafür mit vielen Preisen ausgezeichnet. Aber nicht nur Balletttänzer zog es zu ihr: Madonna, Woody Allen und Gregory Peck z.B. liessen sich ebenfalls in ihren Schule ausbilden und lernten, wie man sich zu bewegen hat.

Die künstlerische Leiterin Janet Eilber hat die Regie über die Kompanie nach Grahams Tod übernommen und auch mit Vorsicht das Repertoire erneuert ohne Verrat an Martha Graham Geist und Philosophie zu begehen. Sie trainiert die Fortgeschrittenen und hält Sommerkurse über die Graham Technik, kurz: Die Verbindung von Körperlichkeit und Emotionalität, von Spannung und Entspannung. Sie war ein vollkommenes Theatergeschöpf. Es war ihr völlig bewusst, welchen Einfluss und welche Auswirkungen sie auf andere hatte. Das Einzigartige an ihr war, dass sie an der Körpersprache Gefühle und Gedanken ablesen konnte. Deshalb konnte sie jeden sehr leicht manipulieren. Martha Graham begriff den Tanz als pulsierenden Rhythmus des Lebens. Den natürlichen Atemfluss nutzte sie als Energie für ihre Choreografien (Eibars Worte).

Die Sommerresidenz von Kaiser Hadrian liegt kurz vor Tivoli, ca. 30 km von Rom entfernt. Er hat sie vor ca. 2000 Jahren erbauen lassen. Eine beeindruckende Anlage mit Bibliotheken, Thermen, Theatern und kleinen Seen, die auch einen Besuch lohnt, wenn es kein Festival gibt. An der Organisation krankt es wie immer ein wenig. Die Aufführung fing erst 45 Minuten später als geplant an, also kurz vor 22.00 Uhr, das hatte zur Folge, dass man den ca. 15 minütigen etwas matschigen Rückweg durch die Ruinen und alten Olivenhaine gegen Mitternacht nur unter den Sternen zurücklegen musste, weil die Kerzen durch die enorme Verspätung schon abgebrannt waren. Aber immerhin kam nach einem regnerischen Tag zwei Stunden vor Beginn der Aufführung die Sonne raus und wir saßen im Trockenen. Schade für alle Tanzfreunde, die das verpasst haben.

Als nächstes Highlight gibt es dann das Nederlands Dans Theater und Carolyn Carlson.

 Christa Blenk

VillaAdriana - klaus und Luis 010

 

Swing Symphony

Auditorium 001 Auditorium Parco della Musica

Das letzte Konzert der Saison im Auditorium Parco della Musica fand gestern Abend (17.6.2014) im großen Saal Santa Cecilia statt. Wayne Marshall dirigierte die Swing Symphomie von Wyton Marsalis. Was für ein Erlebnis!

Der geniale Trompeter Wyton Marsalis, er gilt als einer der besten der Welt, hat diese Jazz-Swing-Blue-Classic-Kreation 2010 geschaffen. 1961 ist er in eine New Orleaner Jazz-Familie hineingeboren worden. Mit 12 Jahren begann er das Trompetenspiel und studierte später an der Juillirad School of Musik in New York. Ab 1980 gehörte er zu den Art Blakey’s Jazz Messengers. Seit 1982 tritt Marsalis als Solist auf und unterrichtet am New Yorker Lincoln Center, dort ist er auch der Muscal Director der Jazz-Abteilung.

Als Musiker und Komponist steht der Jazz-Pulitzerpreis Preisträger eher auf der konservativen Seite und lehnt ziemlich kategorisch stilistische Jazz Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, darunter auch Free Jazz ab. Seine Vorbilder sind Bernstein, Gershwin und Ellington und genauso hört sich die Symphonie auch an.

Zwei Orchester spielen auf der Bühne – insgesamt sicher an die 90 Musiker – die Jazzer sind ganz in Schwarz gekleidet während die Symphoniker mit weißem Hemd und Fliege da sitzen. 5 fantastische Perkussionisten sind über 50 Minuten lang stark gefragt. Links und rechts Geiger und in der Mitte viel Blech.

Mit dem anderen Experten für Gershwin,Bernstein und Ellington war die Wahl des englischen Dirigenten und Komponisten Wayne Marshal eine gute. Er wird übrigens ab Herbst 2014 der neue Chefdirigent des Kölner WDR Rundfunkorchesters. Sichtlich zufrieden mit den Römern stand er gestern Abend am Pult und legte sogar seine vornehme britischen Steife ein wenig ab.

Kentridge 015Marsalis Symphonie ist ein Jazz-Blues-Klassik–Rausch und eine Hommage an alle Jazzkompositionen des 20. Jahrhunderts. Hier hat er die Musikenzyklopädie abgearbeitet und von allem ein wenig in den Topf geworfen. Von „An American in Paris“ über einen kurz angedeuteten Wiener Walzer zu Pink Panther direkt ins Kino zu Annie Hall und Woody Allen. Die Buschtrommel wird dann gleich abgelöst durch einen New Orleans Trauermarsch, die dann direkt Einzug in ein amerikanisches Ballhaus der 40er Jahre halten, wo die Militär-Sonntagskapelle aufspielt und Frauen mit langen Kleidern und Glitter zu Slow und Swing über das Parkett schweben, abgelöst von Charleston Elementen und ganz kurzen melancholischen Blue Notes bis dann Fred Astaire und Ginger Rogers über die Bühne steppen und von I am in the army now abgelöst werden. Klarinette, Flöte, Trompete und Percussion übertrumpfen sich gegenseitig und die Geigen versuchen, Ihren Platz zu behalten. Als einzige Konzession an die Musik des 21. Jahrhunderts hat er hauchzart und fast schüchtern ein paar Klarinetten und Kontrabasseinlagen – leicht orientalisiert – zugelassen. Mehr Potpourri geht nicht.

Die Symphonie ist nicht wirklich genial und einfach doch eher 60 als 4 Jahre alt aber höchst amüsant und unterhaltsam. Das Publikum hat ziemlich begeistert applaudiert.

Der Chor von Santa Cecilia war wie immer ziemlich gut, so war das Orchester. Fabrizio Bosso an der Trompete bekam sehr viel Beifall.

Vor der Pause wurden die nicht so bekannten „Sacred Concerts“ von Duke Ellington aufgeführt. Hier hat man leider mit der Sängerin einen Fehlgriff getan. Petra Magoni hat sich zwar ganz gut durchgemogelt, aber halt gemogelt! Die hohen Töne hat sie nur falsch erwischt, was durch die starke Mikro-Verstärkung erst recht zur Geltung kam. Aber wir sind ja schließlich wegen der Swing Symphonie gekommen.

Christa Blenk

PS die RAI hat das Konzert übrigens aufgezeichnet!

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Warhol in Rom

Ausstellungsbericht auf KULTURA EXTRA

 

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Fotos: Christa Blenk

noch bis zum 28. September Andy Warhol im Palazzo Cipolla Rom

Don’t worry, there is nothing about art you can’t understand“!

Als Andy Warhol auf die Frage eines Atelier-Besuchers „May I shoot your painting“? mit „Sure“ antwortete, dachte er sicher nicht an eine Schusswaffe sondern an einen Fotoapparat. Der Besucher zielte daraufhin genau in die Mitte von Light Blue Marilyn. Warhol besserte kurzerhand Marilyn’s Stirn aus und setzte ein Shot vor den Titel. So entstand Shot Light Blue Marilyn. Das war 1964 und Warhol war am Beginn einer wunderbaren und außergewöhnlichen Karriere. Der junge Kunstsammler Peter Brant kaufte es 1967 für (nur!) 5000 US Dollar. Ein kleiner weißer Fleck auf der Stirn zeugt noch von diesem kleinen Unfall und die blaue angeschossene Marilyn wurde eines der Schlüsselwerke in der Peter Brant Sammlung, die seit Mitte April hier in Rom zu sehen ist.

Ende der 40er Jahre, knapp 21jährig, beschloss der kränkelnde und verzärtelte, unsichere und menschenscheue Sohn tschechischer Auswanderer Andy Warhol (1928?- 1978) von seiner Geburtsstadt Pittsburgh nach New York zu gehen. Anfangs verdiente er sich seinen Unterhalt als Schaufensterdekorateur und Grafiker, ging dann zu einer Werbeagentur und arbeitete anschließend als Journalist bei diversen Zeitungen (u.a. Vogue, Harper’s Bazar). Er suhlte sich geradezu in den Schlagzeilen der Yellow Press über die beautiful people. Über zehn Jahre sammelte er Zeitungsausschnitte und schlich sich schließlich ins Herz der Amerikaner mit Arbeiten über deren Lieblingsfigur: dem unbestechlichen, mutigen, sauberen und engagierten Polizisten Dick Tracy.

Warhol lernte die Arbeiten von Jasper Johns, Robert Rauschenberg und Marcel Duchamps kennen und ließ sich vom Neo Dadaismus inspirieren. Er sprach von sich selber als Artist Machine, die nicht erfinde sondern reproduziere. Als ihm ein Freund 1960 riet, das zu malen war er am liebsten möge, entstanden Campbell Soup, Brillo, Corn Flakes, Coca Cola und der US Dollar. Er vermarktete individuell bekannte Stars oder Politiker wie Monroe, Mao, Nixon. Seine Auseinandersetzung mit dem American Way of Life hieß: Geld und Ruhm. Geld war sein Deus ex macchina auf den man aufpassen musste – Warhol war geizig und notierte jeden Cent den er ausgab. Es entstanden seine ersten Siebdrucke oder ready mades.

« Pop art is a way of loving things », sagte Andy Warhol. Er machte Amerika amerikanischer und kritisierte es indirekt. War er Kommunist oder war er eher unpolitisch? Er hat sich die Frage sicher selber nie gestellt. Seine Themenserien stellen eine Konsumgesellschaft dar, aus der er sich nicht ausschloss. Ein obsessiver Workaholic, der zwischen Panik vor Schmerzen, Krankheit und Tod hin- und hergerissen wurde. Das Attentat 1968, ausgeführt von der Feministin Valeria Solanas, verstärkte seine Paranoia nur noch mehr. Man sagt, dass er an einer Überdosis Schmerzmittel gestorben sei, nachdem er im Anschluss an eine Operation – wieder aus Angst vor Schmerzen – eigenständig die Dosis erhöhte. Da war er gerade mal 60 Jahre alt. Kohärent, denn jemand wie er konnte nicht einfach an Altersschwäche im Bett sterben.

 

Außer der Factory Arbeit betätigte er sich auch als Filmemacher, gründete die Velvet Underground und schrieb Theaterstücke. Und ob man ihn nun mag oder nicht, beim Coca Cola trinken denken wir an ihn und wenn wir im Supermarkt an den Campbell Suppendosen vorbeigehen wird uns klar, wie sehr seine Kunst in unserem Leben verinnerlicht ist.

In der Ausstellung hängen Mao, Nixon, Elvis, Marylin Monroe, Liz Taylor, Dracula ganz demokratisch nebeneinander. Beeindruckend auch seine sehr interessanten Frühwerke: Eistüten und Ballschuhe direkt aus der Werbung, von zögerndem Talent zeugende Zeichnungen, unzählige Autoportraits, die large flowers im Gedenken an seine Mutter. Warhol machte das Alltägliche zum Außergewöhnlichen und gestand jedem Ding seine Schönheit zu. Die Factory lief auf Hochtouren und fertigte Siebdrucke für den Konsum. „Be a somebody with a body“. Er kokettierte mit seiner Hässlichkeit, das kommt vor allem an den ganz privaten Polaroids zur Geltung, die bis jetzt in Europa noch nie gezeigt wurden. Auf einigen dieser “selfies” zeigt er sich als Travestie.

Der Eigentümer dieser außergewöhnlichen Sammlung, Peter Brant, und der italienische Kunstkritiker Francesco Bonani, haben diese außergewöhnliche Ausstellung, die noch bis 28. September 2014 im Palazzo Cipolla zu sehen sein wird, kuratiert.

Christa Blenk

 

http://www.romeguide.it/mostre/warholpalazzocipolla/warhol.html

 

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Paola Romoli Venturi – Portrait

visioni isola a metropoliz#2 2013 Fotomontage von Paola Romoli Venturi

Portrait auf KULTURA EXTRA #Paola Romoli Venturi – Pacific Trash Vortex

Im Frühjahr 2013 wurde vor einer südspanischen Küste ein toter Pottwal aufgefunden. In seinem Magen hat man 59 verschiedene Plastikarten, Blumentöpfe, Kleiderbügel, eine 30 Quadratmeter große Plastikfolie etc. gefunden. Insgesamt betrug sein Mageninhalt 17 Kilo Kunststoff und Müll. Zuerst erlitt der Wal einen Magenriss und dann ist er verhungert.

Mittel im Pazifik entsteht seit ein paar Jahrzehnten ein weiterer „Kontinent“ aus Plastik. Er ist ungefähr so groß wie Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien zusammen. 2009 wurde er von einem französischen Forscher eher durch Zufall entdeckt. Meeresströmungen bilden einen gigantischen Wirben und halten den Müllplaneten fest. Millionen Tonnen zum Teil sogar verseuchter Müll treiben in den großen Strudeln der Weltmeere und schädigen vor allem die Säugetiere wie Wale und Delphine, denn diese nehmen die Zivilisationsgaben anstatt Futter auf und verenden meist elendig. An manchen Stellen beträgt die Müllschicht bis zu 30 m Müll übereinander. Kleinere Versionen von Müllbergen gibt es auch im Atlantik. So kommt einiges von dem Plastik wieder in Form von Nahrung zu uns zurück!

Great Pacific Garbage Patch (Großer Pazifikmüllfleck) heißt dieses Phänomen im Nordpazifik und der Chemiker Tony Andrady vom US Research Triangel Institute bemerkte schon vor Jahren dass jedes Stück Plastik, was in den letzten 50 Jahren in den Ozeanen verschwand dort immer noch irgendwo rumschwimmt: “Every little piece of plastic manufactured in the past 50 years that made it into the ocean is still out there somewhere. »

Paola Romoli Venturi hat diese angsteinflössenden Plastikplanetenmonster zu einem zentralen Thema ihres neuesten künstlerischen Ausdruckes gemacht. Pacific Trash Vortex heißt ihr Projekt, an dem sie seit über einem Jahr arbeitet. Romoli klagt an und drückt damit ihre eigene Instabilität und Angst über das Fortbestehen der Welt und der Meere aus.

Die ehemalige Kostümbildnerin, die Stoffe und Garne liebt und die früher Fernsehstars in Kleider nähte, verstaut seit über einem Jahr das sich bei ihr zuhause angesammelte Plastik und steckt es in die von ihr geschneiderten Walmägen aus tüllartigem Tarlatan. Die letzte Präsentation fand im Biopark in Rom statt. Übergroße Walmägen installiert sie virtuell an wichtigen Plätzen auf der ganzen Welt.

Ihre anklagenden Arbeiten laden zum Leiden ein und rufen Alpträume hervor. Sie sind delikat und vulnerabel wie eine Haut und dabei widerstandsfähig und transparent, wirken fast schwerelos und trotzdem dynamisch. Der dünne, durchsichtige, sehr feste und saugfähige Tarlatan-Stoff (eine Mischung aus Seide, Mohair und Baumwolle) eignet sich dafür bestens. Der Betrachter kann die Labels auf den Flaschen lesen und nichts bleibt verborgen. Ihre ihre plastik-gefüllten Walfischmägen sind weiß und makellos, wie durch salziges Meerwasser reingewaschen liegen sie auf den ersten Blick fast freundlich unterm Eiffelturm oder am Canale Grande. Erst beim näheren Hinsehen verstehen wir den Inhalt (und die Botschaft). Ihre ausstellungsbegleitenden Vorträge tun dann den Rest.

Paola Romoli Venturi ist in den letzten Jahren immer mehr zur Aktivistin geworden. 2010 präsentierte sie in der Pasinger Fabrik in München ihr Projekt Das Urteil. Mit Installationen, Bildern und Videos thematisierte sie einen spektakulären Mafia-Prozess, der durch das 2009 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit dem Geschwister-Scholl Preis ausgezeichnete Buch „Gomorra“ von Roberto Saviano ausgelöst wurde.

Ein anderes immer wiederkehrendes Projekt sind ihre ebenfalls aus Tarlatan gefertigten « Instant Art » Installationen in Suspension. In Amelia hat sie dem Germanicus (das ist eine wichtige und bekannte römische Skulptur) eine hoffnungslose junge schwarze Witwe zur Seite gehängt. Inspiriert zu dieser Arbeit wurde sie 2008 durch die Lektüre eines Artikels über eine junge Frau, die im Krieg weit weg von Italien ihren Mann verloren hat. Der Germaninus, sagt sie, war einer der « Witwenmacher » in der italienischen Geschichte.

Sie hat uns zu einem ausgiebigen Aperitif in ihr Atelier eingeladen – ein Abendessen kann sie nicht organisieren, da sich auf dem großen Tisch ehemalige und zukünftige Projekte tummeln. Aus allen Ecken kommen die Kunstwerke auf einen zu: ein mit Stoff überzogener Stuhl der wie ein McIntosh aus einer anderen Zeit aussieht, ein blauer durchsichtiger Globus (die anderen aus der Serie sind schön in Kartons verpackt in einem Depot), Teil einer Theaterdekoration bei der noch ein aufgeklebter Stöckelschuh zu sehen ist, Zeichnungen und Projekte überall. Nur die schönen Fotos an den Wänden sind von ihrem Mann Marco.

Ich musste bei Betrachtung dieser Arbeiten an eine Theateraufführung von 2012 hier in Rom denken. Lemi Ponifasio nannte seine Performance „Bird with skymirrors“ . Ponifasio kam auf die Idee, als er im Jahre 2010 auf dem Tarawa Atoll eine besonders seltene Vogelart beobachtete, die so etwas ähnliches wir flüssige Spiegel in ihren Schnäbeln transportierten. In Wirklichkeit handelte es sich aber um Abfälle von Videokassetten, die die Vögel aus der größten Abfallstraße der Welt, dem Pazifischen Ozean gefischt haben. Die Bänder wickelten sich zum Teil um ihren Hals und die Vögel verendeten.

Der Mensch ist noch nie behutsam mit der Natur und mit seinem Umfeld umgegangen, er betrachtet sie als etwas Gegebenes. Sie ist einfach für uns da – ohne Gegenpreis. Paul Claudel, der französische Diplomat und Schriftsteller und Bruder von Camille Claudel hat schon vor über 100 Jahren gesagt, dass wir unsere Welt, bevor wir sie verändern wollen, erstmals nicht zugrunde richten sollen.

Wie also dieser 7. (Plastikabfall)Kontinent weggeschaft oder verschwinden soll, weiß im Moment niemand. Es wäre schon ein Erfolg, wenn er wenigstens nicht größer werden würde.

Christa Blenk

 

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Christa Linossi Special

Vernetzung

Vernetzung

Neue Foto-Arbeiten von Christa Linossi

Wo ist mein NetzanschlussUrgestein und Technik VernetzungDie neuesten Arbeiten von Christa Linossi drehen sich um das Thema « Vernetzung ». Die für sie so typische Hin- und Hergerissenheit zwischen Gestern und Morgen, zwischen Technik und Natur, drängt sich uns auch hier wieder auf.

Christa Linossi nimmt ihr Umfeld des  21. Jahrhundert in den Berg mit, dort lässt sie den frischen Wind ihre Gedanken klären und mit diesen originellen und interessanten Arbeiten, die dann Namen wie « Urgestein und Technik », « Stein – Augen » oder « Wo ist mein Netzanschluss » haben in der Tasche oder im Kopf, kommt sie wieder runter.

Stein - AugenStein Augen Landschaft

Die Fotoarbeiten stammen sind im Juni 2014 entstanden.

Christa 3 Christa Linossi zwischen Gestern und Morgen

#Mehr über diese österreische Künsterlin

Christa Blenk

 

No more walls – Ausstellung in Assisi

nomorewalls7 Knie: Die Mauer ist zum Tode verurteilt

#No more walls / no more wars  (Besprechung auf KULTURA ExTRA)

Unsicker-Chorus Unsicker (Chorus)chillida Chillida

Assisi liegt im Herzen von Umbrien und dort, in der katholischen Hochburg des Heiligen Franziskus, ist seit dem 18. April die Ausstellung „Artists for Liberty“ zu sehen. 48 ausgewählte und weltbekannte, heute zum Teil nicht mehr lebende Künstler, haben sich auf 48 gleichgroßen Mauerfragmenten, jedes mit den Maßen 1 x 1,20 Meter und einem Gewicht von ca. 200 kg zum Thema Unfreiheit, Terror, Angst, Gewalt, Panik, Befreiung oder Flucht unterschiedlich geäußert.

Es gab natürlich keine Vorgaben und nicht alle gingen direkt auf das Thema „Mauer und Gewalt“ ein. Der neapolitanische Maler Nino Longobardi (*1953) war einer der ersten, der sich an ein Mauerstück wagte. Sein Werk „Untitled“ zeigt vier versteinert wirkende Silhouetten, die sich wie Sklaven im Gleichschritt von links nach rechts bewegen. Der Akkumulationskünstler Arman (1925-2005), der sonst Geigen in Kästen steckt, hat hier eine Hammer und Sichel-Skulptur „Selbstzerstörung“ geschaffen. Die Werkzeuge hat er direkt in die Mauer gekeilt. Daniel Buren (*1938) hat die für ihn typischen weißen Streifen auf das graue Mauerstück aufgetragen und erinnert damit an seine Säulen im Zentrum von Paris. Das Mauerstück des Schweizers Rolf Knie „Die Mauer ist zum Tode verurteilt“ dient als Rückenlehne einer Elektrischen- Stuhl-Konstruktion, in die das Datum 9.11.90 eingraviert ist. „Spiral – Muddy hands from the River Avon“ heißt das Opus des Landart Künstlers Richard Long (*1945). Mimmo Paladino (*1948) und Luciano Castelli (*1951) haben Freskenähnliches geschaffen.

 

Diese ersten und 1990 entstandenen Werke sind auch die Interessantesten. Im Laufe der 90er Jahre und auch noch nach 2000 kamen immer wieder neue Arbeiten hinzu wie 1998 „Don’t kiss the Wall, it’s a Crocodile!“ eine Graffiti-Arbeit des Franzosen Thierry Noir (*1958). Er, Keith Haring und Borofsky, haben übrigens schon in den 80er Jahren die westliche Mauer bemalt. Der Heidelberger Künstler Peter Unsicker (*1947), hat 1999 als Auftragswerk anlässlich des 10. Jahrestages des Mauerfalls die Skulptur-Arbeit „Chorus“ geschaffen: Hier drängeln sich unzählige Gesichter von Ostberlinern (mit blauen Augen) durch die Mauer. 2005 kamen u.a. Adam Steiner (*1953), der Südkoreaner Jeon Soo-Cheon (*1947) und 2009 der Japaner Iaso (*1965) hinzu.

 

Wie kam es zu dieser Sammlung: Ab Ende 1989 haben auf Einladung und unter dem Motto „Künstler für Freiheit“ zwanzig ausgewählte internationale Künstler – für karitative Zwecke – die ersten grauen Mauerfragmente aus dem Ostberliner Niemandsland bearbeitet.

Die erste Reise der damals noch kleinen Sammlung ging 1991 nach Madrid und London. Anschließend geriet die Sammlung aber ein wenig in Vergessenheit bis der französische Kulturmanager Sylvestre Verger angefangen hat, sich für die Idee zu interessieren, die z.T. beschädigen Quader restaurieren ließ und gleichzeitig weitere Künstler beauftragte. Fünf Jahre später wurde die Ausstellung in Lyon im ELAC präsentiert; Michal Gorbatschow kam zur Vernissage. 1998 reiste die mittlerweile wieder gewachsene Kunstsammlung in das geteilte Zypern und wurde an dem symbolischen Ort Nikosia gezeigt. 2001 erreichte sie schließlich Köln (der Hauptstadt fehlte das Geld) und drei Jahre später war sie im Völkerbundpalast in Genf zu sehen; von dort aus ging sie direkt nach Seoul/ Südkorea. Aus dieser Zeit stammen auch die Beiträge von koreanischen und japanischen Künstlern. Fünf Jahre später konnten die Franzosen sie in den Gärten des Königlichen Palastes in Paris sehen, bis sie schließlich nach Berlin kam, wo sie im Deutschen Historischen Museum ausgestellt war. Von dort wanderte sie nach Moskau. Mit jeder Ausstellung wuchs die Sammlung um ein oder zwei Arbeiten und so kommt sie auf mittlerweile 48 Kunstwerke, die hier in Assisi gezeigt werden.

Die Fragmente werden auf Metallhalterungen aus genieteten Winkeleisen präsentiert, die der ebenfalls in der Sammlung präsente amerikanische Künstler Adam Steiner in Erinnerung an Eiffel, den Schöpfer des tragenden Gestells im Innern der New Yorker Freiheitsstatue, entworfen hat. Die neuen Werke entstanden teils im Auftrag von Sylvestre Verger.

2013 wurde die Sammlung „Artists for Liberty“ für knapp 800 000 Euro im Pariser Auktionshaus Pierre Bergé versteigert und gehört jetzt der belgischen Stiftung Guttmann.

Der Ausstellungsort „Palazzo Monte Frumentario“ ist ein ehemaliges Armen-Krankenhaus aus dem 14. Jahrhundert, das allerdings ab dem 17. Jahrhundert als eine Art Getreide-Leihaus, das arme Bauern mit Saatgut versorgen sollte, funktionierte. Die schweren dicken Mauern dieses Ortes stehen im Gegensatz zum Mauerfall, verbreiten aber ein feierliches und stilles Ambiente. Im Hintergrund läuft leise die Musik „The Wall“ von Pink Floyd.

Die Ausstellung ist interessant, obwohl nicht alle Werke auf gleichem Niveau sind und auch nicht unbedingt auf das Thema Mauerfall eingehen. Das ist auch gut so und macht die Zusammenstellung sehr abwechslungsreich. Die Schau ist weder pathetisch noch allzu symbolisch. Daran erkennt man eben auch die Handschrift der großen Künstler.

Zeno Zoccheddu, der Präsident von ArteInternazionale, hat die Schau kuratiert. Es ist nicht seine erste. Am gleichen Ort waren in den letzten Jahren die Gipsabdrücke von Botero und Canovas Werk zu sehen.

Mal sehen, wo die Ausstellung als nächstes landet. Orte auf der Welt, wo sie vor allem auch als Zeichen gezeigt werden könnte, gibt es ja noch genug oder immer mehr!

In Assisi ist sie noch bis zum 10. September 2014 zu sehen.

In nur fünf Minuten zu Fuß bergab (das ist wichtig, weil man in allen umbrischen Städten ständig auf und ab steigen muss) erreicht man die umwerfenden und einzigartigen Giotto-Fresken in der Unterkirche des Heiligen Franziskus von Assisi.

Christa Blenk.

Liste der in der Sammlung vertretenen Künstler:

Carla Accardi (Italien); John M. Armeder (Schweiz); Arman (Frankreich); Joan Gardy-Artigas (Frankreich); Grisha Bruskin (Russland); Erik Bulatov (Russland); Daniel Buren (Frankreich); Louis Cane (Frankreich); Luciano Castelli (Schweiz – lebt und arbeitet in Berlin); Kiddy Citny (Deutschland); Eduardo Chillida (Spanien); Francois Crabit (Frankreich); Ali Elvis (Österreich); Ludvik Feller (Tschechien); Gérard Fromanger (Belgien); Gottfried Helnwein (Österreich); Arthur Hubbard (USA); Jeon Soo-Cheon (Südkorea); Isao (Japan); Ilya Kabakov (Ukraine); Yann Kersalé; Peter Klasen (Deutschland); Rolf Knie (Schweiz); Rolf König (Deutschland); Christian Vallée Kriki (Frankreich); Sol Lewitt (USA), Richard Long (England); Robert Longo (USA); Nino Longobardi (Italien); David Mach (England); William MacKendree (USA); Olivier Mosset (Schweiz); Thierry Noir (Frankreich); Dennis Oppenheims (USA); Bernard Pagès (Frankreich); Mimmo Paladino (Italien); Guy Roussille (Frankreich); Evelyne Schreier (Frankreich); David Smith (England); Roger Somville (Belgien); Adam Steiner (USA); Takis (Griechenland); Gregoriou Theodoulos (Zypern); Peter Unsicker (Deutschland); Vladimir Velickovic (Jugoslawien); Thierry Vidé (Frankreich); Boris Zaborov (Frankreich-Belarus); Vadim Zakharov (Tadschikistan)

 

Guillermo Lledó -Minimalist

guillermo lledóGuillermo LledóG Lledó

Portrait auf KULTURA ExTRA

#Guillermo Lledó- Minimalkünstler -Portrait

Guillermo Lledó ist Professor für Kunst an der Complutense Universität von Madrid. Seine Doktorarbeit hat er über die Grenzen der Darstellung geschrieben. Er wohnt und wirkt seit über 35 Jahren in einem Madrider Vorort mit Blick auf die schöne Sierra und die Geometrie in der Natur ist seine permanente und nie versagende Inspirationsquelle. Er beherrscht die Kunst des Entsorgens und nach 35 Jahren in seinem Haus gibt es dort nicht ein unnötiges Stück Papier und jeder Gegenstand hat seine Funktion. Genial-erstrebenswerter Zustand!

 

Christa Blenk

 

 

Guillermo LledóGuillermo Lledòglledo. egam 09 (4)

Christa Blenk

 

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Hanne Darboven – Zeit und Dinge

Ausstellung im Reina Sofia in Madrid – noch bis zum 1. September 2014

hannedarboven - Reina Sofia (2) Hanne Darboven

Artikel auf KULTURA EXTRA

Die Zeit und die Dinge (El tiempo y las cosas) – (noch bis zum 1. September 2014)

Das Museum für Zeitgenössische Kunst in Madrid Reina Sofia zeigt noch bis Anfang September eine umfangreiche Auswahl von Blättern und Gegenständen aus dem Arbeitszimmer von Hanne Darboven (1941-2009) Dinge, die ihr Werk und Leben begleiteten und vielleicht erklären.

 Christa Blenk

 

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Ein Besuch im Cerro Gallinero

Jenseits der Berge und zwischen den Wolken

Parajes nuncios de Infinito (1999-2009) Nube von Carlos de Gredos – Foto Christa Blenk

Nube – Carlos de Gredos (Foto: ©Christa Blenk)

 

Eine Beschreibung über das Centro de Arte y Naturaleza Cerro Gallinero auf KULTURA EXTRA

 

Helena Aikin Helena Aikin im Cerro

Christa Blenk

 

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Andy Warhol in Rom

P1150954 « Large Flowers » Ausstellungsplakat

 „Don’t worry, there is nothing about art you can’t understand“!

Phänomenal, unnachahmlich und essentiell – so bezeichnete der italienische Kunstkritiker Bonani, der die Ausstellung mit-kuratiert hat – Andy Warhol (1928?-1987).

Kunst und Leben, Freizeit und Pflicht oder Politik und Hollywood sind seit Andy Warhol und der Entstehung der Pop Art nicht mehr getrennt. Die Grenzen verlaufen parallel und vermischen sich zeitweise. Kunst war für ihn eine demokratische Aktivität, ähnlich wie Coca Cola trinken. Der Präsident trinkt Coca Cola, so tut auch Marilyn Monroe und Mr and Mrs Miller in Wyoming. Alle cokes schmecken gleich so wie alle Menschen gleich sind. Wer demnach Coca Cola trinkt, bewegt sich auf der gleichen Ebene wie Marilyn Monroe oder Präsident Nixon. Sophismus oder Paralogismus?

P1150962

Ich bin eine total oberflächliche Person“ sagte er von sich selber: Die Erschaffung der Kultperson Andy Warhol war sein wichtigstes Kunstwerk, sein Hauptwerk. Von Konsumgütern bis Katastrophen – nichts war vor ihm sicher und alles war zu gebrauchen. Warhol war ein Marketinggenie. Von Suppen, Waschpulver über Coca Cola, Nixon und Mao, Kennedy’s Witwe und Dracula vermarktete er alles und alle, die hier im Raum – ganz demokratisch – nebeneinander hängen.

Dieser schüchtern-zurückhaltende und kränkelnde aber egozentrische Künstler war besessen von Ruhm, Geld, Krankheit, Schmerz und Tod. Die offensichtlichen Anklagen der US Gesellschaft waren eigentlich keine, alles drehte sich nur darum, die Dinge zu präsentieren und provokativ in den Mittelpunkt zu stellen. Seine 30-fache Mona Lisa und das letzte Mahl von Leonardo verarbeitete er nicht, weil er Leonardo als großen Künstler verehrte, sondern weil Mona Lisa und Jesus Christus Stars waren. Die ästhetische Dimension des Todes stellte er mit seiner Serie über den Elektrischen Stuhl dar. Der elektrische Stuhl war sein Kreuz (Bonani).

Andy Warhol wurde (wahrscheinlich) 1928 als Sohn mittelloser tschechischer Einwanderer in Pittsburgh geboren. Sein Vater ist wohl schon in den 40er Jahren verstorben. Das nervös-kränkelnde Kind hatte keine oder nur wenig Freunde. Eine Pigmentstörung war schuld daran, dass er nur selten ins Freie kam.

Mit 21 Jahren nabelte er sich dennoch ab und ging nach New York, wo er als Schaufensterdekorateur, Grafiker und Journalist in Werbeagenturen und bei Zeitungen arbeitete (Vogue, Harper’s Bazar). Die tägliche Konfrontation mit Schlagzeilen und Skandalgeschichten der beautiful people in der Yellow Press, beeinflussten und fesselten ihn, so wie ihn Ruhm überhaupt faszinierte. Er begann, Zeitungsausschnitte und schräge Notizen zu sammeln und setzte diese auf seine Art um. Eine Lieblingsfigur der Amerikaner aus den 40er Jahren, der unbestechliche und propere, engagierte und saubere Polizist Dick Tracy brachte ihm die ersten Erfolge. Dann ging es sehr schnell. Inspiriert vom Neo Dadaismus eines Jasper Johns oder Robert Rauschenberg und natürlich von Marcel Duchamps nannte Warhol sich selber eine „artist machine“ „Ich erfinde nicht, sondern reproduziere“ sagte er.

P1150953Mal was Du am liebsten magst“ riet ihm 1960 ein Freund. So erfahren wir, dass seine Lieblingsgegenstände Campbell Soup, Brillo, Corn Flakes und der US Dollar waren – nacheinander entstanden sie als Siebdruck oder als ready made.

13 Most Wanted Men”

Andy Warhol, Roy Lichtenstein, James Rosenquist, Robert Rauschenberg und noch fünf andere Künstler wurden vom verantwortlichen Architekten Philip Johnson beauftragt, den Pavillon für die Weltausstellung 1964 zu „dekorieren“. Jedem Künstler standen ca. 40 qm zur Verfügung. Warhols Beitrag bestand darin – in Abstimmung mit dem Organisator – „mug shots“ (Polizeifotos) in grob pixelisierten Riesenformaten der 13 meist gesuchten Kriminellen im Jahre 1962 an die Vorderseite zu pinnen. Als sie aber dann da hingen, groß, furchteinflössend und mit geschwollenen Augen, Diebe und Mörder, ging dies dann so kurz vor den Wahlen doch nicht und Governor Rockefeller persönlich bestand darauf, die Fotos abzunehmen, woraufhin Warhol sie überweißelte (es entstand Warhols silver washed procedure). Die Presse bekam Wind davon und die Messe hatte ihren Skandal.

Ihr Leute denkt, dass das, was im Film passiert, irreal ist, dabei ist irreal was Euch passiert“ sagte er. Kino hebe die Emotionen nur hervor und lasse sie länger anhalten.

Individuelle Vermarktung von bekannten Stars oder Politikern (Monroe, Mao, Nixon) und die Auseinandersetzung mit dem American Way of Life war sein Modell und das hieß: Geld und Ruhm ganz egal zu welchem Preis und mit welchen Mitteln.Geld war sein Deus ex macchina – Warhol war geizig und notierte jeden Cent den er ausgab.

P1150956May I shoot your painting? Fragte ihn ein Besucher und auf Warhols „sure“ (Warhol dachte an ein Foto) zog der andere eine Pistole und schoss Light Blue Marilyn (1964) mitten in den Kopf. Der weiße Fleck in der Mitte der Stirn spricht von den Reparaturarbeiten und so entstand Shot Light Blue Marilyn . Dieses erwarb der junge Kunstsammler Peter Brant 1967 für 5000 US Dollars.

« Pop art is a way of loving things », sagte Andy Warhol. Warhol griff die Widersprüche Amerikas hemmungslos auf und interpretierte sie auf seine ganz besondere Weise; er machte Amerika amerikanischer. War er Kommunist oder war er eher unpolitisch? Seine Themenserien sind unantastbar und stellen eine Konsumgesellschaft dar, aus der er sich nicht ausschloss. Warhol war ein obsessioneller workaholic, ein Peter Pan. Er beschäftige sich 24 Stunden am Tag damit er von der Panik vor Schmerzen, Krankheit und Tod abgelenkt wurde. Seit er 1968 ein Attentat einer Feministin Valeria Solanas überlebt hat, wurde diese Angst nur noch größer. Paradoxerweise ist er mit nicht mal 60 Jahren an einer legalen Überdosis Schmerzmittel nach einer Operation gestorben. Außer der Factory Arbeit betätigte sich auch als Filmemacher, gründete die „Velvet Underground“ und schrieb Theaterstücke.

Andy Warhol: Auch denjenigen, die den Kunstbewegungen nicht folgen, ist er ein Begriff. Er hat es geschafft, dass man beim Coca Cola trinken an ihn denkt und dass die Campbell Suppen anschließend den Leuten besser schmeckten. Er hat Amerikas Widersprüche aufgegriffen und Amerika amerikanischer gemacht. Dabei wurden Coke und Dosensuppen zu Allen zugänglichen Luxusprodukten.

In der Ausstellung ist von all dem etwas, aber auch richtige Frühwerke: Eistüten und Ballschuhe direkt aus der Werbung, von Talent zeugende Zeichnungen, Elvis, Drakula, unzählige Autoportraits, die large flowers im Gedenken an seine Mutter. Warhol machte das Alltäglich zum Außergewöhnlichen und gestand jedem Ding seine Schönheit zu. Die Factory lief auf Hochtouren und fertigte Siebdrucke für den Konsum. „Be a somebody with a body“. Er kokettierte mit seiner Hässlichkeit, das sieht man vor allem an den ganz privaten Polaroids, die bis jetzt in Europa noch nie gezeigt wurden, auf denen er sich schon mal als Travestie verkleidet zeigt.

Der Eigentümer dieser Sammlung, Peter Brant, und der italienische Kunstkritiker Francesco Bonami, kuratierten diese außergewöhnliche Ausstellung, die noch bis September 2014 im Palazzo Cipolla zu sehen sein wird.

Christa Blenk

Fotos : Christa Blenk (Ausstellungsplakate)

 

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Grand Hotel Budapest


Winter durch die Karpaten

Der letzte Film von Wes Anderson ist ein absolutes Meisterwerk. Surrealistisch, romantisch und witzig, zwischen Tragödie und Komödie erinnert er an Lubitsch und Filme wie « to be or not to be » oder an Polanskis „Tanz der Vampire“.

Der geniale Ralph Fiennes ist M. Gustave, der legendäre Concierge des Grand Budapest Hotel im Alpenstaat Zubrowsky. Die Geschichte spielt in den 30er Jahren und – wenn auch nur anekdotisch – ist das Drama vor dem zweiten Weltkrieg angedeutet. Tony Revolori ist der junge „lobby boy“, der sich als treuer Freund von Gustave entwickeln wird und dem später das Hotel gehören sollte. Tilda Swinton ist Madame D, eine ehemalige „Geliebte“ von Gustave, die auf seltsame Weise ums Leben kommt, ihm ein wertvolles Bild hinterlässt das Gustaves Leben total durcheinander bringt. Er gerät in eine Art James Bond Abenteuer, das er mit Bravour meistert (die Abfahrt durch die olympischen Wintersportanlagen mit dem Schlitten ist einfach genial!!), verfolgt von allen möglichen Erbschleichern wie z.B. Madame D’s Sohn Dimitri (Adrian Brody). Der Film handelt von Solidarität und Freundschaft auf der Suche nach noch übrig gebliebenen „echten und edlen“ Menschen. Alle Länder- und Städtennamen sowie die Hofzuckerbäckerei sind erfunden, letztere lässt aber stark an Demel denken.

Wes Anderson hat auch das Drehbuch für diese deutsch-britische Koproduktion geschrieben. Auf den 64. Internationalen Filmfestspielen in Berlin wurde der Film 2014 im Februar vorgestellt; gedreht wurde er im sächsischen Görlitz.

Als Vorlage für das Drehbuch diente Stefan Zweigs Geschichte „Ungeduld des Herzens . Die Welt von Gestern und 24 Stunden aus dem Leben einer Frau ». Wes Anderson reiste viel durch die Gegend um herauszufinden, wo sich die Geschichte hätte zutragen können. Irgendwo zwischen Österreich und Ungarn – vielleicht in Wien, Budapest oder Karlsbad.

Spurensuche Wohin 2013 KopieChrista Linossi

Sehr sehenswert!

Christa Blenk

 

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Hommage an Gabo

Muchos años después, frente al pelotón de fusilamiento, el coronal Aureliano Buendía había de recordar aquella tarde remota en que su padre lo llevó a conocer el hielo. Macondo era …..

Viele Jahre später sollte der Oberst Aureliano Buendía sich vor dem Erschießungskommandeo an jenen fernen Nachmittag erinnern, an dem sein Vater ihn mitnahm, um das Eis  kennen zu lernen. Macondo war ….

Der Literaturnobelpreisträger Gabriel Garcia Marquez (1927-2014) hat mit « 100 Jahre Einsamkeit » die Welt auf Mittel- und Südmamerika aufmerksam gemacht und der magische Realismus in der Literatur entstand. Sein Eingangssatz ist einer der berühmtesten ersten Sätze in der Literatur des 20. Jahrhunderts überhaupt.

noirmoutier 067Palabraslocaradierung-muereespanola 30x20cmAndante 2008- Óleo-lienzo 40×47 cm.evora1Vendée2013-März 145Anna+ 029san lorenzo

Fotos: Christa Blenk; Zeichnungen: Gerardo Aparicio

 

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Auf den Spuren von Kommissar Dupin

Ein Ausflug auf den Spuren von Kommissar Dupin

Notre Dame de Monts, die Vendée, Concarneau und der Archipel Les Glénal

en CarnacVendéeSeptember2011 145VendéeSeptember2011 233Vendée2013-März 430Vendée2013-März 443Vendée2013-März 433Fotos: ©Christa Blenk

 

 

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Raum – Zeit – Kunst und Töne

Bitte nicht berühren – zählt hier nicht – man muss genau das Gegenteil tun!

Eine interessante, begeh- und berührbare Installation ist seit gestern im Museo Macro zu erforschen.

OASI ist das künstlerische Ergebnis des Forschungsprojektes ADAMO (Adaptive Art and Music Opera) und wurde in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Musikforschung (CRM – Centro Ricerche Musicali) entwickelt. Dieses Zentrum ist 1988 u.a. auf Initiative von Michelangelo Lupone entstanden und beschäftigt sich mit dem Zusammenwirken von Musik und Wissenschaft. 1953 ist dieser italienische Komponist in Solopaca/Kampanien geboren. Er hat schon mit Künstlern wie Pistoletto, Uecker oder Paladino zusammengearbeitet. 2005 hat Lupone ein ähnliches Projekt – auch mit Licia Galizia – über Musik und Wissenschaft für das Goethe Institut Rom entwickelt.

Bericht auf Artmore:

Skulptural-musikalische Installation im Macro

 

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monduebervillaadriana

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Aktuell in Rom

- Pasolini und die Etrusker im Palazzo delle Esposizioni
- Andy Warhol - Palazzo Cipolla
- Frida Kahlo in den Scuderien **
- Alma Tadema - Chiostro del Bramante *
- Meisterwerke aus dem Musée d'Orsay - Vittoriano
- Festival Villa Adriana 16-6. - 15.7. (u.a. Netherlands Dancs Theatre und Marta Graham)

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